Sozialindikatoren

Soziale Indikatoren messen soziale Phänomene oder Prozesse. Sie werden verwendet, um z. B. politische Entscheidungsträger über den Stand und die Entwicklung spezifischer Aspekte und die Auswirkungen bestimmter Maßnahmen zu informieren. Anders als in den Sozialberichten ermöglichen sie eine dauerhafte Analyse der sozialen Situation und des sozialen Wandels. Dadurch wird es möglich, einzelne Bundesländer über Jahre hinweg miteinander zu vergleichen und Stärken und Schwächen gegenüber anderen Gebietseinheiten herauszuarbeiten. Die einzelnen Indikatoren werden auf unterschiedlicher Ebene von verschiedenen Institutionen berechnet, so z. B. durch die OECD, Eurostat, das Statistische Bundesamt, die Statistischen Ämter der Länder und die Bundesagentur für Arbeit. In Deutschland bilden die auf dieser Basis gewonnenen Ergebnisse den Kern der Sozial- sowie Armuts- und Reichtumsberichterstattung von Bund und Ländern.

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Sozialindikatoren finden Sie hier:

Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik

Über das Wohlergehen der Europäer

Sozialindikatoren

Geld auf Handfläche
Armutsgefährdungsschwelle
Die Armutsgefährdungsschwelle wird bei 60 % des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung (in Privathaushalten) in der betrachteten Region angesetzt.
Detailaufnahme einer 2-Euro-Münze
Armutsgefährdungsquote (gemessen am Bundesmedian)
Üblicherweise wird zur Sozialberichterstattung die Armutsgefährdungsquote als Ergebnis der amtlichen Mikrozensuserhebungen herangezogen.
Euro-Scheine und -Münzen liegen auf dem Tisch.
Gini-Koeffizient
Ein häufig verwendetes Verteilungsmaß ist der Gini-Koeffizient.
Förderung
Einkommensreichtumsquote
Das Pendant zur Armutsgefährdungsquote bildet die Einkommensreichtumsquote.
Eine Gruppe Senioren
Struktur der einkommensarmen Bevölkerung
Die einkommensarmen bzw. armutsgefährdeten Personen lassen sich nach soziodemografischen Merkmalen untergliedern
Aktenmappe
Mindestsicherungsleistungen
In der SGB II-Statistik der Bundesagentur für Arbeit, der amtlichen Sozialhilfestatistik sowie der ebenfalls amtlichen Asylbewerberleistungsstatistik werden Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme des Staates erfasst.
Schüler im Unterricht
Frühe Schulabgänger
EU-weit spielen statistische Angaben zu „frühen Schulabgängern“ eine zentrale Rolle
Studierende in einem Hörsaal
Personen mit niedrigem Bildungsstand
Schulische und berufliche Bildung stellen Schlüsselqualifikationen für den Zugang zum Arbeitsmarkt dar
Menschenmenge
Personen in Haushalten ohne Erwerbstätige
Haushalte, in denen kein Mitglied einer Erwerbstätigkeit nachgeht, sind nicht unbedingt auch einkommensarm, jedoch oft von Armut gefährdet
Gruppe von Menschen, die in der Stadt über eine Strasse gehen
Erwerbslosenquote
Zum Thema „Beschäftigungslosigkeit“ gibt es neben der in deutschen Medien häufiger dargestellten Arbeitslosenquote der Bundesagentur für Arbeit auch die Erwerbslosenquote auf Basis der Ergebnisse der EU-Arbeitskräfteerhebung, die im Rahmen des Mikrozensus erfolgt.
Langzeiterwerbslosenquote
Die Gruppe der Langzeiterwerbslosen ist arbeitsmarkt- und sozialpolitisch von besonderem Interesse.
Arbeit
Erwerbsquote
Anhand der Erwerbsquote lässt sich ermitteln, inwieweit die Bevölkerung für den Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

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