Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Arbeitsmarktpolitik in Hessen

fotolia_7057823_s_dmitry_nikolaev_beschnitten_.jpg

Menschenmenge
© Dmitry Nikolaev / Fotolia.com

Aktivierende Arbeitsmarktpolitik des Hessischen Sozialministeriums

Der hessische Arbeitsmarkt war im Jahr 2011 von einer deutlichen Entspannung geprägt und hat sich im Jahr 2012 auf hohem Niveau stabilisiert. Langzeitarbeitslose und auch junge Menschen mit individuellen und sozialen Problemlagen konnten hiervon jedoch noch nicht in ausreichendem Maße profitieren.

Die Verbesserung der Arbeitsmarktintegration fördert das Land Hessen mit rund 30 Millionen Euro. Der Europäische Sozialfonds ist dafür unverzichtbar.

Die arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten konzentrieren sich auf Zielgruppen mit besonderen Problemen und helfen bei der Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Dazu zählen Langzeitarbeitslose, arbeitslose Jugendliche, alleinerziehende Eltern oder Berufsrückkehrende, die nach einer Familienzeit wieder berufstätig werden wollen.
Sie alle brauchen berufliche Perspektiven und die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe.

Die Förderphilosophie des „Ausbildungs- und Arbeitsmarktbudgets“

Die vom Hessischen Sozialministerium im Jahr 2011 neu eingeführte Arbeitsmarktförderung über „Ausbildungs- und Arbeitsmarktbudgets“ stößt bei den Kreisen und kreisfreien Städte auf große Zustimmung.
Mit der Bereitstellung von Landes- und ESF-Mitteln soll die Erwerbsintegration von Jugendlichen mit multiplen Problemlagen und Langzeitarbeitslosen besser und passgenauer gestaltet werden. Den Kreisen und kreisfreien Städten stehen für die regionalen „Ausbildungs- und Arbeitsmarktbudgets“ Mittel in Höhe von insgesamt rund 20 Mio. Euro zur Verfügung. Über die Verwendung der Mittel schließt das Hessische Sozialministerium jährliche Zielvereinbarungen mit den 26 Kreisen und kreisfreien Städten.

Ausbildungsbudget

Ziel der „Ausbildungsbudgets" ist, benachteiligte junge Menschen (unter 25 Jahre) in Ausbildung und möglichst zu einem Ausbildungsabschluss zu bringen sowie passgenaue und Regionen spezifische Vorbereitungsangebote für den Übergang von Schule und Beruf zu fördern. Die Kommunen sollen mit den Mitteln des Budgets ihre Aufgaben der Erwerbsintegration und Jugendberufshilfe noch einzelfallgerechter und passgenauer wahrnehmen können.

Arbeitsmarktbudget

Ziel der „Arbeitsmarktbudgets“ ist, die Kommunen als Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende, als Träger der Sozialhilfe, der Jugendhilfe und in Wahrnehmung ihres eigenen, in kommunaler Selbstverwaltung gestalteten Aufgabenkreises, soweit dadurch arbeitsmarktpolitische Fragen berührt sind, in ihrer aktiven Gestaltungskraft zu stärken.

Perspektivbudget für Ausbildung und Arbeit

Neben der Landesförderung über die „Arbeitsmarkt- und Ausbildungsbudgets“ gibt es noch einige spezifische Förderangebote in Höhe von rund 9 Mio. Euro über das „Perspektivbudget“ für Ausbildung und Arbeit des HSM. Angebote sind u.a.:

  • Mit rund 5,5 Mio. Euro bietet das HSM über das Programm „Qualifizierung und Beschäftigung“ für junge Menschen mit erheblichem Förderbedarf die Möglichkeit, ihren Hauptschulabschluss nachzuholen und in weiterführende Angebote der beruflichen Integration vermittelbar zu werden.
  • Gefördert werden Ausbildungskostenzuschüsse (AKZ) in Höhe von rund 2 Mio. Euro, um Unternehmen einen Anreiz zu geben, mit jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, Ausbildungsverträge abzuschließen.
  • Mit rund 1,5 Mio. Euro werden Modelle zur Verbesserung der Zielgruppenförderung gesteuert und finanziert über das Angebot „Impulse der Arbeitsmarktpolitik (IdeA)“ oder „Perspektive II“