Eine mit Gemüse gefüllte rote Einkaufstausche hängt an einer geschlossenen Haustür

Quarantäne

Positiver Test und nun?

  • Ist das Ergebnis eines Antigen-Tests positiv, müssen Sie sich auch ohne Anordnung des Gesundheitsamtes sofort und ohne Umwege nach Hause oder in eine andere geeignete Unterkunft begeben und für 10 Tage dort absondern. Das heißt ständig dort aufhalten, Kontakt zu anderen Personen auch im Haushalt möglichst vermeiden und keinen Besuch empfangen. Dieses Vorgehen wird Selbstisolierung genannt.
  • Außerdem sind Sie verpflichtet, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. Dabei ist egal, ob es sich bei dem ersten Test um einen professionell durchgeführten Test oder um einen Test zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttest) handelt. Entsprechende PCR-Teststellen finden Sie unter www.kvhessen.de/coronatests/Öffnet sich in einem neuen Fenster
  • Ein nachfolgender negativer Schnell- oder Selbsttest hebt einen positiven Schnelltest nicht auf, dies kann nur eine negative PCR-Testung.
  • Für die Durchführung des PCR-Tests wird Ihre Selbstisolierung ausgesetzt. Sie dürfen sich also auf direktem Weg ohne weitere Kontakte zum vorher vereinbarten Termin in die Arztpraxis oder in das Testcenter begeben.
  • Eine kostenfreie Testung ist nur bei entsprechend beauftragten Teststellen möglich. Eine nachträgliche Erstattung von Kosten für Testungen ist nicht möglich.
  • Ist der PCR-Test negativ, endet die Absonderung mit Erhalt des negativen Nukleinsäurenachweis-Testergebnisses;
  • Ist der PCR-Test positiv, müssen Sie sich weiter absondern. Die Dauer der Absonderung verlängert sich dadurch nicht.

  • Erhalten Sie ein positives Ergebnis einer Testung mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) auf SARS-CoV-2, müssen Sie sich auch ohne Anordnung des Gesundheitsamtes sofort und ohne Umwege nach Hause oder in eine andere geeignete Unterkunft begeben. Unabhängig vom Impfstatus müssen Sie sich 10 Tage in Isolation begeben, den Kontakt zu anderen Personen auch im Haushalt möglichst vermeiden und keinen Besuch empfangen. Dieses Vorgehen wird Selbstisolierung genannt.
  • Eine Freitestung ist nach 7 Tagen möglich (Schnelltest durch Teststelle oder PCR-Test).
  • Für Beschäftigte in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen gilt: Eine Arbeitsaufnahme ist nur nach Freitestung mit einem PCR-Test (frühestens nach 7 Tagen) möglich. Zudem müssen Sie mindestens 48 Stunden symptomfrei sein.

  • Informieren Sie umgehend Ihre Haushaltsangehörigen von dem positiven Testergebnis, damit sie sich ebenfalls zu Hause absondern können.
  • Wir empfehlen Ihnen, außerdem unverzüglich Ihre weiteren Kontaktpersonen sowie Ihren Arbeitgeber oder Dienstherrn zu informieren. Somit können Ihre Kontaktpersonen sowie Ihre Kolleginnen und Kollegen die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
  • Sollten Sie innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Testergebnisses typische Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion bemerken (Fieber, trockener Husten, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns etc.), melden Sie sich umgehend bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt.

Absonderung im Haushalt

dann sind Sie verpflichtet:

  • sich sofort und ohne Umwege nach Hause oder in eine andere geeignete Unterkunft zu begeben.
  • Dort müssen Sie sich in der Regel für 10 Tage absondern, das heißt ständig dort aufhalten, Kontakt zu anderen Personen auch im Haushalt möglichst vermeiden und keinen Besuch empfangen. Dieses Vorgehen wird Selbstisolierung genannt.

dann sind Sie verpflichtet:

  • sich unverzüglich nach Erhalt des Testergebnisses der/des Haushaltsangehörigen auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder in eine andere eine Quarantäne, ermöglichende Unterkunft zu begeben und
  • sich für einen Zeitraum von zehn Tagen nach Vornahme des zugrundeliegenden Tests ständig dort abzusondern.
  • Für dringende und unaufschiebbare Erledigungen, insbesondere Einkäufe von Lebensmitteln, Bankgeschäfte, Versorgung von Haustieren oder Arztbesuche, dürfen diese Personen, die nicht positiv getestet wurden, aber weiter die Wohnung verlassen. Treffen mit anderen Personen sind nicht erlaubt. Wir empfehlen, dass die notwendigen Erledigungen, wenn möglich von Freunden, Verwandten oder Bekannten übernommen werden.

