Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes

Krankenhaushygiene

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Krankenschwestern waschen sich die Hände
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Krankenhaushygiene (§§ 6, 23, 36 IfSG)

Mit dem Infektionsschutzgesetz (in Kraft seit dem 01.01.2001) sind neue Regelungen zur Verbesserung der Krankenhaushygiene geschaffen worden. Die vorliegenden Empfehlungen sollen eine reibungslose Umsetzung des Gesetzes durch die Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren und Aufsichtsorgane ermöglichen. Eine Arbeitsgruppe mit Ärzten/Ärztinnen für Krankenhaushygiene der drei hessischen Universitäten und zweier städtischer Krankenhäuser, Vertretern des öffentlichen Gesundheitsdienstes und der Hessischen Krankenhausgesellschaft hat beratend bei der Erstellung der hessischen Empfehlungen mitgewirkt. Die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention wurden bei den hessischen Empfehlungen berücksichtigt. Die Empfehlungen betreffen die Erstellung und Umsetzung von Hygieneplänen (§ 36 Absatz 1 IfSG), die Meldung von Ausbrüchen nosokomialer Infektionen (§ 6 Absatz 3 IfSG) und die Surveillance von nosokomialen Infektionen und multiresistenten Keimen in Krankenhäusern und Einrichtungen für ambulantes Operieren (§ 23 Absatz 4 IfSG, siehe auch die Bekanntmachung des Robert Koch-Institutes zur Surveillance von nosokomialen Infektionen und Bekanntmachung des Robert Koch-Instituts zur Festlegung der Daten zu Art und Umfang des Antibiotika-Verbrauchs in Krankenhäusern  (Ausführungen und Erläuterungen).

Hessische Hygieneverordnung

Die Hessische Hygieneverordnung stellt konsequente Anforderungen an die Hygienekenntnisse und die Personalausstattung aller in den Gesundheitseinrichtungen beteiligten Berufsgruppen. Sie legt für die jeweiligen Einrichtungen den Mindestbedarf an Hygienefachpersonal in transparenter Weise fest, sodass dieser auch von den Bürgerinnen und Bürgern nachvollziehbar ist. Zudem haben alle Einrichtungen die erforderliche Fortbildung des Hygienefachpersonals sowie des übrigen medizinischen Personals sicherzustellen. Die Beschäftigten sind für die Hygiene-Fortbildungen freizustellen.

Zum Hygienefachpersonal zählen Fachärztinnen und -ärzte für Krankenhaushygiene, Hygienepflegekräfte und Hygieneingenieure. Sie beraten die Leitung der jeweiligen Einrichtung sowie das medizinische Personal in allen Angelegenheiten der Hygiene. Hygienebeauftragte Ärztinnen und Ärzte sorgen dafür, dass die Hygienevorschriften im Alltag der Patientenversorgung umgesetzt werden.

Die hessische Hygieneverordnung trat am 1. Dezember 2011 in Kraft. Sie steht unten als PDF-Dowload zur Verfügung.