Frau hält krankes Baby mit Masern auf dem Arm

Masern

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Fälschlicherweise gelten die Masern allgemein als ansteckende, aber harmlose Kinderkrankheit. Doch Masern sind nicht harmlos. Weltweit sind die hochansteckenden Masern eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern. Und dies, obwohl seit Jahrzehnten ein sicherer und wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht, der eine wirksame Prävention bis hin zur weltweiten Eindämmung von Maserninfektionen im Sinne der Elimination möglich macht.

Seit 1984 ist dies ein wesentliches gesundheitspolitisches Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), auf das die Regierungen der Mitgliedsländer hinarbeiten. Mit Hilfe von Impfprogrammen ist es in einem Land dann erreicht, wenn die Anzahl der Neuerkrankungen unter einem Fall pro einer Million Einwohner liegt, keine Masern bei der einheimischen Bevölkerung mehr auftreten und aus dem Ausland eingeschleppte Masern sich nicht weiter im Land ausbreiten.

Viele Länder haben diesen Standard bereits erreicht – Deutschland noch nicht. Zwar gehört hier die Schutzimpfung gegen Masern seit den 70er Jahren zu den allgemein empfohlenen Impfmaßnahmen für Kinder. Die Zwei-Dosen-Impfung gewährleistet einen sicheren und langanhaltenden Schutz gegen Masern.

Dennoch kommen Masern in Deutschland und leider auch in Hessen immer wieder vor. Dabei sind ungeimpfte oder nur einmal geimpfte Jugendliche und Erwachsene besonders häufig betroffen.

Diese Personengruppe sollte sich daher nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO)Öffnet sich in einem neuen Fenster unbedingt nachimpfen lassen.

Es ist das Ziel der Hessischen Landesregierung, ihren Teil dazu beizutragen, dass es immer weniger Masernfälle gibt.

Weitere Informationen zur Masern- und Röteln-Eliminierung in Europa hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.