Personen,

  • die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben (Geboosterte), oder
  • deren zweite Impfung weniger als drei Monate zurückliegt („frisch“ doppelt Geimpfte), und
  • genesene Personen die entweder eine maximal drei Monate zurückliegende erste Impfung oder eine zweite Impfung erhalten haben (geimpfte Genesene) oder
  • deren Infektion weniger als drei Monate zurückliegt („frisch“ Genesene).
     

Wichtig: Geimpfte und Genesene, die Krankheitssymptome für COVID-19 aufweisen, sind verpflichtet, unverzüglich einen Test auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchführen zu lassen.

 

  

Das für Sie zuständige Gesundheitsamt wird mit Ihnen und den Personen Ihres Hausstandes nach einem positiven PCR-Test in Kontakt treten. Werden diese als enge Kontaktperson eingestuft (was sehr wahrscheinlich ist), haben diese Personen nach der Coronavirus-Testverordnung des Bundes ein Anrecht auf einen kostenlosen Test. Durch diese zusätzlichen Tests wird deutlich, wer im Haushalt sich eventuell bereits noch infiziert hat. So kann eine weitere Übertragung besser verhindert werden.

Die Quarantäne für nicht selbst positiv getestete Haushaltsangehörige verkürzt sich durch den Test aber nur, wenn die Probenentnahme für einen Nukleinsäurenachweis (PCR-Test) frühestens am siebten Tag (Schnelltest durch Teststelle oder PCR-Test) vorgenommen wird. Für Schülerinnen und Schüler sowie für Kinder unter 6 Jahren und Kinder, die noch nicht eingeschult sind, ist bereits ein qualitativ hochwertiger Antigen-Test am fünften Tag der Quarantäne ausreichend. Das Testergebnis muss dem zuständigen Gesundheitsamt vorgelegt worden sein.

Personen, die Krankheitssymptome für COVID-19 aufweisen, sind in jedem Fall verpflichtet, unverzüglich einen Test auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchführen zu lassen.

Wir empfehlen auch im Zusammenleben im eigenen Hausstand zum gegenseitigen Schutz das Einhalten der Hygieneregeln. Regelmäßiges Händewaschen, das Niesen in die Armbeuge sowie das Abstandhalten (zum Beispiel Essen zu unterschiedlichen Zeiten oder das Aufhalten der Kontaktperson in einem anderen Raum) verringern das Risiko einer Übertragung. Wir sind uns bewusst, dass gerade letzteres praktisch oft schwierig umzusetzen ist. Entscheiden Sie in Ihrer individuellen Situation mit Ihrem Hausstand gemeinsam, wie Sie eine Übertragung der Infektion möglichst vermeiden können.

Informationen zur Einstufung von Kontaktpersonen und das Kontaktmanagement des RKI finden Sie hier.Öffnet sich in einem neuen Fenster

Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung kann es sein, dass die Kolleginnen und Kollegen der Gesundheitsämter nur schwer zu erreichen sind oder sich zeitverzögert bei Ihnen melden. Bitte beachten Sie trotzdem: Sollten Sie durch einen Test mittels Nukleinsäurenachweis (z.B. PCR-Test) oder einen Antigen-Test nachweislich positiv getestet sein, müssen Sie (und ggf. die Personen, die mit Ihnen in einem gemeinsamen Haushalt leben) sich absondern. Ein Merkblatt des RKI zu den Quarantäne- und Abstandsregeln finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Ich bin Kontaktperson

Wenn in bei einer Person in Ihrem Umfeld der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht, müssen Sie – sofern das Gesundheitsamt es nicht anordnet – zunächst nicht in Quarantäne. Sie sollten sich jeodch unbedingt testen lassen und solange Sie auf Ihr Testergebnis warten, ihre Kontakte herunterfahren, möglichst zuhause bleiben und sich umsichtig verhalten.

Auch wenn Sie keine Symptome haben, wenden Sie sich unverzüglich an Ihr zuständiges GesundheitsamtÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Die Mitarbeitenden dort können nach einem Gespräch mit Ihnen die persönlichen Maßnahmen empfehlen und über eine erforderliche Quarantäne entscheiden.

Hinweis: Auch wenn Sie im Gesundheitsamt nicht sofort jemanden erreichen. Bleiben Sie trotzdem unbedingt zuhause und meiden Sie Kontakte.

