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Kinderrechte und Partizipation

Die Partizipation von Jugendlichen in Einrichtungen der Erziehungshilfe

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Jugendliche stehen im Kreis und halten Hände übereinander
© iStock/Paolo Cipriani

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration unterstützt den Landesheimrat als gewählte Vertretung von Kindern und Jugendlichen in hessischen Einrichtungen der Erziehunghilfe und den Verein Kinder- und Jugendvertretung Hessen e.V. (sog. Heimratsberater).

Es veranstaltet jährlich die fünftägige sogenannte „Ronneburg-Tagung“ zur Fortbildung von Jugendlichen und Fachkräften.

Bereits seit den siebziger Jahren setzt Hessen einen Schwerpunkt in seiner Arbeit im Bereich der stationären Jugendhilfeeinrichtungen auf die Förderung der Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte von Kindern und Jugendlichen. Seit den achtziger Jahren werden dazu Jahrestagungen mit Jugendlichen und Fachkräften durchgeführt. Seit mehr als 20 Jahren besteht auch eine Landesarbeitsgemeinschaft der Heimratsberater (Verein Kinder- und Jugendbeteiligung Hessen e.V.), in der sich pädagogische Fachkräfte engagieren. Der Landesjugendhilfeausschuss (LJHA) hat im November 2000 die Empfehlungen zu den „Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechten junger Menschen“ in Einrichtungen beschlossen.

In Hessen hat sich auf diese Weise frühzeitig eine Kultur der Mitbestimmungsarbeit in Einrichtungen über sogenannte Heimräte gebildet. Damit nimmt Hessen bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Im Jahr 2011 haben diese Entwicklungen Eingang in das Bundeskinderschutzgesetz gefunden. Seither sind Einrichtungsträger verpflichtet, im Rahmen der Betriebserlaubnisverfahren Beteiligungs- und Beschwerdekonzepte vorzulegen (§ 45 SGB VIII).