Dialogforen „Seniorenpolitische Initiative“

dialogforum.jpg

Dialogforum zur "Seniorenpolitischen Initiative"
© HSM

Zum Start der Seniorenpolitischen Initiative im Jahr 2012 hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fünf Dialogforen mit Verbänden, Organisationen und Institutionen aus dem sozial-, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Bereich durchführt. Die Veranstaltungsreihe bezog sich auf ausgewählte Aspekte der Seniorenpolitik, die den Großteil der älteren Menschen betreffen und geeignet sind, die differenzierten Bedürfnisse und Interessen der Seniorinnen und Senioren transparent zu machen.

Ziel der Dialogforen war es, einen konzentrierten Erfahrungsaustausch zu den Schwerpunktthemen anzuregen, bestehende Konzepte und Projekte zur Diskussion zu stellen und auf ihre Wirksamkeit und Verbesserungsmöglichkeiten hin zu überprüfen. In den Foren wurden neue Ideen und Impulse entwickelt, die in die kurz-, mittel- und längerfristige Arbeit der Landesregierung ebenso wie der Verbände, Organisationen, Vereine und Engagierten vor Ort einfließen. Die Ergebnisse sowie ein Aktionsplan sind in der Broschüre „Seniorenpolitische Initiative“ publiziert.

Informationen zu den einzelnen Dialogforen finden Sie hier:

1. Dialogforum: „Senioren im bürgerschaftlichen Engagement“

Mit einem Dialogforum zum Thema „Senioren im bürgerschaftlichen Engagement“ hat am 16.09.2011 in Wiesbaden (siehe Foto) die „Seniorenpolitische Initiative“ der Hessischen Landesregierung begonnen. Zum Auftakt erklärte Sozialminister Stefan Grüttner: „In einer Gesellschaft des längeren Lebens ist es unabdingbar, bestehende, eher an Defiziten orientierte Altersbilder zu überdenken und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Seniorinnen und Senioren erlauben, so lange wie möglich ihr Leben selbstständig zu gestalten.“ Im Rahmen der Initiative lädt das Sozialministerium von September bis Januar Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Organisationen und Institutionen aus dem sozial-, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Bereich zu insgesamt fünf seniorenpolitischen Dialogforen ein. Ziel der Gesprächsreihe ist es, in verschiedenen Themenfeldern die Auswirkungen einer alternden Gesellschaft zu analysieren und neue Ideen, Anregungen und Handlungskonzepte für die künftige Seniorenpolitik zu diskutieren.

2. Dialogforum: „Wohnen und Leben im Alter“

Beim 2. Dialogforum am 7.10.2011 in Wiesbaden haben sich Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft mit dem Thema „Wohnen und Leben im Alter“ befasst. Im Vordergrund stand dabei die Frage nach dem Bedarf und der Verfügbarkeit seniorengerechten Wohnraums in einer alternden Gesellschaft. „Die vielfältigen Lebensstile sowie die veränderten Alterskulturen älterer Menschen müssen künftig bei der Planung und dem Bau seniorengerechter Wohnungen berücksichtigt werden“, sagte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner.

3. Dialogforum: „Gesundheitliche Prävention für ältere Menschen"

Das 3. Dialogforum am 11. November 2011 befasste sich mit dem Thema "Gesundheitliche Prävention für ältere Menschen". Als Ergebnis dieser Expertenrunde aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft konnte Staatssekretärin Petra Müller-Klepper festhalten: „Es müssen gezielt die aktivierenden Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für Senioren ausgebaut und mehr von ihnen zur Teilnahme motiviert werden, um die körperliche, psychische und soziale Fitness der älteren Generation zu stärken. Sie ist Voraussetzung, dass Menschen im Alter so lange wie möglich selbstständig und aktiv leben können".

4. Dialogforum: „Ambulante und stationäre Pflege“

Anlässlich des 4. Dialogforums am 08. 12. 2011 zum Thema „Ambulante und stationäre Pflege“ erklärte Sozialminister Stefan Grüttner:„Ältere Menschen haben einen Anspruch auf ein würdiges Leben im Alter. Dazu gehört auch eine fachlich gute, menschenwürdige und liebevolle Pflege. Pflege ist eines der großen Zukunftsthemen in unserer Gesellschaft und gehört daher ganz oben auf die politische Tagesordnung. In einer älter werdenden Gesellschaft sind neue Lösungen in der Pflege unverzichtbar“, betonte Grüttner vor den Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

5. Dialogforum: „Ältere Migranten und Integration“

Beim 5. und letzten Dialogforum der „Seniorenpolitischen Initiative“ am 18. 01.2012 ging es um „Ältere Migranten und Integration“. Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft wie auch die Landesregierung sehen die Notwendigkeit, die Integration älterer Migranten zu einem neuen Schwerpunkt der Seniorenpolitik machen. Staatssekretärin Petra Müller-Klepper erklärte: „Immer mehr Migranten erreichen das Rentenalter. Ihre Abschottung – bedingt durch Sprach- und Informationsdefizite, aber auch kulturell-religiös geprägte Barrieren – muss verhindert werden. Es gilt deshalb, die Lebenssituation der älteren Migranten gezielt in den Blick zu nehmen. Dies ist ein Aufgabenfeld, das angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen – auch mit Migrationshintergrund – an Bedeutung gewinnt".