Initiative Inklusion

Mehr Ausbildung und Beschäftigung

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Das Programm setzt im Maßnahmezeitraum 2011 - 2018 folgende Schwerpunkte (4 Handlungsfelder):

  • Förderung der beruflichen Orientierung für schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler
  • Förderung von betrieblichen Ausbildungsplätzen und der Hinführung zu Ausbildung und Beschäftigung
  • Förderung der Beschäftigung älterer schwerbehinderter Menschen (50+)
  • Förderung der Inklusionskompetenz der Kammern

Berufsorientierung schwerbehinderter Schülerinnen und Schüler

In diesem Handlungsfeld sollen schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf beruflich intensiv orientiert werden.  Zu den Kerninhalten gehören neben einer Potenzialanalyse insbesondere berufliche Praktika. Sie sollen vorrangig in Betrieben durchgeführt, begleitet und für den anschließenden Orientierungsprozess ausgewertet werden. Neben den Schülerinnen und Schülern selbst werden auch Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte und die zuständigen Leistungsträger beteiligt. Mittelfristig soll so ein breites Angebot an Berufsorientierungsmaßnahmen aufgebaut werden. In Hessen stehen für die Erreichung dieser Ziele 3,4 Mill. € zur Verfügung. Als einziges Bundesland wird dabei zur Umsetzung die große Erfahrung der Berufsbildungswerke (BBW) auf diesem Gebiet genutzt und daher diese in der getroffenen Verwaltungsabsprache mit der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit als Modellnehmer bestimmt. Es besteht der Ansatz, das System Berufsorientierung flächendeckend zu implementieren, um allen Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Kompetenzfeststellung zu ermöglichen und damit ihre Eingliederungschancen zu verbessern.

Betriebliche Ausbildung schwerbehinderter Jugendlicher in anerkannten Ausbildungsberufen

Mit bundesweit zur Verfügung stehenden 15 Millionen Euro sollen insgesamt 1.300 neue betriebliche Ausbildungsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen werden, davon  110 in Hessen. Es handelt sich dabei um Prämiengewährungen an potentielle Ausbildungsgeber und Strukturförderung im Sinne von Heranführungs- und Begleitungsmaßnahmen. Um Synergieeffekte mit dem Handlungsfeld Berufsorientierung zu erreichen, wird auch dieser Teil mit den BBW als verantwortlichen Maßnahmeträgern durchgeführt. Die Beteiligung der Agenturen für Arbeit und den SGB II-Trägern – im Wege von Beitrittserklärungen - ist vorgesehen.

Arbeitsplätze für ältere (über 50-jährige) arbeitslose oder arbeitsuchende schwerbehinderte Menschen

Bundesweit werden 40 Millionen Euro mit dem Ziel zur Verfügung gestellt, 4.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Ältere behinderte und schwerbehinderte Arbeitslose werden zusätzlich  zu den besonderen Leistungen der Arbeitsförderung,  wie z.B. spezielle Eingliederungszuschüsse, bei der Aufnahme einer Beschäftigung gezielt unterstützt. Für Hessen sollen 340 neu bereitgestellte Arbeitsplätze mit einer Prämie gefördert werden. Die Umsetzung erfolgt in Hessen durch den Landeswohlfahrtsverband.

Förderung der Inklusionskompetenz bei Kammern

Industrie-, Handels-, Handwerks- und Landwirtschaftskammern sind wichtige Partner bei der Umsetzung des Programms. Vor dem Hintergrund der besonderen Anforderungen zur Verbesserung der Beschäftigungssituation behinderter Menschen ist es sinnvoll, die Inklusionskompetenz bei den Kammern zu stärken. Jede Kammer, die ein Konzept vorlegt, mit dem in ihren Mitgliedsorganisationen verstärkt Kompetenz für die Inklusion schwerbehinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen werden soll, kann bis zu 100.000,-- Euro auf die Dauer von zwei Jahren erhalten.

Nähere Auskünfte zur Initiative Inklusion erhalten Sie bei rolf.matthe@hsm.hessen.de