Förderung

Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB)

138146690_artikel.jpg

Lachende Kinder
© yaruta / Thinkstockphotos.com

Die Landesförderung für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege ist im Zweiten Teil des HKJGB gebündelt. Hierdurch sind die Fördersystematiken vereinheitlicht und übersichtlich. Zudem enthält das HKJGB die Bestimmungen zu den Rahmenbedingungen für den Betrieb einer Kindertageseinrichtung.

Die Landesförderung für Tageseinrichtungen richtet sich nach der Anzahl der in den Einrichtungen betreuten Kinder zum Stichtag 1. März. Damit erhält jedes Kind in einer Tageseinrichtung künftig nach Alter und Betreuungsdauer dieselbe Förderpauschale.

Pauschalen für Träger von Kindertageseinrichtungen

Die Betriebskostenförderung für Tageseinrichtungen für Kinder erfolgt in Form verschiedener Pauschalen:

  • Grundpauschale (je nach Alter und Betreuungsumfang)
  • Qualitätspauschale (für jedes Kind in Einrichtungen, die nach dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen arbeiten)
  • Pauschalen für Schwerpunkt-Kitas (mit hohem Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund oder aus einkommensschwächeren Familien)
  • Pauschale zur Förderung von Kindern mit Behinderung
  • Kleinkita-Pauschale

Das Gesetz umfasst außerdem die Landesförderung für die Kindertagespflege, für die Fachberatung, für die Beitragsfreistellung im Kindergarten, für die so genannte „Kleine Bauförderung“ sowie für Modellprojekte und ähnliches. Zudem werden im HKJGB Mindeststandards für Tageseinrichtungen verbindlich festgeschrieben. Der personelle Mindestbedarf einer Tageseinrichtung ist dabei kindbezogen zu errechnen. Damit besitzen die Träger den erforderlichen Gestaltungsspielraum bei der Organisation des Kita-Alltags. Der personelle Mindestbedarf pro Kind errechnet sich nach Alter und Betreuungsumfang. Zuzüglich zu dem errechneten kindbezogenen Mindestfachkraftbedarf sind 15 Prozent an Ausfallzeiten für Krankheit, Urlaub und Fortbildung vorzuhalten.

Schließen