Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV)

Stand: 15. April 2021

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Flugzeug im Landeanflug
© Jürgen Effner

Bundeseinheitliche Regelungen zur Einreise, Anmeldung und Testpflicht

Grundlage der Regelungen ist die ab dem 14. Januar 2021 geltende Coronavirus-Einreiseverordnung der Bundesregierung, die zuletzt am 26. März 2021 geändert wurde. Die Regelungen gelten für das gesamte Bundesgebiet. Die Regelungen zur Testpflicht für Einreisende, die in der bis 13. Januar 2021 geltenden Fassung der Corona-Quarantäneverordnung des Landes Hessen enthalten waren, wurden durch die bundeseinheitliche Regelung ersetzt.

Bitte beachten Sie: Die vom Land Hessen angeordnete Verpflichtung zur Absonderung nach der Einreise aus einem Risikogebiet gilt weiterhin. Wenn Sie aus dem Ausland nach Hessen einreisen und in den letzten 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet, Hochinzidenz-Gebiet oder Virusvarianten-Gebiet waren, müssen Sie sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Wege nach Hause bzw. in Ihre Unterkunft begeben. Dort müssen Sie sich für zehn Tage, wenn Sie in einem Risikogebiet oder Hochinzidenz-Gebiet waren, und für vierzehn Tage, wenn Sie in einem Virusvarianten-Gebiet waren, in Quarantäne begeben. Das bedeutet, dass Sie in dieser Zeit Ihre Wohnung / Ihre Unterkunft nicht verlassen dürfen. Diese Regel gilt auch, wenn Sie über ein anderes Bundesland nach Hessen einreisen. Während der Quarantäne unterliegen Sie der Beobachtung durch Ihr Gesundheitsamt.

Verstöße können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro verfolgt werden. Weitergehende Informationen finden Sie unter „Quarantäne-Bestimmungen für Einreisende“.

Was ist zu beachten?

Wie bisher müssen sich Einreisende, wenn sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, vor der Einreise unter registrieren und die Bestätigung bei Einreise mitführen. Die Bestätigung wird durch den Beförderer und gegebenenfalls zusätzlich durch die Bundespolizei im Rahmen einer Einreisekontrolle kontrolliert; darüber hinaus führt die Bundespolizei auch Kontrollen anlässlich ihrer grenzpolizeilichen Aufgaben durch (z.B. bei Einreise auf dem Landweg). Risikogebiete werden vom Robert-Koch-Institut ausgewiesen: https://www.rki.de/covid-19-risikogebiete.

  • Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen spätestens 48 Stunden nach Einreise über ein negatives Testergebnis oder ein entsprechendes ärztliches Zeugnis verfügen. Dieses müssen sie dem zuständigen Gesundheitsamt auf Anforderung vorlegen. Die Anforderung kann innerhalb von 10 Tagen nach Einreise erfolgen. Der zugrundeliegende Test muss die Anforderungen des Robert-Koch-Instituts (https://www.rki.de/covid-19-tests) erfüllen. Das zuständige Gesundheitsamt ist im Internet unter https://tools.rki.de/plztool/ ermittelbar. Für die Durchführung des Tests ist man von der Quarantäne befreit. Zur Testung können Sie ein privates Testzentrum aufsuchen oder eine sonstige Testmöglichkeit (Testzentren in Hessen: https://www.kvhessen.de/coronatests/) nutzen.
  • Wer aus einem beliebigen Gebiet im Ausland mit dem Flugzeug nach Deutschland einreist oder aus einem Gebiet mit einem besonders hohen Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion einreist, in dem besonders hohe Inzidenzen bestehen (sogenanntes Hochinzidenzgebiet) oder besonders ansteckende Virusvarianten (sogenanntes Virusvarianten-Gebiet) verbreitet sind, muss sich bereits vor Abreise testen lassen, da ein Nachweis bei Einreise auf Anforderung der zuständigen Behörde oder der Bundespolizei vorgelegt werden muss. Bei Nutzung eines Beförderers ist der Nachweis dem Beförderer bereits vor der Abreise vorzulegen. Gebiete mit besonders hohem Risiko sind Gebiete, in denen aufgrund der Verbreitung von Mutationen des Virus oder wegen besonders hoher Inzidenzen ein besonderes Eintragsrisiko besteht, werden ebenfalls auf Internetseite des Robert Koch-Instituts (Link: https://www.rki.de/covid-19-risikogebiete) veröffentlicht.
  • Weiterhin besteht die Pflicht auch bei einem negativen Testergebnis das zuständige Gesundheitsamt (https://tools.rki.de/plztool/) unverzüglich zu kontaktieren, wenn nach der Einreise typische Symptome (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber oder Geruchs- oder Geschmacksverlust) einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 auftreten.

Muss ich mich auch testen lassen, wenn ich mich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten habe?

Ja, Sie müssen sich in jedem Fall testen lassen, bevor Sie mit dem Flugzeug aus dem Ausland nach Hessen einreisen.

Sie haben vor dem Abflug im Ausland dem Beförderer einen entsprechenden Nachweis vorzulegen. Diesen Nachweis müssen Sie bei Einreise mitführen und auf Anforderung dem Gesundheitsamt oder der Grenzpolizei vorlegen.

Wer weist die „Hochinzidenzgebiete“ und „Virusvarianten-Gebiete“ aus und wie werden diese eingeteilt?

