Eine mit Gemüse gefüllte rote Einkaufstausche hängt an einer geschlossenen Haustür

Quarantäne

Gültig ab: 16. September 2021

Lesedauer:4 Minuten:

Was passiert, wenn mein Test positiv ist?

In jedem Fall gilt:

Erhalten Sie ein positives Ergebnis einer Testung mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) oder eines Antigen-Tests auf SARS-CoV-2, müssen Sie sich auch ohne gesonderte Anordnung des Gesundheitsamtes sofort und ohne Umwege nach Hause oder in eine andere geeignete Unterkunft begeben. Dort müssen Sie sich in der Regel für 14 Tage absondern, das heißt ständig dort aufhalten, Kontakt zu anderen Personen auch im Haushalt möglichst vermeiden und keinen Besuch empfangen. Dieses Vorgehen wird Selbstisolierung genannt. Eine kürzere Isolierung ist möglich für vollständig Geimpfte sowie für Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler mit negativem Nukleinsäurenachweis.

Bei einem positiven PCR-Test (oder anderer Nukleinsäurenachweis):

Informieren Sie umgehend das für Sie zuständige Gesundheitsamt.

Auch Ihre Haushaltsangehörigen sollten umgehend von dem positiven Testergebnis erfahren, damit sie sich ebenfalls zu Hause absondern können.

Am besten informieren Sie außerdem weitere Kontaktpersonen und Ihren Arbeitgeber oder Dienstherrn über den Erhalt eines positiven Testergebnisses.

Sollten Sie innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Testergebnisses typische Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion bemerken (Fieber, trockener Husten, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns etc.), melden Sie sich umgehend bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt.

Bei einem positiven Antigen-Test:

Ist das Ergebnis eines Antigen-Tests positiv, sind Sie verpflichtet, unverzüglich eine Testung mittels Nukleinsäurenachweis (z.B. einen PCR-Test) durchführen zu lassen. Dabei ist egal, ob es sich bei dem ersten Test um einen professionell durchgeführten Test oder um einen Test zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttest) handelt. Für die Durchführung des dann notwendigen zweiten Tests wird Ihre Selbstisolierung ausgesetzt. Sie dürfen sich also auf direktem Weg ohne weitere Kontakte zum vorher vereinbarten Termin in die Arztpraxis oder in das Testcenter begeben. Ist dieser zweite Test negativ, endet die Absonderung mit Erhalt des negativen Nukleinsäurenachweis-Testergebnisses; bestätigt der Test mittels Nukleinsäurenachweises die Infektion, müssen Sie sich weiter absondern. Die Dauer der Absonderung verlängert sich dadurch nicht.

Was bedeutet ein positives Testergebnis für die Menschen, die mit mir in einem gemeinsamen Haushalt wohnen?

Im Fall eines positiven Ergebnisses der Testung mittels Nukleinsäurenachweises (zB PCR-Test) müssen alle Personen, die mit Ihnen im gleichen Haushalt leben, sich ebenfalls absondern. Dieses Vorgehen nennt man Haushaltsquarantäne. Für dringende und unaufschiebbare Erledigungen, insbesondere Einkäufe von Lebensmitteln, Bankgeschäfte, Versorgung von Haustieren oder Arztbesuche, dürfen diese Personen, die nicht positiv getestet wurden, aber weiter die Wohnung verlassen. Treffen mit anderen Personen sind nicht erlaubt. Wir empfehlen, dass die notwendigen Erledigungen, wenn möglich von Freunden, Verwandten oder Bekannten übernommen werden.

Haushaltsangehörige von positiv getesteten Personen, für die ebenfalls die Quarantänepflicht gilt, müssen das Gesundheitsamt beim Auftreten von Symptomen informieren.

Die Quarantäne dauert 10 Tage und kann wie bei anderen Kontaktpersonen durch eine Testung verkürzt werden.

