Gewaltprävention / Violence Prevention

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Schatten einer Frau
© HSM

Aufgabe von Politik ist es, die Bürgerinnen und Bürger vor Gewalt zu schützen - erst recht, wenn die Gewalt sich im Verborgenen abspielt. Insbesondere Frauen und Mädchen und Jungen als Opfer häuslicher Gewalt bedürfen des Schutzes des Staates.

Aktionsplan zur Bekämpfung der Gewalt im häuslichen Bereich

Um den Schutz vor Partnergewalt zu verbessern, hat die Hessische Landesregierung 2004 einen Aktionsplan zur Bekämpfung der Gewalt im häuslichen Bereich aufgelegt und 2011 aktualisiert; die Vernetzung unterstützt eine Landeskoordinierungsstelle. Das Gewaltschutzgesetz, das nach dem Prinzip „Wer schlägt, muss gehen“ funktioniert, wird konsequent mit Unterstützung des polizeilichen Platzverweises umgesetzt. Sowohl die Zuflucht und Beratung koordinieren vor Ort Runde Tische und Interventionsstellen.

Die hessischen Anleitungen "Ärztliche Dokumentation bei häuslicher Gewalt", "Befunderhebung, Spurensicherung, Versorgung bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt", “Gewalt gegen Kinder” und “Handlungsempfehlungen für Zahnärzte und Zahnärztinnen im Umgang mit häuslicher und sexualisierter Gewalt“ bieten den Gesundheitsberufen eine Orientierung für die Erstellung eines gerichtsverwertbaren Attests und auch für die verbesserte Versorgung.

Die wissenschaftliche Evaluation der Praxis ist gesichert. Die Förderung von Frauenhäusern, Beratungsstellen und Notrufzentralen ist ebenso Teil der Schutzmaßnahmen gegen physische, psychische und sexualisierte Gewalt. Darüber hinaus wird der Schutz vor Kindesmissbrauch und -vernachlässigung ausgebaut.

Beratungsstellen die Opfer des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung

Deutschland trägt als Transit- und Zielland für den Menschenhandel eine erhöhte Verantwortung für dessen Bekämpfung. Auch hierzu wurde 2008 eine verbindliche Vereinbarung über die Kooperation zwischen staatlichen und privaten Hilfsorganisationen zum Schutz von Menschenhandelsopfern in Hessen abgeschlossen. In Hessen begleiten zwei Beratungsstellen die Opfer des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung.

Violence Prevention

Violence prevention and harm reduction are a central focus in the Hesse Department of Social Welfare, a state-level ministry in Germany, with special emphasis on violence in the family, trafficking in human beings, youth aggression and crime. The Department of Social Welfare is responsible for policies and legislative reforms promoting gender equality and supporting family, youth, and seniors, healthy communities, services for populations with special needs, public health and occupational health, the health professions, social security, labour promotion schemes and social entrepreneurship.

A leader in violence prevention, the Hesse Department of Social Welfare finances continuing education for professionals, parenting and care-giver skill-building initiatives, in addition to advocacy, counseling and shelters to reduce harm to violence victims. In 2009 the state budget secured funding for a Violence Prevention in Health Programme to facilitate knowledgeable health actor responses to violence and increase cooperation with protective services. In 2010 a pilot project was run in dentistry, enabling Hesse to publish the nation’s first scientifically validated dental health service protocol for documenting interpersonal violence, in particular intimate partner violence. Also in 2010 the nation’s first public health walk-in assessment centre for violence victims was set up in Fulda (Schutzambulanz Fulda ).

The Hesse Department of Social Welfare has been instrumental in creating formalized and sustainable multi-institutional cooperation in Hesse and internationally. The Department’s task forces involve experts from public agencies, NGOs and research. These advise on cabinet-level action plans, policy documents as well as pragmatic tools, such as health sector protocols for victims of intimate partner violence, sexualized violence and child abuse and neglect. Hesse violence prevention is also informed by research supported by competitive state, national and European grant funding. The Department continually contributes to European violence prevention projects and is a founding member of the world-wide Violence Prevention Alliance, an initiative of the World Health Organization to reinforce scientifically informed collaboration between sectors and across borders.