Modellprojekte zur Kindertagespflege in Hessen

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Ein Mann und ein Mädchen backen Kuchen
© Thinkstockphotos

Was bewegt die in der Kindertagespflege Tätigen vor Ort, wie kann die Attraktivität des Kinderbetreuungsangebotes gesteigert werden? Wie können Tagespflegepersonen gewonnen werden, welche Rahmenbedingungen braucht es in der Kindertagespflege, welche Erwartungen haben Eltern, wie können die verschiedenen Bildungs- und Lernorte konstruktiv zusammenarbeiten?

Diesen und vielen anderen Fragestellungen gehen Modellprojekte nach, an denen sich das Land Hessen beteiligt oder die das Land initiiert.

TaKKT II – Kooperationsprojekt zwischen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen

In den Jahren 2004 bis 2007 wurde das hessische Modellprojekt „TaKKT“ (Tagespflege in Kooperation mit Kindertageseinrichtungen) an verschiedenen Standorten in Hessen durchgeführt.

Ziel des Projektes war es, Kooperationen zwischen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen zu entwickeln und zu verstetigen.
Ab dem Jahr 2015 erfolgt eine Fortsetzung des Kooperationsprojektes auf der Grundlage des Themenfeldes der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung von Kindern (TaKKT II). 
Nähere Informationen zu dem bereits abgeschlossenen Projekt „TaKKT“ sowie zu seiner Fortsetzung („TaKKT II“) können Sie dem Internetauftritt des Projektträgers, dem Institut für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz, unter www.ikj-mainz.de oder dem Internetauftritt des Hessischen Kindertagespflegebüros als Kooperationspartner unter www.hktb.de entnehmen.
 

Bildungsort Esstisch

Das Land beteiligt sich an Fortbildungsveranstaltungen der Verbraucherzentrale Hessen e. V. mit dem Titel „Bildungsort Esstisch“.  Hierin werden theoretische und praktische Grundlagen einer bedarfsgerechten Kinderernährung vermittelt, die inhaltlich eng mit dem Bildungsziel „Ernährung“ des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplanes (BEP) verknüpft sind. Sie richten sich vor allem an Fachkräfte im Kita-Bereich und in der Kindertagespflege, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachdienste beider Bereiche und an interessierte Eltern. Dem Internet-Auftritt der Verbraucherzentrale Hessen e.V. sind weitere Informationen zu entnehmen.

Auf die Eltern kommt es an

Von Mitte 2011 bis Ende 2013 lief das hessische Projekt „Auf die Eltern kommt es an“, das das Institut für Kinder- und Jugendhilfe Mainz (IKJ) in Zusammenarbeit mit Herrn Professor Dr. mult. W. Fthenakis und dem Institut für Frühpädagogik in München durchgeführt hat. An drei hessischen Modellstandorten, und zwar in der

  • Region Nord mit Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen in Baunatal, Grebenstein, Schauenburg und Vellmar,
  • der Region Mitte mit Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen in Limburg, Bad Camberg und Beselich und
  • der Region Süd mit Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen in Neu-Isenburg, Darmstadt und Mühltal

wurde die Eingewöhnungszeit der unter dreijährigen Kinder in eine Kindertageseinrichtung oder in die Kindertagespflege besonders in den Blick genommen und aktiv dafür genutzt, von Anfang an eine positive Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Fachkräften zu entwickeln. Nähere Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie auf den Internet-Seiten des Instituts für Kinder- und Jugendhilfe Mainz.

Pilotprojekt Kindertagespflege – Qualität und Professionalität durch Kontinuität und sichernde Rahmenbedingungen

Im Pilotprojekt sind sieben hessische Standorte in der Zeit von 2007 bis Anfang 2010 der Frage nachgegangen, mit welchen Maßnahmen die Kindertagespflege vor Ort vorangebracht werden kann. Projekträger war die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie in Bensheim. Das Projekt hat gezeigt, wie vielfältig die Kindertagespflege ist und was sie leistet. Die Ergebnisse des Projektes und darüber hinaus viele Informationen rund um die Kindertagespflege sind im Praxisleitfaden „Sichernde Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege“ enthalten, der im Downloadbereich heruntergeladen werden kann.

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