Heimerziehungsfonds für ehemalige Heimkinder in Hessen

fonds_heimerziehung.jpg

Fonds Heimerziehung
© HSM

Heimerziehung in der Zeit von 1949 – 1975

In Heimen der Bundesrepublik haben zahlreiche Kinder und Jugendliche in der Zeit zwischen 1949 und 1975 viel Leid erfahren müssen. Viele Betroffene leiden heute noch seelisch und materiell unter den Spätfolgen. Das erlebte Leid spricht aus den zahlreichen Erfahrungs- und Lebensberichten ehemaliger Heimkinder und wurde in den letzten Jahren auch durch die öffentliche Berichterstattung zunehmend erkannt und von der Politik und Öffentlichkeit anerkannt.

Auf der Grundlage der Empfehlungen des Runden Tischs (West) „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ sowie den darauf aufbauenden Beschlüssen der Jugendminister/innen vom 27. Mai 2011 und des Deutschen Bundestages vom 07. Juli 2011 wurde ein Fonds „Heimerziehung in der Zeit von 1949 bis 1975“ errichtet.

Der ursprünglich mit 120 Mio. Euro ausgestattete Fonds wurde auf ca. 301 Mio. Euro aufgestockt, nachdem die Gelder frühzeitig aufgebraucht waren. Außerdem wurde die Laufzeit des Fonds bis zum 31.12.2018 verlängert.

Ehemalige Heimkinder können Leistungen aus dem Fonds erhalten

Als Geste der Entschuldigung und zur Linderung von Nachteilen beteiligt sich das Land Hessen bis zum Fondsende mit rund 6,2 Millionen Euro an dem bundesweit aufgelegten Fonds. Ehemalige Heimkinder, die heute in Hessen ihren Wohnsitz haben, können hier Leistungen aus dem Rentenersatzfonds und/oder dem Fonds für Folgeschäden aus der Heimerziehung erhalten. Für die Beratung der Betroffenen und die Erarbeitung des Hilfebedarfs sind in Hessen sechs Anlauf- und Beratungsstellen eröffnet worden. Hier können sich ehemalige Heimkinder informieren. Weiterhin konnte man hier bis zum 31.12.2014 seinen Bedarf an materiellen Hilfen und/oder Rentenersatzleistungen anmelden.

Die vorliegende Veröffentlichung informiert darüber, welche Hilfestellungen und Leistungen in Anspruch genommen und wo diese beantragt werden können.

Gedruckte Exemplare der Broschüre können bei Frau Buikat bestellt werden: alexandra.buikat@hsm.hessen.de

Weitere Informationen zum Fonds „Heimerziehung 1949–1975 in der Bundesrepublik Deutschland“ sowie zu den hessischen Anlauf- und Beratungsstellen erhalten Sie unter folgenden Links: