Kindervorsorgeuntersuchungen

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Untersuchung beim Arzt
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„Die Hessische Landesregierung nimmt den Kinderschutz sehr ernst. Durch die verpflichtenden Früherkennungsuntersuchungen können eventuell auftretende Krankheiten bei allen Kindern rechtzeitig erkannt werden und die gute Entwicklung der Kinder wird unterstützt,“ erläutert der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner.

Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9)

Seit 1. Januar 2008 sind alle Eltern in Hessen verpflichtet, ihre Kinder in vorgegebenen Rhythmen zu den Vorsorgeuntersuchungen zu bringen. Dabei handelt es sich um die von den Krankenkassen finanzierten Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9). Informationen hierzu erhalten die Eltern bereits zur Geburt in den Krankenhäusern.

„Vorsorgeuntersuchungen sind der erste Baustein in einer Reihe von Schutzmaßnahmen. Nur wenn jemand rechtzeitig und früh warnt, kann verhindert werden, dass Kinder misshandelt oder gar getötet werden. Kinderärzte sind hier die kompetenteste Stelle.“ In den Kinderarztpraxen in Hessen liegen Elternbriefe/Merkblätter zum Kindergesundheitsschutz aus (siehe Download unten).

Kontakt für Arztpraxen

Fragen aus den Arztpraxen zur Umsetzung des Kindergesundheitsschutzgesetzes können an das Hessische Kindervorsorgezentrum gerichtet werden:

Universitätsklinikum Frankfurt
Theodor-Stern-Kai 7
Frankfurt am Main
Telefon: (069) 630 18 75 01
E-Mail: kru@kgu.de

Dieses eigens vom Land eingerichtete Kindervorsorgezentrum soll Eltern, die ihr Kind trotz Einladung nicht zu den Untersuchungen gebracht haben, auffordern, das zu tun. Erfolgt abermals keine Untersuchung wird das Jugendamt informiert. Hierbei geht nicht um Bestrafung, sondern darum den Kindern zu helfen. Hessen setzt auf die aufsuchende Hilfe der Jugendämter und entwickelt ein ganzes Netz an vorsorgenden Hilfen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Hebammen, die zu Familienhebammen ausgebildet werden.