Personen, die über einen vollständigen Impfschutz verfügen und keine Krankheitssymptome für COVID-19, insbesondere Fieber, trockenen Husten (nicht durch chronische Erkrankungen verursacht), Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, aufweisen oder bei denen in den letzten sechs Monaten durch Testung mittels Nukleinsäurenachweises eine Infektion mit SARS CoV-2 nachgewiesen wurde, und die bereits wieder genesen sind und aus der Isolation entlassen wurden, sind von der Haushaltsquarantäne ausgenommen. Eine mögliche individuelle Absonderungsanordnung ist davon nicht betroffen.

Das zuständige Gesundheitsamt kann auf Antrag bei Vorliegen wichtiger Gründe von der Absonderungspflicht befreien oder Auflagen anordnen.

Wen sollte ich über mein positives Testergebnis informieren?

Sie sind verpflichtet, das zuständige Gesundheitsamt unverzüglich über den Erhalt eines positiven Ergebnisses eines Tests mittels Nukleinsäurenachweises zu informieren. Personen, die mit Ihnen in einem gemeinsamen Haushalt wohnen, müssen sich umgehend ebenfalls in Quarantäne begeben. Wir empfehlen Ihnen, außerdem unverzüglich Ihre weiteren Kontaktpersonen sowie Ihren Arbeitgeber zu informieren. Somit können Ihre Kontaktpersonen sowie Ihre Kolleginnen und Kollegen die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Haben die Personen, die mit mir in einem gemeinsamen Haushalt wohnen, umgehend Anrecht auf einen Test?

Das für Sie zuständige Gesundheitsamt wird mit Ihnen und den Personen Ihres Hausstandes nach einem positiven PCR-Test in Kontakt treten. Werden diese als Kontaktperson ersten Grades eingestuft (was sehr wahrscheinlich ist), haben diese Personennach der Coronavirus-Testverordnung des Bundes ein Anrecht auf einen kostenlosen Test. Durch diese zusätzlichen Tests deutlich, wer im Haushalt sich eventuell bereits noch infiziert hat. So kann eine weitere Übertragung besser verhindert werden. Die Quarantäne verkürzt sich durch den Test aber nur, wenn die Probenentnahme für einen Nukleinsäurenachweis (PCR) frühestens am fünften Tag und für einen professionellen Antigen-Test frühestens am siebten Tag vorgenommen wird. Bei Personen, die zum Beispiel in der Schule regelmäßig getestet werden, kann bereits ein qualitativ hochwertiger Antigen-Test am fünften Tag der Quarantäne ausreichen. Das Testergebnis muss dem zuständigen Gesundheitsamt vorgelegt worden sein.

Personen, die Krankheitssymptome für COVID-19 aufweisen, sind in jedem Fall verpflichtet, unverzüglich einen Test auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchführen zu lassen.

Wir empfehlen auch im Zusammenleben im eigenen Hausstand zum gegenseitigen Schutz das Einhalten der Hygieneregeln. Regelmäßiges Händewaschen, das Niesen in die Armbeuge sowie das Abstandhalten (zum Beispiel Essen zu unterschiedlichen Zeiten oder das Aufhalten der Kontaktperson in einem anderen Raum) verringern das Risiko einer Übertragung. Wir sind uns bewusst, dass gerade letzteres praktisch oft schwierig umzusetzen ist. Entscheiden Sie in Ihrer individuellen Situation mit Ihrem Hausstand gemeinsam, wie Sie eine Übertragung der Infektion möglichst vermeiden können.

Informationen zur Einstufung von Kontaktpersonen und das Kontaktmanagement des RKI finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Was ist, wenn ich mein zuständiges Gesundheitsamt nicht erreiche?

Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung kann es sein, dass die Kolleginnen und Kollegen der Gesundheitsämter nur schwer zu erreichen sind oder sich zeitverzögert bei Ihnen melden. Bitte beachten Sie trotzdem: Sollten Sie durch einen Test mittels Nukleinsäurenachweis (z.B. PCR-Test) oder einen Antigen-Test nachweislich positiv getestet sein, müssen Sie (und die Personen, die mit Ihnen in einem gemeinsamen Haushalt leben) sich absondern. Ein Merkblatt des RKI zu den Quarantäne- und Abstandsregeln finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Ich lebe im gleichen Haushalt mit einer durch einen PCR-Test positiv getesteten Person, bin aber selbst negativ getestet. Muss ich dann trotzdem 14 Tage Quarantäne absolvieren?

Die Quarantänedauer für Haushaltsmitglieder und enge Kontaktpersonen (z.B. Sitznachbarn) beträgt nach den aktuellen Empfehlungen 10 Tage.

Die Quarantäne kann durch ein negatives Testergebnis verkürzt werden.

Dabei darf die Probenentnahme für einen Nukleinsäurenachweis (PCR) frühestens am fünften Tag und für einen professionellen Antigen-Test frühestens am siebten Tag vorgenommen werden. Bei Personen, die zum Beispiel in der Schule regelmäßig getestet werden, kann bereits ein qualitativ hochwertiger Antigen-Test am fünften Tag der Quarantäne ausreichen. Das Testergebnis muss dem zuständigen Gesundheitsamt vorgelegt worden sein.

Ausnahmen von der Haushaltsquarantäne gelten grundsätzlich für Personen, die über einen vollständigen Impfschutz verfügen und keine Krankheitssymptome für COVID-19, insbesondere Fieber, trockenen Husten (nicht durch chronische Erkrankungen verursacht), Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, aufweisen, oder bei denen in den letzten sechs Monaten mittels PCR-Test eine Infektion mit SARS-CoV-2 bereits nachgewiesen wurde, und der aufgrund dieser Infektion einzuhaltende Absonderungszeitraum verstrichen ist.

Wie wird die Quarantäne beendet?

Die Isolierung für positiv getestete Personen endet 14 Tage nach der Durchführung des ersten positiven Testes, wenn das Gesundheitsamt nichts anderes angeordnet hat.

Für Schülerinnen und Schüler an Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen sowie für Kinder unter 6 Jahren und Kinder, die noch nicht eingeschult sind, können dem zuständigen Gesundheitsamt ein Nukleinsäurenachweis vorlegen, um die Absonderung früher zu beenden. Diese Testung darf bei dem vorher positiv getesteten Kind oder Jugendlichen frühestens am siebten Tag nach dem Nachweis der Infektion vorgenommen werden.

Für die Haushaltsangehörigen beträgt die Quarantänedauer 10 Tage.

Diese Quarantäne kann durch ein negatives Testergebnis verkürzt werden.

Dabei darf die Probenentnahme für einen Nukleinsäurenachweis (PCR) frühestens am fünften Tag und für einen professionellen Antigen-Test frühestens am siebten Tag vorgenommen werden. Bei Personen, die zum Beispiel in der Schule regelmäßig getestet werden, kann bereits ein qualitativ hochwertiger Antigen-Test am fünften Tag der Quarantäne ausreichen. Das Testergebnis muss dem zuständigen Gesundheitsamt vorgelegt worden sein.

Wo erhalte ich meine Verdienstausfallentschädigung?

Sie haben für die Zeit der Quarantäne Anrecht auf eine Verdienstausfallentschädigung nach § 56 IfSG. Erforderlich ist ein geeigneter Nachweis über das positive Testergebnis. Dieser Anspruch besteht auch bei einem positiven Selbsttest, wenn dieser durch einen zeitlich naheliegenden Test mittels Nukleinsäurenachweis (z.B. PCR-Test) glaubhaft gemacht wird. Bei Arbeitnehmern erfolgt die Zahlung durch den Arbeitgeber. Dieser erhält seine Aufwendungen vom Land erstattet.Diesen Antrag können Sie auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Darmstadt stellen.

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