Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche

Auch wenn die meisten Kinder und Jugendliche eine Corona-Erkrankung ohne schwere Symptome überstehen, sind doch einige von ihnen schwerer betroffen oder müssen Spätfolgen erleiden. Wir haben die häufigsten Fragen und Antworten zur Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche auf dieser Seite zusammengestellt.

Alter 6 Monate - 4 Jahre

Die STIKO empfiehlt vorerkrankten Kindern im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren eine Grundimmunisierung mit einem zugelassenen Kinderimpfstoff, vorzugsweise mit drei Impfstoffdosen Comirnaty (je 3 µg). Kindern, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, empfiehlt die STIKO, die Impfserie um eine Dosis zu reduzieren.

Gesunde Kinder mit Kontakt zu Risikopersonen können nach individueller Risikoeinschätzung in Absprache mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt ebenfalls eine vollständige Grundimmunisierung erhalten.

 

Ja. Die STIKO empfiehlt für Kinder, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, die Impfserie um eine Dosis zu reduzieren.

Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren sollten somit zwei Impfstoffdosen Comirnaty zur Grundimmunisierung erhalten (bzw. eine Impfstoffdosis Spikevax).

... im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren nach einer COVID-19-Impfung beobachtet?

Wie bei jeder Impfung, können auch nach der COVID-19-Impfung mit Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) bei Säuglingen und Kindern ab dem Alter von sechs Monaten Impfreaktionen und unerwünschte Wirkungen auftreten. Kleinkinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren werden als besonders sensibel für Effekte von Arzneimittelnebenwirkungen angesehen.

Die Sicherheit der beiden mRNA-Kinderimpfstoffe wurde in den Zulassungsstudien untersucht. Seltene unerwünschte Ereignisse nach der Impfung konnten nicht erfasst werden, da in den Zulassungsstudien nur eine begrenzte Anzahl Kinder dieser Altersgruppe eingeschlossen wurden. Insgesamt waren die Impfreaktionen in dieser Altersgruppe etwas milder als bei den fünf- bis elfJährigen Kindern. Sie traten nach allen Impfstoffdosen gleichhäufig auf.

Für Comirnaty waren die häufigsten berichteten Lokalreaktionen Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle. Zu den häufigsten systemischen Reaktionen gehörten Fieber und Müdigkeit, sowie zusätzlich bei den sechs bis 23 Monate alten Kindern Gereiztheit und Appetitverlust und bei den zwei bis vier Jahre alten Kindern Durchfall.

Nach Impfung mit Spikevax traten als Lokalreaktionen am häufigsten Schmerzen an der Einstichstelle auf. Bei den sechs bis 23 Monate alten Kindern traten ebenfalls häufig Schwellung und Rötung an der Einstichstelle sowie Schwellung und Empfindlichkeit der Achselhöhle (oder Leiste) auf. Als häufigste systemische Reaktionen wurden Reizbarkeit/Weinen, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit und Müdigkeit beobachtet.

Die Wirksamkeit der Impfstoffe Comirnaty (BioNTech/Pfizer) mit drei Impfstoffdosen (á 3 μg) und Spikevax (Moderna) mit zwei Impfstoffdosen (á 25 μg) wurde in den Zulassungsstudien getestet.

Nach Auswertung der Daten geht die STIKO davon aus, dass die beiden mRNA-Impfstoffe bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren einen ähnlich guten Schutz vor COVID-19 vermittelt wie in den älteren Altersgruppen. Die Datenlage ist jedoch limitiert und in den Zulassungsstudien konnte die Wirksamkeit gegenüber schweren COVID-19 Verläufen nicht bestimmt werden, da im Studienzeitraum weder bei der Gruppe der Geimpften noch bei den Vergleichsgruppen Fälle aufgetreten sind. Der Schutz vor SARS-CoV-2-Infektionen ist deutlich geringer und vermutlich - wie in anderen Altersgruppen - nur von kurzer Dauer.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_Impfung_Kinder_Jugendliche.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster

 

Alter 12-17

Informationen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren.

Die Corona-Schutzimpfung bietet Kindern ab 12 Jahren sicheren und wirksamen Schutz vor einer schweren COVID-19-Erkrankung. Zudem können durch die Impfung auch indirekte Folgen einer COVID-19-Erkrankung, wie Einschränkungen der Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben von Kindern und Jugendlichen abgemildert werden. Und: Durch die Impfung schützt man nicht nur die Gesundheit des eigenen Kindes, sondern auch die der anderen Kinder und seiner Mitmenschen. Denn je mehr in den jüngeren Altersgruppen, die viele soziale Kontakte haben, geimpft sind, desto schlechter kann sich das Virus ausbreiten. Und das wiederum schützt auch Menschen, die sich nicht impfen lassen können – zum Beispiel Babys und Kleinkinder, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Vorliegende Studienergebnisse zeigen bei Kindern und Jugendlichen eine vergleichbare oder sogar bessere Wirksamkeit der Corona Schutzimpfung.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.zusammengegencorona.de/corona-im-alltag/kinder-und-familien/corona-schutzimpfung-ab-12-jahren-welche-kinder-sich-impfen-lassen-sollten/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Die STIKO geht davon aus, dass eine durchgemachte symptomatische oder asymptomatische SARS-CoV-2-Infektion nicht ausreicht, um spätere COVID-19-Erkrankungen zu verhindern. Daher sollen auch Personen mit einer oder mehreren zurückliegenden SARS-CoV-2-Infektionen geimpft werden. Zwischen den jeweiligen Ereignissen muss jedoch ein zeitlicher Mindestabstand bestehen, damit diese als getrennte, immunologisch wirksame Ereignisse bewertet werden können.

