Wohnen im Alter

Sicher und selbstbestimmt leben

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Senioren
© Ingo Bartussek - Fotolia.com

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung möchte im Alter und auch bei eintretender Pflegebedürftigkeit möglichst lange in der eigenen Wohnumgebung verbleiben. Deshalb setzt sich die Hessische Landesregierung seit vielen Jahren dafür ein, dass ein möglichst breites Spektrum verschiedener Wohnformen für ältere Menschen besteht.

Wohnberatung

Wohnungsanpassung, barrierefreies Wohnen, verschiedene Wohnformen – das Themengebiet Wohnen im Alter ist sehr breit gefächert. Hilfe und Unterstützung für alle Ratsuchenden bietet das Angebot der Wohnberatung. Das Ziel ist, jedem älteren Menschen in Hessen Informations- und Beratungsmöglichkeiten über Wohnformen, die Anpassung von Wohnraum an die Bedürfnisse älterer Menschen sowie über Fördermöglichkeiten anzubieten. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert das Hessische Ministerium für Soziales und Integration die Fachstelle für Wohnberatung in Kassel. Die Fachstelle koordiniert die Wohnberatung in Hessen.

Hessische Fachstelle für Wohnberatung
Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Hessen Nord e.V.
Claudia Ulrich
Melanie Heußner
Wilhelmshöher Allee 32a
Tel.: 0561 5077 – 137
Fax: 0561 5077 – 437
hfw@awo-nordhessen.de

Wohnberatung muss sich an den Bedürfnissen und Erfordernissen des individuellen Wohnumfelds orientieren Aus diesem Grund wurden von der Fachstelle in den letzten Jahren haupt- und ehrenamtliche Wohnberaterinnen und Wohnberater aus und fortgebildet.

Mit Stand Ende 2017 wurden in Hessen in den letzten Jahren insgesamt 324 hauptamtliche sowie 160 ehrenamtliche Wohnberaterinnen und Wohnberater geschult. Somit ist ein nahezu flächendeckendes Netz an Wohnberatungsangeboten in Hessen vorhanden.

Um das Angebot zur Wohnberatung bei Ihnen vor Ort zu finden, wenden Sie sich an die Fachstelle oder unter http://www.adressen-in-hessen.de/ Stichwort: Wohnberatungsstellen.

Wohnformen für das Alter

Je nach persönlichen Wünschen und Bedarfslagen stehen verschiedene Alternativen zur Verfügung, die im Folgenden kurz dargestellt werden. Nähere Informationen zu den einzelnen Wohnformen bekommen Sie ebenfalls von der Wohnberatung.

Eigene Wohnung

Die eigenen vier Wände, ob gemietet oder als Eigentum, können in jedem Alter die richtige Wohnform sein. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um bei Hilfs- oder Pflegebedürftigkeit den Wohnraum an die geänderten Bedürfnisse anzupassen: von Hilfsmitteln über Umbaumaßnahmen bis zu technikunterstützten Lösungen. Zum Thema Wohnungsanpassung, Finanzierung, zertifizierte Handwerksbetriebe etc. beraten die Wohnberaterinnen und Wohnberater in Hessen, die Sie hier finden: http://www.adressen-in-hessen.de/ Stichwort: Wohnberatungsstellen.

Betreutes Wohnen

Der Begriff des „Betreuten Wohnens“ oder „Service-Wohnens“ für Seniorinnen und Senioren ist gesetzlich nicht normiert, daher können sich hinter diesem Begriff ganz unterschiedliche Leistungen verbergen. Grundsätzlich bezeichnet„Betreutes Wohnen“ eine Wohnform, bei der Menschen ihren Haushalt weitestgehend selbstständig führen und bestimmte Betreuungs- und Versorgungsleistungen über einen Vertrag mit einem Anbieter hinzugebucht haben.

Gemeinschaftliches Wohnen

Die Formen des gemeinschaftlichen Wohnens bieten gute Möglichkeiten, den Lebens- und Wohnvorstellungen vieler Menschen gerecht zu werden: selbstständig zu leben, aber nicht allein, unabhängig zu sein, aber mit Verantwortung für andere und nur im Notfall, aber nicht „rundum“ versorgt zu sein. Diese Wohnformen werden nicht nur als Alternative für ältere Menschen eingestuft, da sie auch für Familien und jüngere Alleinlebende viele Vorteile bieten. Auch in Hessen gibt es zahlreiche Projekte gemeinschaftlichen Wohnens. Einen ersten Eindruck vermittelt die Broschüre „Wohnen in Hessen – gemeinschaftlich und generationenübergreifend“.

Beratung zum gemeinschaftlichen Wohnen bieten die Beratungsstellen des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. Bundesvereinigung, die Sie hier finden.

Wohn- oder Hausgemeinschaften für Pflegebedürftige

Als Alternative zur stationären Betreuung und Pflege hat sich das Konzept von selbstverwalteten ambulant betreuten Wohngemeinschaften etabliert. Um die Einrichtung weiterer solcher Gemeinschaften zu fördern, existiert seit September 2016 die hessische Fachstelle für selbstverwaltete ambulant betreute Wohn-Pflege-Gruppen. Die hessenweite Fachstelle ist ein Modellprojekt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Pflegekassen. Sie steht mit Informationen und Beratung oder Weitervermittlung an geeignete Anlaufstellen zur Verfügung.

Wohnen in einer Pflegeeinrichtung

Die bauliche und funktionale Ausgestaltung von Altenpflegeeinrichtungen, in denen ältere Menschen vollstationär betreut und gepflegt werden, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Neuere Konzepte stationärer Betreuung zielen zum einen auf mehr Wohnlichkeit und Normalität der Lebenssituation und der Tagesgestaltung ab. Sie messen zum anderen dem Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner in betreuten Gruppen mit Gemeinschaftsbereichen (Nutzungseinheiten) einen strukturell und konzeptionell prägenden Stellenwert zu. Kleinräumige, überschaubare Einheiten, zum Beispiel kleine Wohngruppen und Hausgemeinschaftskonzepte, stärken die Möglichkeiten der selbstständigen Gestaltung des Alltags und des sozialen Miteinanders.

Fördermöglichkeiten im Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Der Wunsch der allermeisten Menschen ist es, im Alter so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben können. Dies macht jedoch oft alters- bzw. pflegegerechte Anpassungen in der Wohnung notwendig. Über Fördermöglichkeiten beispielsweise zum barrierefreien Umbau des Eigenheims können Sie sich beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informieren. https://umwelt.hessen.de/

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