Besuchskommissionen

 Aufgaben und Vorgehensweise der Besuchskommission
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Mitglieder der Besuchskommissionen
© HSMI

Es wurden fünf Besuchskommissionen benannt. Sie sind folgendermaßen zusammengesetzt.

  • RP Kassel: 4 Mitglieder
  • RP Gießen: 5 Personen
  • RP Darmstadt 1: 7 Personen
  • RP Darmstadt 2: 6 Personen
  • Kinder- Jugend: 5 Personen    

Die Besuchskommissionen sind gemäß § 13 Absatz 2 PsychKHG jeweils mit einer Fachärztin/ einem Facharzt, einer Gesundheits- oder Krankenpflegerin/ einem Gesundheits- oder Krankenpfleger, einer Psychologischen Psychotherapeutin/ einem Psychologischen Psychotherapeuten, einer Betreuungsrichterin/ einem Betreuungsrichter, einer Vertreterin/ einem Vertreter des Sozialpsychiatrischen Dienstes, einer Vertreterin/ einem Vertreter der unabhängigen Beschwerdestelle, einer Vertreterin/ einem Vertreter aus dem Kreis der Psychiatrie-Erfahrenen und einer Vertreterin/ einem Vertreter aus dem Kreis der Angehörigen  ehrenamtlich besetzt. Für die Besuchskommission der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrien ist eine Fachärztin/ ein Facharzt aus dem Fachgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und eine Familienrichterin oder ein Familienrichter vorgesehen. Aufgabe der Besuchskommissionen ist, die Situation mit einem Blick von außen zu bewerten und Anregungen zu Verbesserungen zu geben. Die Besuchskommissionen sind Anfang Mai zur einer ersten Sitzung zusammengekommen.

Weitere Instanzen, an die sich Patienten wenden können, sind die an der Klinik angesiedelten Patientenfürsprecher*innen, die unabhängigen Beschwerdestellen, das jeweils zuständige Amtsgericht in Bezug auf den Unterbringungsbeschluss sowie das HMSI als Fachaufsicht. Des Weiteren besteht noch die Möglichkeit, sich an den Petitionsausschuss des Hessischen Landtages zu wenden.

In welchen Abständen besuchen die Kommissionen eine Klinik?

Laut Gesetz sind jährliche Besuche vorgesehen. Diese sollen 1-3 Tage vorher angekündigt werden. Damit ist gewährleistet, dass seitens der Klinik auch immer eine verantwortliche Person zur Verfügung steht. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die überwiegende Zahl der Patient*innen sich freiwillig in der Psychiatrie aufhalten. ihnen muss die Möglichkeit gegeben werden, sich während des Besuchs der Kommission an einen Ort zu begeben, wo ein Zusammentreffen vermieden werden kann.

Zitate der Mitglieder der Besuchskommission

Martina Späte-Otto 
Dipl. Psychologin Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

"Meine Motivation in der Besuchskommission mitzuarbeiten: ich möchte psychisch Kranken die Zusicherung geben, dass auf die Wahrnehmung ihrer Rechte geachtet wird. Darüber hinaus bietet die Besuchskommission die Möglichkeit Ängsten und Vorurteilen gegenüber der Institution Psychiatrie abzubauen und so einer weiteren Stigmatisierung der Psychiatrie entgegenzuwirken. Ebenso sehe ich in der Arbeit der Besuchskommission auch eine Chance für die Kliniken, von außen können aus einem anderen Blickwinkel Anregungen gegeben werden."

Karl-Wilhelm Höffler 
Psychologischer Psychotherapeut, Mitglied des Vorstands der Psychotherapeutenkammer Hessen.

"Als Psychologischer Psychotherapeut bin ich in eine Besuchskommission berufen worden. Mein besonderes Augenmerk möchte ich darauf richten, ob Menschen in psychiatrischen Kliniken und Krankenhausabteilungen eine konkrete und qualitativ hochwertige leitlinienorientierte Behandlung erhalten. Die jeweils indizierte psychotherapeutische Behandlung muss Teil des Therapieplans der Klinik sein.

Dies gilt besonders für jene Menschen, die aufgrund gesetzlicher Regelungen untergebracht werden. Es muss sichergestellt sein, dass diese Menschen in den Kliniken eine Therapie erhalten, die möglichst schnell die gesetzliche Unterbringung überflüssig macht.

Meine persönliche Motivation der Tätigkeit in der Besuchskommission liegt darin begründet, dass ich denke: Menschen mit psychischen Erkrankungen haben das ganz selbstverständliche Recht der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsleben. Dieses Behandlungsziel der Teilhabe an der Gesellschaft muss während des Aufenthalts in einer psychiatrischen Klinik oder Krankenhausabteilung immer im Auge gehalten werden."

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