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Förderaufruf landesweite Fach- und Vernetzungsstelle Senioren- und Generationenhilfen

Die Hessische Landesregierung plant die Einrichtung einer landesweiten Fach- und Vernetzungsstelle „Senioren- und Generationenhilfen“.

Unter dem Dach der Seniorenpolitischen Initiative förderte die Hessische Landesregierung in den Jahren 2012 – 2014 den Aufbau von Senioren- und Generationenhilfen. Senioren- und Generationenhilfen (oder auch „Nachbarschaftshilfen“, „Bürgerhilfen“ oder „Seniorengenossenschaften“) gibt es inzwischen in zahlreichen hessischen Gemeinden. Nach der Aufbauphase stehen die Initiativen in ihrer Weiterentwicklung vor weiteren Herausforderungen wie beispielsweise neue und erweitere Bedarfslagen, besondere Zielgruppen, Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen, Vernetzung mit anderen Akteuren im Sozialraum, Chancen der Digitalisierung und nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten.

Die geplante landesweite Fach- und Vernetzungsstelle soll die Initiativen bei dieser Weiterentwicklung unterstützen. Hierfür benötigen wir Ihr Know-How!

Wir bitten um Einreichung eines qualifizierten Konzeptes, das die Umsetzung der folgenden Aufgabenstellung möglichst konkret und zielführend beschreibt. Aus den eingereichten Konzepten wird durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration ein Träger ausgewählt und als Fach- und Vernetzungsstelle gefördert.

Was sollte das Konzept enthalten/was ist förderfähig?

Folgende Aufgaben sollte die Fach- und Vernetzungsstelle übernehmen:

  • Erfassung und Vernetzung von aktiver nachbarschaftlicher Unterstützung und vorhandenem Engagement
  • Bekanntmachung und Verbreitung guter Beispiele von Senioren- und Generationenhilfen
  • Schaffung eines lebendigen, landesweiten Netzwerkes mit regem Austausch von Erfahrungen und Ideen (ggf. durch eine digitale Plattform)
  • Angebot von Workshops, Vernetzungstreffen und weiteren Impulsen
  • Veröffentlichung von Hinweisen auf Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Fördermöglichkeiten oder Wettbewerbe zum Thema Nachbarschaften

Förderfähig sind alle mit der Fach- und Vernetzungsstelle anfallenden Personal- und Sachkosten. Vom Träger ist ein angemessener Eigenanteil einzubringen, in Ausnahmefällen kann hiervon abgewichen werden.

Förderdauer:
Grundsätzlich ist eine längerfristige Förderung vorgesehen, aus haushaltsrechtlichen Gründen kann in 2019 jedoch nur eine Bewilligung für das aktuelle Jahr erfolgen. Es ist jedoch beabsichtigt, ab 2020 auch überjährige/mehrjährige Bewilligungen zu ermöglichen.

Förderhöhe:
Für die Förderung stehen jährlich maximal 80.000 Euro zur Verfügung. Die Förderhöhe 2019 variiert jedoch je nach Beginn des Projektes.

Wer kann gefördert werden?
Antragsberechtigt sind Kommunen, kommunale Einrichtungen (z.B. Freiwilligenagenturen), Vereine, Wohlfahrtsverbände etc. Da es sich um eine landesweite Fach- und Vernetzungsstelle handelt, sollte der Träger eine hessenweite Ausrichtung nachweisen können. 

Formale Hinweise zur Förderung:

  • Zur Antragstellung ist eine schriftliche formlose Konzeption vorzulegen. Die Konzeption sollte folgende Elemente enthalten:
    • Kurzinformation über den Träger
    • Darstellung der Erfahrung mit dem Themengebiet Senioren- und Generationenhilfen/Nachbarschaftshilfe
    • Grober Vorhabenplan für das Jahr 2019 anhand der oben genannten Punkte
    • Ausgeglichener Kosten- und Finanzierungsplan. Der Finanzierungsplan für 2019 sollte alle Kosten vom Projektstart (frühestens 01.05.2019) bis 31.12.2019 enthalten, die weiteren Jahre können dann vom 01.01. bis 31.12. geplant werden.
  • Das Vorhaben darf noch nicht begonnen haben.
  • Die Konzeption ist vom Träger beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration per Mail an folgende Mailadresse einzureichen: II-5-intern@hsm.hessen.de
  • Gemeinnützige Vereine müssen bei Antragstellung einen Auszug aus dem Vereinsregister und einen Nachweis über die Gemeinnützigkeit sowie die Vereinssatzung vorlegen.  
  • Grundlage der Bewilligung ist die „Richtlinie für die Förderung sozialer Gemeinschaftseinrichtungen und nichtinvestiver sozialer Maßnahmen (Investitions- und Maßnahmenförderungsrichtlinie – IMFR)“ vom 02. Mai 2011 (Staatsanzeiger 21/2011 S. 747), zuletzt geändert am 21. März 2016 (Staatsanzeiger 15/2016 S. 405).
  • Förderungen werden nach Maßgabe dieser Richtlinie und der Hessischen Landeshaushaltsordnung (LHO), insbesondere der §§ 23 und 44 sowie der Vorläufigen Verwaltungsvorschriften zur LHO (VV LHO § 44) gewährt. Die Anlagen NBest-P/GK zu § 44 LHO sind zu beachten.
  • Die Träger verpflichten sich, entsprechend dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz vom 14. August 2006 (BGBl. I S. 1897), zuletzt geändert durch Gesetz vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. 160), im Rahmen der Projektdurchführung und bei der Einstellung von Personal oder der Vergabe von Aufträgen niemanden aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu benachteiligen.
  • Es besteht ein Prüfungsrecht des Hessischen Rechnungshofes nach § 91 LHO.
  • Die Zuwendung wird vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration  bewilligt und ausgezahlt.
  • Ein Verwendungsnachweis ist zusammen mit einem ergänzenden Sachbericht bis zum 31. März des auf die Bewilligung folgenden Jahres bei der Bewilligungsbehörde vorzulegen. Es sei denn im abschließenden Zuwendungsbescheid wird anderes geregelt.
  • Ein Rechtsanspruch auf Gewährung von Zuwendungen besteht nicht. Zuwendungen erfolgen im Rahmen der jährlich verfügbaren Fördermittel.

Die Einreichung des Konzeptes ist ab sofort möglich bis 31. März 2019.

Bei Rückfragen stehen folgende Ansprechpersonen zur Verfügung:


Anne Moll
0611/3219-3492
anne.moll@hsm.hessen.de

Simone Höbig-Ohlemacher
0611/3219-3604
simone.hoebig-ohlemacher@hsm.hessen.de

 

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