Wer hat Anspruch auf Bildungsurlaub?

Grundsätzlich haben alle mit ihrem Tätigkeitsschwerpunkt in Hessen Beschäftigte sowie hessische Auszubildende einen Anspruch auf Bildungsurlaub für anerkannte Veranstaltungen der politischen Bildung, beruflichen Weiterbildung oder Schulungen zur Wahrnehmung eines Ehrenamtes.

Der Anspruch wird erstmals erworben, wenn das Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnis seit mindestens sechs Monaten besteht. Das Gleiche gilt für Personen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Arbeitgeber als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen sind (freie Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, Heimarbeiterinnen/Heimarbeiter sowie ihnen Gleichgestellte) und für Beschäftigte in Werkstätten für Behinderte. Der Anspruch besteht für Beschäftigte der privaten Wirtschaft und des Öffentlichen Dienstes.

Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten fallen nicht unter das Hessische Bildungsurlaubsgesetz. Für diesen Personenkreis bestehen Sondervorschriften (z.B. die „Urlaubsverordnung für die Beamtinnen und Beamten im Lande Hessen“).

Für Ausbildende besteht jedoch eine Ausnahme - sie können können ihren Anspruch nicht für Seminare der beruflichen Weiterbildung geltend machen. Für die Dauer der Teilnahme an einer Bildungsurlaubsveranstaltung zahlt der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt bzw. die Ausbildungsvergütung weiter. Die Seminargebühren sind von den Beschäftigten selbst zu tragen.

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