Mehrgenerationenhäuser

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Kleiner Junge mit Senior im Garten
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Die vom Bund geförderten Mehrgenerationenhäuser sind Anlaufstellen und Begegnungsstätten für Jung und Alt. In den Mehrgenerationenhäusern helfen sich generationsübergreifend alle auf vielfältige Art und Weise. Bürgerschaftlich Engagierte und professionelle Kräfte arbeiten auf Augenhöhe zusammen. Sie nutzen das Erfahrungswissen und die Potenziale aller Generationen, gehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Generationen ein und bieten das an, was vor Ort gebraucht wird. Nur so kann der Gedanke des Mit- und Füreinander unter einem Dach gelebt werden.

Aktionsprogramm "Mehrgenerationenhäuser"

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat im Jahr 2006 das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser I ins Leben gerufen. Mit Beginn des Jahres 2012 startete das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II mit einer Laufzeit bis Ende 2016. Am 1. Januar 2017 startete dann das neue Bundesprogramm (Laufzeit von 2017 – 2020) zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Damit wurde das bis Ende 2016 laufende Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II in eine weitere Förderung überführt.

Das neue Bundesprogramm ermöglicht den Mehrgenerationenhäusern mehr Flexibilität in ihrer Arbeit, damit sie ihre Angebote noch besser an den jeweiligen Ausgangslagen und Bedarfen vor Ort ausrichten können und Kommunen stärken. Statt vier – wie im Aktionsprogramm II – wird es künftig nur noch zwei inhaltliche Schwerpunkte geben, in deren Rahmen die Häuser ihre Angebote bedarfsgerecht und möglichst flexibel gestalten können: die Bewältigung des demografischen Wandels (obligatorisch) und die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte (zusätzlich fakultativ). Es werden drei Querschnittsziele verfolgt: generationenübergreifende Arbeit, Einbindung freiwilligen Engagements und Sozialraumorientierung.

Das neue Bundesprogramm zielt auf eine stärkere Verankerung der Mehrgenerationenhäuser in den Kommunen. Dies soll neben der wie bisher im Aktionsprogramm II bereits erforderlichen Kofinanzierung von Kommune, Landkreis oder Land durch einen Beschluss der kommunalen Vertretungskörperschaft erfolgen. Ziel ist, dass die Kommunen die Mehrgenerationenhäuser in ihre Planungen zur Bewältigung des demografischen Wandels im Sozialraum einbinden.

Unverändert zum Aktionsprogramm II bleibt im neuen Programm die Gesamtfördersumme je Haus in Höhe von jährlich 40.000 Euro bestehen, welche sich wie bisher aus einem Bundeszuschuss in Höhe von 30.000 Euro und dem Kofinanzierungsanteil in Höhe von 10.000 Euro von Kommune, Landkreis oder Land zusammensetzt.

In Hessen werden aktuell 39 Mehrgenerationenhäuser gefördert. Davon erhalten 10 Mehrgenerationenhäuser für die Unterstützung von Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen eine Sonderförderung (von 5.000 – 15.000 €).

 

 

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