Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Sterbebegleitung

Begleitung am Lebensende kann erst thematisiert werden, wenn der Tod in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr verdrängt wird. Die Hospizbewegung hat hierzu einen entscheidenden Beitrag geleistet, sie hat die Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben wieder ins Leben zurückgeholt. Sie will ein Sterben in Würde ermöglichen und begleitet auch Angehörige in ihrer Trauer.

Die moderne Hospizbewegung entstand in den 1960er Jahren in Großbritannien. In Deutschland wurden seit den 1980er Jahren ambulante Hospizinitiativen und stationäre Hospize gegründet. Das Land Hessen verfügt seit 1996 über ein ressortübergreifendes Konzept zur Verbesserung der Sterbebegleitung.

Die hospizliche Begleitung sterbender Menschen ist eine psycho-soziale Begleitung und ergänzt damit die professionellen medizinischen, pflegerischen und seelsorgerischen Dienstleistungen. Hierbei arbeiten Haupt- und Ehrenamtliche eng zusammen. Im Rahmen des Qualifizierungsprogramms für bürgerschaftliches Engagement finanziert das Sozialministerium die Fortbildung ehrenamtlicher Hospizbegleiter mit durchschnittlich 30.000 Euro im Jahr mit.

Mittlerweile gibt es in Hessen 105 ambulante Hospizinitiativen. Davon werden 64 Hospizdienste nach dem Sozialgesetzbuch V gefördert, d.h. eine hauptamtliche Kraft zur Koordinierung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wird von den Gesetzlichen Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen gefördert. Von den in Hessen aktiven ambulanten Hospizinitiativen sind weitere sieben auf die Sterbebegleitung bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Für die stationäre Versorgung stehen 14 stationäre Hospize für Erwachsene und ein stationäres Kinderhospiz zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es in Hessen elf Palliativeinrichtungen in Krankenhäusern und 22 ambulante Palliativteams, die sterbende Menschen zuhause begleiten können.

Die meisten Initiativen sind im Hospiz- und Palliativverband Hessen zusammengeschlossen, der vor allem die politische Interessenvertretung der Hospizbewegung wahrnimmt. Zudem wurde 1997 auf Landesebene eine vom Sozialministerium finanzierte Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA) eingerichtet. Sie unterstützt und berät unter anderem hospizliche Dienste bei Fragen zu Auf- und Ausbau, der Finanzierung der Arbeit und bietet Weiterbildungsangebote an. Bei der KASA kann die nächstgelegene Hospizinitiative erfragt werden.

Auskunft:

Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA)
c/o HAGE-Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung e.V.
Wildunger Straße 6/6a
60487 Frankfurt
Fax: 069/713 7678-11
www.hage.de/aktivitaeten/kasa.html

Tina Saas
Telefon: (069) 713 76 78-42
E-Mail: tina.saas@hage.de

Elisabeth Terno
Telefon: (069) 713 76 78-43
E-Mail: elisabeth.terno@hage.de

Hospiz- und PalliativVerband Hessen e.V.
c/o Hospiz ADVENA
Bahnstraße 9b
65205 Wiesbaden
Telefon: 0611/97620-32
Fax: 0611/97620-80
E-Mail: info@hospize-hessen.de
www.hospize-hessen.de