Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung unterstützen und schützen

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Trauriges Kind
© HSM

Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern ist eine der zentralen Aufgaben, die von Eltern wahrgenommen wird. Um Eltern in der Umsetzung dieser Aufgabe zu unterstützen, existiert ein differenziertes Angebot außerhalb der Familie, in welchem Kinder in ihrer Freizeit neben der Schule vielfältige Lebenserfahrungen machen können.

Insbesondere den Angeboten der Jugendarbeit kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu, da diese an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen. Hier treffen sie sich mit Freundinnen und Freunden und hier erfahren sie die Möglichkeit, Engagement in eigener Selbstbestimmung einzubringen. Vielfach entsteht hier auch ein besonderes Verhältnis des Vertrauens zwischen allen Beteiligten.

Gefährdung des Kindeswohls

So stehen ehrenamtlich in der Jugendarbeit Engagierte als Vertrauenspersonen in einem direkten und oft engen Verhältnis zu Kindern und Jugendlichen. Dabei ist es unverzichtbar, dass sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit mit Fragen der Verletzung dieses Vertrauens und einer Gefährdung des Kindeswohls in der Jugendarbeit selbst wie auch mit Hinweisen auf eine Gefährdung des Kindeswohls außerhalb der Angebote der Jugendarbeit auseinander setzen.

Von einer Gefährdung des Kindeswohls wird gesprochen, wenn Kinder und Jugendliche einer Situation ausgesetzt sind, die sehr wahrscheinlich zu einer geistigen, körperlichen oder seelischen Schädigung des Kindes führen wird und die individuelle und soziale Entwicklung erheblich beeinträchtigt. Ursachen hierfür können vielfältig sein. Eine Ursache, die in dieser Veröffentlichung im Mittelpunkt steht, ist sexuelle Gewalt.

Leitfaden für ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen

Um ehrenamtlich Engagierte in der Jugendarbeit in ihrem Engagement zu unterstützen, sie über den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung zu informieren und zu befähigen, mit diesem Auftrag angemessen umgehen zu können, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration diese Veröffentlichung publiziert:

„Irgendetwas stimmt da nicht …“ Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung in der Jugendarbeit.
Leitfaden für ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen

Sie soll helfen, damit Ehrenamtliche akute Gefährdungen eines Kindes oder Jugendlichen erkennen und einschätzen können, wie sinnvoll und angemessen weiter vorzugehen ist.