Kinderbetreuung ab dem 25. November 2021

Kinderbetreuung wieder in konstanter Gruppenzusammensetzung. Testungen für ungeimpfte Beschäftigte verpflichtend. Testangebote werden auf dreimal wöchentlich erhöht.

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Eine Immunisierung durch Impfung jüngerer Kinder ist nach wie vor grundsätzlich nicht möglich. Die Kleinsten der Gesellschaft stehen unter unserem besonderen Schutz. Deshalb ist es uns wichtig, gerade in Zeiten von erneut steigenden Inzidenz- und Hospitalisierungsraten, ein besonderes Augenmerk auf die Kinder zu richten und die Hygienepläne der Tageseinrichtungen an die Bedingungen des SARS-CoV-2-Erregers fortlaufend anzupassen.

Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung dazu entschieden, zu einer Betreuung in konstanten Gruppen zurückzukehren. Das bedeutet, dass offene und teiloffene Konzepte erneut eingeschränkt werden müssen.

Das Hygienekonzept des Landes sieht weiterhin vor, dass Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren, die eine Kita oder Kindertagespflegestelle besuchen, ab dem Betreten der Kita/Kindertagespflegestelle eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Für Kitas und Kindertagespflege gelten im Hinblick auf das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung grundsätzlich die Regelungen der Coronavirus-Schutzverordnung (CoSchuV).

Nach sorgfältiger Abwägung und vor dem Hintergrund der Sprachentwicklung der Kinder sowie der Impfquote der in den Einrichtungen tätigen Personen, wird im Bereich der Kindertagesbetreuung jedoch nach wie vor auf die grundsätzliche Maskenpflicht für Fachkräfte in Kitas und Kindertagespflege verzichtet.

Für den Zeitraum ab dem 25. November 2021 gilt grundsätzlich Folgendes:

  • Betreuung der Kinder wieder in konstanter Gruppenzusammensetzung.
  • Pädagogische Fachkräfte können unter Beachtung der Teststrategie gruppenübergreifend eingesetzt werden.
  • Für alle Besuchenden der Kita / Kindertagespflegestelle gelten die Regelungen der Coronavirus-Schutzverordnung – CoSchuV). Näheres hierzu ist im Hygienekonzept des Landes geregelt.

Testung

Die Beschäftigten in Kitas und Kindertagespflege erhalten analog zu den Schulen bis zum Ende des Schulhalbjahres die Möglichkeit dreimal wöchentlich kostenlos Schnelltests zuhause oder in Tageseinrichtungen oder der Kindertagespflegestelle durchzuführen. Die Tests werden vom Land Hessen zur Verfügung gestellt. Die Testungen sind für geimpfte oder genesene Personen nicht verpflichtend und die Durchführung ist keine Voraussetzung für die Tätigkeit in der Kita oder als Kindertagespflegeperson. Lediglich beim gruppenübergreifenden Einsatz von geimpften oder genesenen Fachkräfte sieht das Hygienekonzept vor, dass die Fachkräfte sich zweimal wöchentlich im Rahmen der bereits bestehenden Testmöglichkeit in der Kita testen lassen. Für Beschäftigtein Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, die nicht über einen Impf- oder Genesenennachweis verfügen, ist nach § 28b Infektionsschutzgesetz eine tägliche Testung mittels PoC-Antigen-Test (Schnelltest) oder PCR-Test verpflichtend.

EineTestpflicht für Kinderin Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegebesteht nicht. Das Land beteiligt sich weiterhin an den Kosten für Testungen, auf die man sich vor Ort geeinigt hat. Auch für Kinder können dabei nun drei Tests pro Woche abgerechnet werden. Mittel stehen den örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe weiterhin zur Verfügung.

Mobile Luftreinigungsgeräte

Mit Fördermitteln des Bundes kann die Anschaffung mobiler Luftfilter für Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit gefördert werden. Kindertageseinrichtungen können Fördermittel über die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe beantragen. Gefördert werden können Maßnahmen, die seit dem 1. Mai 2021 begonnen worden sind.

Die dazu gehörige Förderrichtlinie des Landes Hessen und weitere Informationen sind im Internetauftritt der WIBank unter folgendem Link Öffnet sich in einem neuen Fensterveröffentlicht.

Verdienstausfall

Informationen zur Entschädigung des Verdienstausfalls aufgrund der Schließung von bzw. der Einschränkung des Zugangs zu den Angeboten der Kinderbetreuung können hierÖffnet sich in einem neuen Fenster abgerufen werden.

 Links:

Fragen und Antworten

Tritt bei Kindern oder Erwachsenen eines der folgenden für COVID-19 typischen Krankheitssymptome auf, gilt ein Betretungsverbot für Kita und Kindertagespflege:

  • Fieber (ab 38,0°C)
  • Trockener Husten (nicht durch chronische Erkrankung wie z. B. Asthma verursacht). Ein leichter oder gelegentlicher Husten bzw. ein gelegentliches Halskratzen führt zu keinem automatischen Ausschluss,
  • Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns.

Alle Krankheitssymptome müssen akut auftreten, Krankheitssymptome einer bekannten chronischen Erkrankung sind nicht relevant.

Das Betretungsverbot endet mit Vorlage eines negativen PCR oder PoC-Antigentests.

Der einfache Schnupfen ohne weitere Krankheitsanzeichen führt nicht zu einem Betretungsverbot.

Wenn ein Kind nach einer überstandenen Erkrankung die Einrichtung oder Kindertagespflegestelle wieder besuchen soll, muss es mind. 24 Stunden symptomfrei sein und sich in gutem Allgemeinzustand befinden.

Für Eltern zur Orientierung: So, wie mein Kind gestern war, hätte es in die Kita oder Kindertagespflegestelle gehen können, also darf es heute wieder gehen.

Für Geschwisterkinder eines mit SARS-CoV-2 infizierten Kindes gilt grundsätzlich die Haushaltsquarantäne, sie müssen also zu Hause bleiben. Sie können sich nach frühestens fünf Tagen Testen lassen und ihre Quarantäne beenden. Solange das Kind selbst oder eine Person im Haushalt des Kindes typische Symptome für Covid-19 hat, besteht grundsätzlich ein Betretungsverbot für die Kita. Das Zutrittsverbot gilt nicht für geimpfte oder genesene Personen und kann durch einen negativen Test auf SARS-CoV-2 der kranken Person beendet werden. Kinder, bei denen etwa das asymptomatische Geschwisterkind als Kontaktperson in Quarantäne ist und die auch selbst keine Symptome aufweisen, dürfen aber die Tageseinrichtung besuchen.