Hessisches Hitzewarnsystem

Das Hessische Hitzewarnsystem besteht aus zwei Warnstufen:

Stufe 1
warnt vor einer starken Wärmebelastung. Sie wird bei einer gefühlten Temperatur von über 32 °C erreicht.

Stufe 2
warnt vor einer extreme Wärmebelastung. Sie liegt vor, wenn die gefühlte Temperatur 38 °C übersteigt oder Warnstufe 1 an vier aufeinander folgenden Tagen andauert.

Die Anzahl der Tage mit starker Wärmebelastung ist in den Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes genannt.

Durch das Hessische Hitzewarnsystem ist sichergestellt, dass insbesondere die Alten- und Pflegeheime, die Heime für Menschen mit Behinderungen sowie die Krankenhäuser tagesaktuell vom Deutschen Wetterdienst über gegenwärtige und bevorstehende Wärmebelastungen informiert werden.

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht die Hitzewarnungen für ein Bundesland oder einen Landkreis über einen Newsletter. Interessierte können den Newsletter direkt beim Deutschen Wetterdienst unter folgender Adresse abonnieren: www.dwd.de/newsletterÖffnet sich in einem neuen Fenster. Nutzer von Smartphones können Hitzewarnungen auch als App beziehen.

Seit 2004: Gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst und der Gesundheitsabteilung im damaligen Hessischen Sozialministerium wurde 2004 in Hessen erstmals ein Hitzewarnsystem eingeführt, um ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen vor Schäden durch Hitzeeinwirkung zu schützen.

Seit 2017: Ältere und pflegebedürftige Menschen werden im Warntext des Deutschen Wetterdienstes dann ergänzend und gezielt angesprochen, wenn die gefühlte Temperatur 36 °C übersteigt. Für diese Menschen stellt die Hitze bereits oberhalb dieses Schwellenwerts eine extreme Belastung dar.

Der Deutsche Wetterdienst weist zudem darauf hin, dass in Stadtgebieten aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung eine zusätzliche Wärmebelastung auftreten kann. Zur generellen Einschätzung der Wettersituation in Bezug auf die Hitzebelastungen gibt der Deutsche Wetterdienst außerdem kreisbezogene Hitzevorinformationen für die kommenden fünf Tage bekannt. Somit können sich die betroffenen Einrichtungen und Institutionen auf zu erwartende Wärmebelastungen einstellen und entsprechende Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen einplanen.

Weitere Hinweise sind auf den Internetseiten des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie www.hlnug.deÖffnet sich in einem neuen Fenster, des Umweltbundesamtes www.uba.deÖffnet sich in einem neuen Fenster und des Deutschen Wetterdienstes www.dwd.deÖffnet sich in einem neuen Fenster zu finden.

Schlagworte zum Thema