Landessozialberichte Hessen

1.  Landessozialbericht (2012)

Am 10.05.2012 wurde durch Sozialminister Stefan Grüttner der 1. Hessische Landessozialbericht vorgelegt. Er liefert eine umfassende Darstellung wichtiger, detaillierter Informationen über die Lebensbedingungen der Menschen in unserem Land. Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung aber auch allgemein Interessierte erhalten mit dem 1. Landessozialbericht erstmals einen breiten Überblick über alle notwendigen Zahlen, Fakten und Argumente. Die umfassende Datenbasis stellt einen ersten Baustein für eine vorausschauende Sozialpolitik dar und hilft damit präventive Ansätze der hessischen Sozialpolitik zu unterstützen.

2.  Landessozialbericht (2017)

Mit Blick auf den 1. Landessozialbericht hat sich gezeigt, dass eine umfassende Datenbasis allein noch nicht ausreicht, um eine breit angelegte öffentliche und politische Diskussion zu fundieren. Aus diesem Grund wurde der Landessozialbericht weiterentwickelt. Im Ergebnis verfolgt das Konzept des 2. Landessozialberichts einen mehrdimensionalen Ansatz mit dem Ziel, die Balance zwischen der großen Bandbreite relevanter Einflussfaktoren auf die Verwirklichungschancen einerseits und der unabdingba­ren Vereinfachung andererseits sicherzustellen. Ferner greift die neue Studie neben einer datenorientierten Analyse der sozialen Situation der Menschen in Hessen auch nichtmaterielle Indikatoren auf und unterscheidet sich vor allem in den nachfolgenden Punkten vom Vorgängerbericht:

  • Zum Ersten wird in der Studie in Erweiterung des Ressourcenansatzes –  durch multidimensionale synoptische Auswertungen jeweils eines Sets von Indikatoren – einzelnen Lebenslagenbereichen Rechnung getragen.
  • Zum Zweiten geht der Bericht mit einer eigens für den Sozialbericht konzipierten empirischen Zusatzerhebung (schriftl. Haushaltsbefragung) über rein sekundärstatistische Analysen (amtliche bzw. administrative Statistiken) hinaus. Dadurch werden im 2. Landessozialbericht erstmals auch qualitative Informationen einbezogen.
  • Drittens liegt der Schwerpunkt der Analyse im Bereich „Kinderarmut“. Zur vertiefenden Analyse des Themas wurde ein eigenes Kapitel ausgearbeitet.
  • Viertens basiert die Studie auf neuen empirisch-methodischen Verfahren (Einsatz mikrodatenbasierter Sensitivitätsanalysen).
  • Fünftens wird der 2. Landessozialbericht durch Inputs von Experten aus sozialen und politischen Institutionen im Rahmen eines vom Landtag einberufenen Beirats ergänzt. Die Ergebnisse wurden eigens in einem – den wissenschaftlichen Teil ergänzenden – Berichtsteil dargestellt.

Durch die kompaktere Darstellung der Indikatoren werden im 2. Landessozialbericht auf rund 330 Seiten in hoch verdichteter Form Daten, Fakten und Schlussfolgerungen zur Verfügung gestellt.

Wissenschaftliche Institute

  • INIFES (Institut für Empirische Sozialökonomie)
  • FASO (Dr. Faik Sozialforschung)
  • Behrend-Institut
  • Prof. Dr. Huster, Universität Gießen

Beiratsinstitutionen und weitere Beteiligte

  • agah (Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen)
  • DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen)
  • Goethe Universität Frankfurt/M.
  • HSGB (Hessischer Städte- und Gemeindebund)
  • HST (Hessischer Städtetag)
  • HSL (Hessisches Statistisches Landesamt)
  • HLT (Hessischer Landkreistag)
  • IHK Hessen (Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern)
  • Landeshauptstadt Wiesbaden
  • LIGA (Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e.V.)
  • LJHA (Landesjugendhilfeausschuss Hessen)
  • VdK (Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.)
  • VhU (Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V.)