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Effektives Überwachungssystem für Infektionskrankheiten

Infektionsschutz-Neuregelung

Bis vor wenigen Jahren galten Infektionskrankheiten in Deutschland als besiegt. Im letzten Jahrzehnt hat sich jedoch die Einschätzung der gesundheitlichen Gefahren durch Infektionskrankheiten in Folge der weltweiten Verflechtungen auch in den entwickelten Ländern wieder geändert. Neue Erreger traten auf, die sich von den gängigen Medikamenten nicht ausreichend bekämpfen ließen.

Das Auftreten und die Ausbreitung von Aids und einer neuen Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit sind hierfür erschreckende Beispiele. Es wird geschätzt, dass es sich in Deutschland bei 25 bis 30 % aller Diagnosen und Behandlungen um Infektionskrankheiten oder infektiöse Komplikationen handelt. Dabei zeigt es sich, dass Krankheitserreger zunehmend und immer schneller gegen Antibiotika resistent werden. Die Befürchtung, dass immer neuere aggressivere Varianten von bekannten oder bislang unbekannten Krankheitserregern auftreten bzw. nach Deutschland importiert werden, hat das öffentliche und wissenschaftliche Interesse wieder geweckt.

Ein effektives Überwachungssystem für Infektionskrankheiten, das Risikosignale schneller erkennt, ist zum Schutz der Bevölkerung unumgänglich.

Das neue Infektionsschutzgesetz trägt den aktuellen Erkenntnissen und Entwicklungen Rechnung. Es stellt eine umfassende Reform der bisher geltenden seuchenrechtlichen Bundesregelungen zum Schutz vor übertragbaren Krankheiten dar.

Infektionshygieneverordnung

Die Hessische Infektionshygieneverordnung enthält Festlegungen von Hygienemaßnahmen für die Bereiche der nichtärztlichen Heilkunde, Schönheits- und Körperpflege, die durch die Art ihrer Tätigkeit blutübertragene Infektionen beim Menschen herbeiführen können. Damit soll sichergestellt werden, dass Personen, die diese Tätigkeiten ausüben ein Mindestmaß an Kenntnissen über übertragbare Krankheiten, Übertragungsmechanismen, Desinfektion und Reinigung usw. haben (Sachkunde) und sich an Grundvorgaben der Hygiene halten müssen (Händedesinfektion, Desinfektion, Umgang mit Instrumenten usw.). Adressaten sind diejenigen Berufsgruppen, bei denen durch die Art bestimmter Tätigkeiten besonders leicht Infektionen übertragen werden können wie z.B., bei dem Tätowieren, der Kosmetik, der Fußpflege, der Nagelpflege, der Haarpflege, dem Ohrlochstechen und der Schmuckeinbringung an, in oder unter der Haut oder Schleimhaut (Piercing) ebenso bei Personen mit einer Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes, die invasive Tätigkeiten ausüben.

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