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Förderprogramm

Kinderschutz und Einrichtungen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt

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Gewalt gegen Frauen, häusliche Gewalt
© Tumisu / Pixabay

Mit dem Förderprogramm gilt es, bestehenden hessischen Angeboten des Kinderschutzes und Einrichtungen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt dabei zu helfen, die unabsehbaren, pandemiebedingten Kosten abzufedern, den besonderen hygienischen Vorgaben gerecht zu werden und damit den Herausforderungen besser gewachsen zu sein.

Antragsberechtigte Einrichtungen

Antragsberechtigt sind Träger von Einrichtungen, die Landesmittel für ihre regelhafte Finanzierung aus dem Haushaltsplan des Landes Hessen Kapitel 0806 Produkt Nr. 11 (Kommunalisierung der sozialen Hilfen, dort im gesamten Zielbereich Schutz vor Gewalt zum Schutz von Frauen und Kindern), sowie aus Kapitel 0806 Produkt Nr. 5 (Schutz von Frauen vor Gewalt) erhalten:

  • Frauenhäuser,
  • Beratungs- und Interventionsstellen,
  • Frauennotruf-Beratungsstellen,
  • Einrichtungen mit einer Spezialisierung auf die Prävention und den Schutz vor Gewalt im Namen der Ehre,
  • Einrichtungen, die auf die Bekämpfung des Menschenhandels und die Armutsprostitution spezialisiert sind,
  • Einrichtungen des Kinderschutzes, insbesondere zum Schutz vor sexuellem Missbrauch (Sexualstraftaten gegen Kinder und Jugendliche) und Kindesmisshandlung.

Für welche Maßnahmen können Mittel beantragt werden?

Es können Mittel für Mehrkosten, welche Ihrer Einrichtung durch Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus entstanden sind bzw. entstehen werden, beantragt werden. Anerkannt werden pandemiebedingte Mehrkosten, welche nach dem 11. März 2020 entstanden sind. 

Zu den nach der Richtlinie anerkennungsfähigen, pandemiebedingten Mehrkosten zählen insbesondere:

  • zusätzliche Personalkapazität für
    • den Ausbau und die Neuausrichtung der Betreuungs- und Beratungsangebote sowie Durchführung von Hygienemaßnahmen (z.B. Betreuung von Frauen und ihren Kindern, die in ad hoc Außenstellen der Frauenhäuser (Wohnungen) untergebracht werden müssen; Einrichtung zusätzlicher (Online-)Beratungsangebote; Mehraufwand durch Reinigung und Desinfektion),
    • die neu zu gestaltenden Abstimmungen mit Behörden und anderen Kooperationspartnerinnen und –partnern (z.B. Gesundheitsamt, Jugendamt, Sozial-, Wohnungsamt und städtischer Wohnungsgesellschaft, Arbeits- und Versorgungsämter, Polizei, Schule sowie Anwaltschaft),
    • die neu zu gestaltende Mitwirkung in Verfahren bei den Familien- und Strafgerichten, die aufrechtzuerhaltenden Abstimmungen in den lokalen Netzwerken gegen häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt, Gewalt im Namen der Ehre usw. unter geänderten Rahmenbedingungen mit zusätzlichem Aufwand für die Einhaltung der Hygiene,
  • zusätzliche Sachkosten insbesondere für
    • die Miete und Nebenkosten für zusätzliche Zufluchtsräume (Wohnungen, Hotelzimmer, Bildungsstätten),
    • das Arbeitsmaterial – die Anschaffung von Mobiltelefonen, Laptops, IT-Zubehör, Softwarelizenzen unter Berücksichtigung strenger Datenschutzvorkehrungen,
    • Büroausstattung für das Home-Office,
    • Anschaffungen, die durch Hygienevorgaben zwingend zu tätigen sind:
      • zusätzliche Waschmaschinen, Spülmaschinen, Kühlschränke, Wohnraumausstattung wie Betten, Esstische und Stühle, Schränke usw.,
      • Desinfektionsmittel und Desinfektionsmittelspender,
      • Papierhandtuchhalter, Papiertücher, Seifenspender für Büro-, Wohn- und Kinderbereiche,
      • Schutzwände (Spuck- und Nieswände),
      • Spuck-/Niesvisiere, Schutzmasken,
  • Sprachmittlungsdienste,
  • Ausgaben für bereits in Auftrag gegebene und durch die Pandemie abgesagte Projekte (Storno- und Reisekosten, Ausfallhonorare, Werbung, Sachkosten o.ä.),

Umfang der Förderung

Je antragsberechtigte Einrichtung können Leistungen

  • für Frauenhäuser in Höhe von bis zu 46.500 Euro und
  • für ambulante Beratungsstellen in Höhe von bis zu 15.000 Euro 

gewährt werden.

Informationen zur Antragstellung:

Die Antragstellung erfolgt schriftlich mittels der bereitgestellten Antragsformulare beim Regierungspräsidium Kassel.

Die Antragsformulare und die Richtlinie zum Förderprogramm, können unter Downloads heruntergeladen werden (siehe unten). Das Antragsformular und die dazugehörige Anlage „Kostenübersicht“ sind vollständig und wahrheitsgemäß auszufüllen und mit allen beizufügenden Unterlagen (Empfehlungen und hygienische Vorgaben nach denen Sie sich richten, bspw. Vorgaben des RKI und der Gesundheitsämter) zu senden an:

Regierungspräsidium Kassel
Dezernat 57
Am Alten Stadtschloss 1
34117 Kassel

Der Antrag muss spätestens am 01.11.2020 beim Regierungspräsidium Kassel eingegangen sein.

Weitere Hinweise sind der Richtlinie und den Anlagen zu entnehmen.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an das Regierungspräsidium Kassel, Frau Susanne Klapp (Tel.: 0561-106-2540, E-Mail: susanne.klapp@rpks.hessen.de), wenden.

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