Ausgang und Besuchsregelungen

Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen

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Senioren
© Ingo Bartussek / Fotolia

Betroffene Einrichtungen

  • voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen
  • trägergestützte ambulant betreute Wohngemeinschaften, die Leistungen wie eine stationäre Einrichtung aus einer Hand bieten.

Nicht betroffen sind:

Wohnformen, welcheauf einem reinen Mietverhältnis beruhen (z. B. Betreutes Wohnen).

Ausgang

Es besteht keine Ausgangsbeschränkung. Das Verlassen der Einrichtung ist auch zu ermöglichen, z. B. indem die Person an die Außentür gebracht wird. Bei Rückkehr nach einem Ausgang ist keine generelle Quarantänisierung vorgesehen.

Allgemeine Besuchsregelung

Es gibt keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Anzahl und Dauer der Besuche. Die Einrichtungen müssen die Besuche entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort ausrichten. Hierzu muss jede Einrichtung ein einrichtungsbezogenes Konzept erstellen, welches der Betreuungs- und Pflegeaufsicht in den Hessischen Ämtern für Versorgung und Soziales vorzulegen ist.

Bei Problemen oder Fragen zu einer Einrichtung können Sie sich an die Betreuungs- und Pflegeaufsicht in den Hessischen Ämtern für Versorgung und Soziales wenden. Den für Sie örtlich zuständigen Ansprechpartner finden Sie unter folgendem Link

Besuche, die immer zu ermöglichen sind:

  • Seelsorgerinnen und Seelsorger,
  • im Rahmen einer rechtlichen Betreuung, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung
  • Eltern, wenn es sich um ein minderjähriges Kind handelt,
  • Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Notarinnen und Notare,
  • Besuche aus beruflichen oder therapeutischen Gründen oder aufgrund hoheitlicher Aufgaben
  • externe Mitglieder des Einrichtungsbeirats
  • Besuche zur Palliativversorgung und zur Begleitung im Sterbeprozess

Ein generelles Besuchsverbot gilt in folgende Fällen:

  • SARS-Cov-2-Infektion oder sonstiges meldepflichtige Infektionsgeschehen in der Einrichtung
  • Für Personen, wenn sie selbst oder die Angehörigen des gleichen Hausstandes Krankheitssymptomen für COVID-19 aufweisen, wie z. B. Fieber, trockener Husten (nicht durch chronische Erkrankung verursacht), kein Geschmacks- oder Geruchssinn
  • Für Personen, deren Angehörige des gleichen Hausstandes einer individuell angeordneten Absonderung nach § 30 des Infektionsschutzgesetzes aufgrund einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 unterliegen

Besuchsdurchführung

Die Einrichtungen können vertretbare Besuchszeiten einrichten und müssen die Besuchsdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer, Besuchszeit) erfassen. Es ist grundsätzlich ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen und ein Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten.

Es gelten insbesondere folgende Regelungen:
Bei Besuchen in

  • Besuchsbereichen kann bei entsprechenden baulichen Voraussetzungen (überdimensionierter Tisch, Schutzfenster etc.) vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes abgesehen werden
  • Bewohnerzimmern kann vom Mindestabstand abgesehen und Berührungen können zugelassen werden, wenn Bewohner und Besucher vorher und hinterher die Hände gründliche desinfizieren (ein Mund-Nasen-Schutz ist weiterhin erforderlich),
  • Doppelzimmern sind Besuche grundsätzlichnur einzeln möglich. Bei Immobilität beider Bewohner können sie zeitversetzt Besuche empfangen. Außerdem sind Ausnahmen (z. B. bei Ehepaaren) möglich.
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