Demenz

Hessen vergisst Niemanden

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Nachdenklich schauende Frau
© Auremar / istock

Mit dem Anstieg der Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Menschen mit Demenz.. Experten gehen davon aus, dass Demenz die Alterskrankheit der Zukunft sein wird. Unser Ziel als Landesregierung ist es, Menschen mit Demenz weiterhin ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Einen Überblick über die zahlreichen Maßnahmen der Landesregierung im Bereich Demenz bietet die folgende Broschüre: 

Zur Broschüre „Demenz – Maßnahmen und Modelle in Hessen“

Demenzatlas Hessen

Der Demenzatlas Hessen ist ein Modellprojekt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Pflegekassen. Der Atlas zielt darauf, hessenweit Transparenz über bestehende Versorgungsstrukturen für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen herzustellen. Eine Online-Datenbank bietet Betroffenen und Angehörigen eine übersichtliche Orientierung über wohnortnahe Unterstützungsangebote. Der landesweite Wegweiser ist am 28. November 2017 mit einer Fachtagung gestartet. Zudem führt ProInklusio als Träger des Demenzatlas regelmäßig Workshops zur Netzwerkarbeit im Thema Demenz durch. Aus den Workshops ist diese Handreichung entstanden.

Hessische Fachstelle Demenz Wohngemeinschaften

Als Alternative zur stationären Betreuung und Pflege hat sich das Konzept von selbstverwalteten ambulant betreuten Wohngemeinschaften etabliert. Die hessenweite Fachstelle ist ein Modellprojekt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Pflegekassen. Sie steht mit Information und Beratung rund um das Thema Gründung und Begleitung von selbstverwalteten ambulanten Demenz-Wohngemeinschaften Verfügung. Ein interaktiver Leitfaden bietet erste Informationen für Gründungsinteressierte.

Zum Erklärvideo

Gesellschaftliche Teilhabe – Kunst und Demenz

Kunst zu erleben ist eine Form der kulturellen Teilhabe und der sozialen Kommunikation. Sie bietet allen Menschen Gelegenheit für individuelle und kollektive Erfahrungen, die an deren spezifischen Potentialen anknüpfen. Der Besuch von Museen und Ausstellungen, von Theateraufführungen und  Konzerten trägt dazu bei, die Teilhabe von Menschen mit Demenz im gesellschaftlichen Leben zu erhalten. Das Land Hessen fördert im Rahmen der Seniorenpolitischen Initiative unterschiedliche Demenzprojekte wie beispielsweise die Stiftung Opelvillen. Die Stiftung bietet regelmäßig Veranstaltungen zum Kunsterlebnis für Menschen mit und ohne Demenz an. 

Demenzlotsen

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert die Ausbildung von sogenannten Demenzlotsen durch den Malteser Hilfsdienst. Die Demenzlotsen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lokaler Unternehmen, Behörden, Apotheken etc., die durch eine spezielle Schulung in der Lage sind, adäquat mit Menschen mit Demenz umzugehen. Die Demenzlotsen sind Teil der Demenz-Partner- Initiative.

Am 11.11. findet das erste hessenweite Austauschtreffen der Malteser Demenzlotsen in Wiesbaden statt.

Demenz –Netzwerke - Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz

Zur Etablierung von lokalen Hilfenetzwerken förderte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2012-2018 bundesweit „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“, in Hessen erhielten  37 Lokale Allianzen diese Förderung.

Nach Abschluss der Förderung wird die Vernetzungsarbeit weiterhin unterstützt. Hierfür wurde eine Netzwerkstelle Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz geschaffen, welche bei der BAGSO angegliedert ist. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration ist im fachlichen Beirat der Netzwerkstelle vertreten. Gemeinsam mit der BAGSO hat das HMSI eine Tagung zu Finanzierungsmöglichkeiten für Demenznetzwerke in Hessen durchgeführt. Die Dokumentation finden Sie hier:

Projekt DemenzNetz proaktiv – Türöffner zu frühen Hilfen

Das Projekt ‚DemenzNetz proaktiv- Türöffner zu frühen Hilfen‘ der Alzheimer Gesellschaft Hessen e.V. ist ein Modellprojekt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Pflegekassen.  Im Rahmen des Projektes soll im Lahn-Dill-Kreis ein proaktives DemenzNetz aufgebaut werden mit dem Ziel, einen frühzeitigen Zugang zu Beratungs- und Entlastungsangeboten zu ebnen. Durch ein zu implementierendes Beratungs-Gutscheinverfahren geht es darum, schon am Anfang der Betreuungssituation, kurz nach Diagnosestellung, die richtigen Wege zu bahnen und es den Angehörigen zu ermöglichen, die Jahre der Pflege und Betreuung zu bewältigen, ohne selbst dabei Schaden zu nehmen. Um die häuslichen Schulungen umfassend und zeitnah sicherstellen zu können, sollen Demenzberater ausgebildet, von einem Gremium anerkannt und in einen Demenzfachdienst integriert werden.

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