Art der Seminare

Was gilt als politische Bildung?

Bildungsurlaubsveranstaltungen der politischen Bildung umfassen alle Bereiche des gesellschaftlich-politischen Lebens. Das Seminarangebot ist ein Spiegelbild aktueller politischer Themen und Auseinandersetzungen und beschränkt sich nicht nur auf Bereiche der Gemeinschafts- oder Staatsbürgerkunde.

Nach dem Hessischen Bildungsurlaubsgesetz muss jede Veranstaltung der politischen Bildung das Ziel verfolgen, das Verständnis der Beschäftigten für gesellschaftliche, soziale oder politische Zusammenhänge zu verbessern, um die Mitsprache in Staat, Gesellschaft oder Beruf zu fördern.

Veranstaltungen der politischen Bildung müssen keinen inhaltlichen Bezug zu dem aktuell ausgeübten Beruf haben.

Was ist berufliche Weiterbildung?

Bildungsurlaub zur beruflichen Weiterbildung hilft den Beschäftigten, ihre berufliche Qualifikation zu erhalten, zu verbessern oder zu erweitern. In Betracht kommen Veranstaltungen, in denen Schlüsselqualifikationen (z.B. Rhetorik, Kommunikation) vermittelt werden sowie Veranstaltungen zu besonderen, berufsübergreifenden Kenntnissen (z.B. EDV, Sprachen) oder zu fach- bzw. berufsspezifischen Aspekten.

Darüber hinaus müssen sich Veranstaltungen der beruflichen Weiterbildung nach dem Hessischen Bildungsurlaubsgesetz neben fachlichen Inhalten zwingend auch mit gesellschaftspolitischen Themen (zu einem Zeitanteil von mindestens 20 %) auseinandersetzen.

Beschäftigte müssen die Inhalte, die sie in Veranstaltungen der beruflichen Weiterbildung vermittelt bekommen, bei ihrem aktuellen Arbeitgeber im Rahmen ihrer ausgeübten beruflichen Tätigkeit gegenwärtig oder voraussichtlich zukünftig verwenden können (Berufsbezug).

Was gilt als Schulung zur Wahrnehmung eines Ehrenamtes

Durch Schulungen zur Wahrnehmung eines Ehrenamtes sollen Beschäftigte in die Lage versetzt werden, ein übernommenes Ehrenamt ausüben zu können. Neben der Vermittlung der erforderlichen und notwendigen Kenntnisse zur Ausübung des Ehrenamtes sind zugleich auch gesellschaftspolitischen Themen zu einem Zeitanteil von mindestens 20 % zu vermitteln.
Als Ehrenämter i.S. des Gesetzes geltend nur solche, die in Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten zur Stärkung des demokratischen Gemeinwesens oder in sonstigem besonderen Gemeinwohlinteresse ausgeübt werden. Die Bereiche ehrenamtlicher Tätigkeiten für deren Schulungen ein Anspruch geltend gemacht werden kann sind:

  • die Jugend- und Altenhilfe, insbesondere Hospizarbeit und Telefonseelsorge,
  • das Sozial- und Wohlfahrtswesen,
  • die Hilfe für Flüchtlinge, Vertriebene und Aussiedler,
  • der Sport, insbesondere die Tätigkeit als Übungsleiterin oder Übungsleiter, und
  • die rechtliche Betreuung nach § 1897 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs.

Zusatzinformation für hessische Arbeitgeber:

Das Erstattungsverfahren wird vom Regierungspräsidium Kassel, Steinweg 6, 34117 Kassel, abgewickelt. Für nähere Informationen zum Verfahren wenden Sie sich bitte an:
Helena Liebscher
Tel.: 0561 106 2615
Fax: 0561 106 1631
E-Mail: helena.liebscher@rpks.hessen.de