Wohnen im Alter

fotolia_53199060.jpg

Senioren
© Ingo Bartussek - Fotolia.com

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung möchte im Alter und auch bei eintretender Pflegebedürftigkeit möglichst lange in der eigenen Häuslichkeit verbleiben. Deshalb setzt sich die Hessische Landesregierung seit vielen Jahren dafür ein, dass ein möglichst breites Spektrum verschiedener Wohnformen für ältere Menschen besteht.

Wohnberatung

Informations- und Beratungsmöglichkeiten über Wohnformen und die Anpassung von Wohnraum an die Bedürfnisse älterer Menschen sowie über Fördermöglichkeiten bietet die vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration geförderte Fachstelle für Wohnberatung in Kassel. Hier erhalten Sie auch Informationen über die für Sie nächstgelegene Beratungsstelle:

Hessische Fachstelle für Wohnberatung
Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Hessen Nord e.V.
Claudia Ulrich
Silvia Wels
Wilhelmshöher Allee 32a
Tel.: 0561 5077 – 137
Fax: 0561 5077 – 437
hfw@awo-nordhessen.de

Barrierefreies und universales Bauen

Für ältere Menschen ist Barrierefreiheit in der Wohnung und im Lebensumfeld eine unabdingbare Voraussetzung, um möglichst lange unabhängig und selbstständig das tägliche Leben meistern zu können. Die Hessische Landesregierung berücksichtigt seit langem in ihren politischen Zielen, Förderrichtlinien und Rechtsvorschriften die besonderen Bedürfnisse und Belange der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie der Menschen mit Behinderung.

Informationen zu Fördermöglichkeiten des barrierefreien und universalen Bauens sowie die Broschüre „Barrierefreies – Universales Bauen“ erhalten Sie im Internetangebot „Barrierefrei für alle“.

Gemeinschaftliches Wohnen

Die Formen des Gemeinschaftlichen Wohnens bieten gute Möglichkeiten, den Lebens- und Wohnvorstellungen vieler Menschen gerecht zu werden, nämlich, selbständig zu leben, aber nicht allein, unabhängig zu sein, aber mit Verantwortung für andere und nur im Notfall, aber nicht „rundum“ versorgt zu sein. Diese Wohnformen werden nicht nur als Alternative für ältere Menschen eingestuft, da sie auch für Familien und jüngere Alleinstehende viele Vorteile bieten.

Die Hessische Landesregierung unterstützt den Aufbau gemeinschaftlicher Wohnprojekte über die Förderung der Hessischen Wohnberatungsstelle, die die Landesarbeitsgemeinschaft „Gemeinschaftliches Wohnen“ moderiert.

Zum Download stehen zwei Broschüren mit Beispielen und Kontaktadressen zur Verfügung: Gemeinschaftliches Wohnen in Hessen und Neue Wohnprojekte für Jung und Alt.

Wohnen in Altenpflegeeinrichtungen

Die bauliche und funktionale Ausgestaltung von Altenpflegeeinrichtungen, in denen ältere Menschen vollstationär betreut und gepflegt werden, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Neuere Konzepte stationärer Betreuung zielen zum einen auf mehr Wohnlichkeit und Normalität der Lebenssituation und der Tagesgestaltung ab. Sie messen zum anderen dem Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner in betreuten Gruppen mit Gemeinschaftsbereichen (Nutzungseinheiten) einen strukturell und konzeptionell prägenden Stellenwert zu. Kleinräumige, überschaubare Einheiten, zum Beispiel kleine Wohngruppen und Hausgemeinschaftskonzepte, stärken die Möglichkeiten der selbstständigen Gestaltung des Alltags und des sozialen Miteinanders. Seitens des Hessischen Ministerium für Soziales und Integration werden Modellprojekte und der Umbau von Einrichtungen in Hausgemeinschaften gefördert.