Das Bundesministerium für Gesundheit stellt im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat fest, ob ein besonders hohes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in einem Gebiet vorliegt und weist dieses entsprechend aus.

Hochinzidenzgebiete: Risikogebiete, in denen eine besonders hohe Inzidenz für die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, werden als Hochinzidenzgebiete bezeichnet (https://www.rki.de/covid-19-risikogebiete). Virusvarianten-Gebiete: Dies sind Gebiete mit einem besonders hohen Infektionsrisiko durch verbreitetes Auftreten bestimmter SARS-CoV-2 Virusvarianten.

Um eine Ausbreitung von Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Bundesrepublik Deutschland zu verhindern, hat die Bundesregierung mit einer Rechtsverordnung - Verordnung zum Schutz vor einreisebedingten Infektionsgefahren in Bezug auf neuartige Mutationen des Coronavirus SARS-CoV-2 nach Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag (Coronavirus-Schutzverordnung – CoronaSchV) – ein Beförderungsverbot ab dem 30. Januar 2021 für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten– vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen – verhängt. Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier und zusätzlich auch hier auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.

Gibt es Ausnahmen von den allgemeinen Regelungen (Quarantäne-, Anmelde-, Test- / Nachweispflichten)?

Ja, es gibt Ausnahmen. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Personen von der Anmeldung ihrer Einreise oder von der Testpflicht / Nachweispflicht ausgenommen, letzteres aber nur, wenn sie zusätzlich keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen.

Folgende Ausnahmen gelten, wenn Sie symptomlos sind und nicht aus einem Hochinzidenzgebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreisen:

Von der Anmelde-, von der Testpflicht und von der Nachweispflicht eines negativen Testergebnisses sind ausgenommen:

Durchreisende, Grenzverkehr, Transporte

  • Durchreisende, die ohne Zwischenaufenthalt durch ein Risikogebiet oder durch die Bundesrepublik Deutschland durchreisen
  • Personen, die sich weniger als 24 Stunden im Rahmen eines Grenzverkehrs in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen
  • Personen, die bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren.
  • Grenzpendler*innen / Grenzgänger*innen müssen ihre Anmeldepflicht nur einmal wöchentlich erfüllen.

Von der Testpflicht und von der Nachweispflicht eines negativen Testergebnisses sind ausgenommen:

  • Kinder unter sechs Jahren
  • Personen, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Grenzpendler*innen / Grenzgänger*innen
  • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen,
  1. die in der Bundesrepublik Deutschland ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in einem Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler), oder
  2. die in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in die Bundesrepublik Deutschland begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzgänger),

Private Besuche und beruflich dringend erforderliche Gründe

  • bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden
    • Personen, die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten, Lebenspartners oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts,
    • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist, und dies durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber bescheinigt wird,
    • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte hochrangige Mitglieder des diplomatischen und konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen und Regierungen,
    • Polizeivollzugsbeamte aus Staaten, die den Schengen-Besitzstand vollständig anwenden, in Ausübung ihres Dienstes.

Das Vorliegen der Voraussetzungen einer Ausnahme ist auf Verlangen der Behörde nachzuweisen.

Gibt es Ausnahmen, wenn ich aus einem Hochinzidenzgebiet einreise oder falle ich unter die allgemeinen Regelungen (Quarantäne-, Anmelde-, Test- / Nachweispflichten)?

Ja, es gibt auch Ausnahmen für Einreisende aus Hochinzidenzgebieten. Diese betreffen:

Sowohl die Anmeldepflicht als auch die Testpflicht und die Nachweispflicht eines negativen Testergebnisses für

  • Personen, die durch ein Hochinzidenzgebiet lediglich durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,
  • Personen, die nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und diese auf schnellstem Wege wieder verlassen, um die Durchreise abzuschließen,
  • Personen, die als Teil von offiziellen Delegationen über das Regierungsterminal des Flughafens Berlin Brandenburg oder über den Flughafen Köln / Bonn nach Deutschland zurückreisen und sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben,

Die Testpflicht und die Nachweispflicht eines negativen Testergebnisses

  • bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden und bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte für Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren,
  • für Kinder unter sechs Jahren
  • für Personen, bei denen in begründeten Einzelfällen die zuständige Behörde im Sinne des Infektionsschutzgesetzes weitere Ausnahmen bei Vorliegen eines triftigen Grundes erteilt hat.

Gibt es Ausnahmen, wenn ich aus einem Virusvarianten-Gebiet einreise oder falle ich unter die allgemeinen Regelungen (Quarantäne-, Anmelde-, Test- / Nachweispflichten)?

Hierzu gibt es keine Ausnahmeregelungen. Wenn Sie aus einem Virusvarianten-Gebiet einreisen, müssen Sie Ihre Einreise anmelden und vor Einreise nachweisen, dass keine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Von der Testpflicht sowie von der Nachweispflicht eines negativen Testergebnisses sind lediglich Kinder unter sechs Jahren ausgenommen. Die Pflicht zur Quarantäne besteht weiterhin. Informationen finden Sie unter „Quarantäne-Bestimmungen für Einreisende“.

Müssen Kinder auch getestet werden?

Für Kinder unter sechs Jahren gilt eine Ausnahme von der Testpflicht sowie von der Nachweispflicht eines negativen Testergebnisses. Sie müssen nicht getestet werden, wenn sie keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen. Für sie besteht aber ungeachtet dessen die Quarantäneverpflichtung.

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