Risiken & Nebenwirkungen

Der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer ist weltweit gegen COVID-19 zugelassen wurde. Er hat für Kinder und Jugendliche im Alter ab 12 Jahren eine bedingte Zulassung von der Europäischen Union erhalten.

Bei geimpften Kindern und Jugendlichen können typische Impfreaktionen auftreten, die nach ein bis drei Tagen folgenlos wieder abklingen. Dazu gehörten beispielsweise Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Diese Impfreaktionen sind auch aus klinischen Untersuchungen mit Erwachsenen bekannt und stellen in der Regel keinen Anlass zur Sorge dar. Zur Linderung möglicher Beschwerden kann nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt ein schmerzlinderndes / fiebersenkendes Medikament in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden.

Ja, denn bisher konnte kein Zusammenhang zwischen Impfreaktion und Impfschutz nachgewiesen werden.

Mit dem Alter von 12 Jahren ist das Immunsystem ausgewachsen, daher bekommen Kinder und Jugendliche die gleiche Impfdosis wie Erwachsene.

Die zugelassenen Impfstoffe wurden selbstverständlich auch an jungen Frauen getestet. Mädchen müssen sich keine Sorgen machen. Jede Impfung kann Einfluss auf den weiblichen Zyklus nehmen, aber nicht jede Reaktion, die im Zeitraum der Impfung stattfindet, muss der Impfung zugesprochen werden. Es kann aufgrund der Erwartungshaltung auch stressbedingt sein. Erst wenn sich der Zyklus mehrere Monate verschiebt, sollte das ärztlich abgeklärt werden.

Herzmuskelentzündungen können bei vielen Virenerkrankungen, in jeder Altersgruppe, auftreten. Wichtig: Wenn ein junger Mann an Corona erkrankt, ist das Risiko für den jungen Mann sechs Mal höher, eine Herzmuskelerkrankung zu erleiden, als durch die Impfung.

Zur Vermeidung von Nebenwirkungen wird – ähnlich wie bei anderen Impfungen auch – empfohlen, sich für einige Tage bis zu einer Woche zu schonen und Anstrengungen zu vermeiden.

Praktische Fragen

Die Corona-Schutzimpfung erhalten sie bei Kinder-, Jugend- und Hausärztinnen oder -ärzten. Zudem können Sie sich bei lokalen Impfaktionen impfen lassen. Als Angehörige von Beschäftigten kann eine Impfung gegen COVID-19 auch durch Betriebsärztinnen oder -ärzte vorgenommen werden. Auch wenn ältere Jugendliche bereits beruflich tätig sind, können sie sich beim Betriebsarzt ihres Unternehmens impfen lassen.

Überall im Land finden mobile Impfaktionen vor Ort statt. Dabei wird natürlich auf die Einhaltung der Hygieneregeln geachtet.

Nein. Der Schulbesuch ist nicht abhängig von der Corona-Schutzimpfung.

Die Abstände sind wie bei Erwachsenen – 14 Tage nach der zweiten Impfung gilt der volle Impfschutz. Es gibt nur eine Ausnahme: Wenn es bereits eine Erkrankung gab, dann gilt die Person nach der Impfung sofort als vollständig geimpft.

Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren empfiehlt die STIKO eine Auffrischimpfung in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung. Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen sollen möglichst frühzeitig ihre Auffrischimpfung bekommen, damit während der derzeit laufenden Infektionswelle symptomatische SARS-CoV-2-Infektionen und Erkrankungen soweit wie möglich reduziert werden. Bei Kindern und Jugendlichen ohne Vorerkrankungen empfiehlt die STIKO einen eher größeren Impfabstand von bis zu 6 Monaten, da dadurch aus immunologischen Gründen ein besserer Langzeitschutz erzielt werden kann.

Für die Impfung von Kindern unter 16 Jahren ist eine Einwilligungserklärung der Eltern erforderlich. Bei getrenntlebenden Eltern ist die Unterschrift von beiden Eltern notwendig.

Das Aufklärungsmerkblatt des RKI sowie den Anamnese- und Einwilligungsbogen für Eltern / Sorgeberechtigte finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Es gilt, nicht nur Jugendliche vom Impfen zu überzeugen, sondern auch die Eltern. Grundsätzlich können Jugendliche ab 16 Jahren aber für sich selbst entscheiden und benötigen kein Einverständnis der Eltern für eine Impfung.

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