... Muss ich dann trotzdem die Quarantäne absolvieren?

Ja, sofern Sie nicht geimpft oder genesen sind. Ausgenommen von der Haushaltsquarantäne sind Personen,

  • die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben (Geboosterte), oder
  • deren zweite Impfung weniger als drei Monate zurückliegt („frisch“ doppelt Geimpfte), und
  • genesene Personen die entweder eine maximal drei Monate zurückliegende erste Impfung oder eine zweite Impfung erhalten haben (geimpfte Genesene) oder deren Infektion weniger als drei Monate zurückliegt („frisch“ Genesene).

Generell gilt für alle: Personen, die Krankheitssymptome für COVID-19 aufweisen, sind verpflichtet, unverzüglich einen Test auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchführen zu lassen. Denn nach der Infektion kann es einige Tage dauern, bis die Krankheit tatsächlich ausbricht und sich die Infektion mit einem Test nachweisen lässt. Die Quarantänedauer für Haushaltsmitglieder und enge Kontaktpersonen (z.B. Sitznachbarn) beträgt nach den aktuellen Empfehlungen 10 Tage.

Die Quarantäne kann durch ein negatives Testergebnis verkürzt werden. Für Haushaltsangehörige ist eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne durch einen PCR-Test bzw. einen Antigen-Test einer Teststelle frühestens am siebten Tag der Absonderung möglich durch Vorlage des negativen Testergebnisses beim zuständigen Gesundheitsamt.

Für Schülerinnen und Schüler sowie für Kinder unter 6 Jahren und Kinder, die noch nicht eingeschult sind, ist ein professionell von einer Teststelle oder einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführter Antigen-Test am fünften Tag der Quarantäne ausreichen. Das Testergebnis muss dem zuständigen Gesundheitsamt vorgelegt worden sein.

Die Isolierung für positiv getestete Personen endet 10 Tage nach der Durchführung des ersten positiven Testes, wenn das Gesundheitsamt nichts Anderes angeordnet hat.

Zur Verkürzung der Isolierung kann dem zuständigen Gesundheitsamt ein Nukleinsäurenachweis (PCR-Test) oder ein professioneller Antigentest vorgelegt werden, der nachweist, dass keine übertragungsrelevante Infektion mit SARS-CoV-2 mehr vorliegt (negatives Testergebnis oder Ct-Wert >30). Diese Testung darf frühestens am siebten Tag nach dem Nachweis der Infektion vorgenommen werden.

Für die Haushaltsangehörigen beträgt die Quarantänedauer ebenfalls10 Tage ab dem auslösenden Testergebnis.

Diese Quarantäne kann ebenfalls durch ein negatives Testergebnis verkürzt werden.

Dabei darf die Probenentnahme für einen Nukleinsäurenachweis (PCR) frühestens und für einen professionellen Antigen-Test frühestens am siebten Tag vorgenommen werden. Bei Schülerinnen und Schülern und Kindern vor der Einschulung kann bereits ein qualitativ hochwertiger Antigen-Test frühestens fünf Tage nach Beginn der Quarantäne ausreichen. Das Testergebnis muss dem zuständigen Gesundheitsamt vorgelegt worden sein.

Verdienstausfall

Sie haben für die Zeit der Absonderung gegebenenfalls Anrecht auf eine Verdienstausfallentschädigung nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes. Der Anspruch besteht nicht bei vorsorglicher Quarantäne für ungeimpfte Personen, beispielsweise als Kontaktperson, die bei einem vollständigen Impfschutz gegen SARS-CoV-2 nicht angeordnet worden wäre. Erforderlich ist ein geeigneter Nachweis über das positive Testergebnis. Dieser Anspruch besteht auch bei einem positiven Selbsttest, wenn dieser durch einen zeitlich naheliegenden Test mittels Nukleinsäurenachweis (z.B. PCR-Test) glaubhaft gemacht wird. Bei Arbeitnehmern erfolgt die Zahlung durch den Arbeitgeber. Dieser erhält seine Aufwendungen vom Land erstattet. Diesen Antrag können Sie auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Darmstadt stellen.

Zum AntragÖffnet sich in einem neuen Fenster

Ab dem 1. November 2021 haben Ungeimpfte in Hessen keinen Anspruch mehr auf eine Verdienstausfallentschädigung, wenn sie in Quarantäne müssen.

Informationen hierzu in der PressemitteilungÖffnet sich in einem neuen Fenster