Bioethik

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Ein Mensch mit Schutzanzug auf einem Getreidefeld
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Die biotechnischen und medizinischen Entwicklungen haben Auswirkungen auf den einzelnen Menschen bzw. auf die menschliche Gemeinschaft, die nicht allein unter naturwissenschaftlichem Blickwinkel betrachtet werden dürfen.

Im Gesundheitsbereich bestehende bioethische Problembereiche betreffen neben der Organspende überwiegend die Gendiagnostik, die Reproduktionsmedizin, die Präimplantationsdiagnostik, sowie die vorgeburtliche Diagnostik und Therapie.

Sie umfasst Bereiche wie die rekombinante Herstellung von Medikamenten, Gentherapie, Stammzellforschung, Grundlagenforschung mit gentechnologischen Methoden und genetischen Tests. Die Diskussion um die Reproduktionsmedizin umfasst viele unterschiedliche Problemfelder, wie Schwangerschaftsabbruch, In-vitro-Fertilisation, Eizellspende und späte Mutterschaft, und nicht zuletzt (reproduktives) Klonen.

Präimplantationsdiagnostik dient Paaren, bei denen ein hohes Risiko für eine familiär bekannte und schwerwiegende, genetische Erkrankung besteht, zur Abklärung. Dazu bedarf es einer umfassenden Information, Aufklärung und ergebnisoffenen Beratung der betroffenen Paare.

Der Bereich der vorgeburtlichen Diagnostik und Therapie umfasst neben Bluttests und Fruchtwasseranalysen inzwischen auch offene und minimalinvasive operative Eingriffe des Ungeborenen im Mutterleib.

Die Bioethik setzt sich mit grundsätzlichen Fragen des Seins auseinander. Sie liefert Antworten für die politischen Entscheidungen der Gegenwart, wirft dabei aber auch neue Fragen und Probleme auf.

Unter Berücksichtigung der Vielfalt der Auffassungen, der Persönlichkeitsrechte und des Selbstbestimmungsrechtes hat der Staat auch im Bereich der Bioethik, in dem sich Technologie und Kenntnisstand schnell und stetig ändern, die Aufgabe, einseitige Festlegungen zu verhindern, aber auch die Verpflichtung, die Grund- und Menschenrechte zu achten und zu schützen.