Förderausschreibung

Gemeindepfleger*innen (früher Gemeindeschwester 2.0)

Lesedauer:2 Minuten

Hinweis

Aufgrund der hohen Nachfrage sind die mit dem Programm verbundenen Landesmittel bereits ausgeschöpft. Bewilligungen werden deshalb bis zur Veröffentlichung der Richtlinie „Gemeindepfleger*Innen“ pausiert. Die Veröffentlichung wird noch in 2022 angestrebt.

Ausschreibung

In den ländlichen Gebieten in Hessen leben immer mehr ältere als jüngere Menschen. Deswegen werden zunehmend Unterstützungsleistungen für die ältere Bevölkerung benötigt. Nicht nur Leistungen, die durch Gesetztestexte vorgegeben sind, sondern auch Zuwendung in vielfältiger Weise.

Um dem Anspruch einer flächendeckenden vollumfänglichen Versorgung gerecht werden zu können, hat die Landesregierung bereits 2018 einen ersten Förderaufruf „Gemeindeschwester 2.0“ initiiert. Eine Fortsetzung des Förderaufrufs wird voraussichtlich 2023 in einer Förderrichtlinie münden.

Kern des Aufrufs ist die Förderung eines möglichst langen selbstbestimmten und selbstständigen Lebens von Seniorinnen und Senioren in ihrem vertrauten Umfeld. Die Unterstützungsleistungen der Gemeindepflegerin oder des Gemeindepflegers sollen den Eintritt von Pflegebedürftigkeit vermeiden und orientieren sich an den Bedürfnissen älterer Menschen. Im Zuge einer präventiven, vorbeugenden und sorgenden Arbeitsweise werden mögliche Unterstützungsbedarfe in den gesundheitlichen, pflegerischen und sozialen Bereichen ermittelt und in geeignete Angebote sowie Hilfe vor Ort vermittelt (Verweisberatung). Die Gemeindepflegerin oder der Gemeindepfleger ergänzen bestehende Strukturen und schließen dadurch eine Lücke.

Das Ziel ist, gleichwertige Lebensverhältnisse in städtischen und ländlichen Gegenden zu schaffen und eine nachhaltige Fachkräftesicherung zu fördern.

Die benötigten Antragsunterlagen erhalten Sie auf Anfrage an die E-Mail Adresse: Gesundheitsnetze@hsm.hessen.de

1. Ziel der Förderung, Aufgabenbeschreibung

Mit dem Gemeindepflegerprogramm sollen (psycho -)soziale Problemlagen bei Menschen auch ohne Pflegbedarf im Sinne des SGB Xl aufgedeckt werden können, um eine Bedarfsermittlung und Organisation erforderlicher Hilfen zu ermöglichen. Für hilfebedürftige Menschen sollen dadurch die selbständige Lebensführung sowie die soziale Teilhabe so lange wie möglich unterstützt werden. Die Gemeindepfleger*in kann bestehende Strukturen sinnvoll ergänzen, indem sie einen sich abzeichnenden Unterstützungsbedarf im Bereich der medizinischen und pflegerischen Versorgung, Unterstützung im Alltag und sozialen Teilhabe bereits im Vorfeld von schwerer oder chronischer Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit erfasst und in entsprechende Angebote und Hilfen vor Ort vermittelt (Verweisberatung). Sie erbringt dabei selbst keine eigenen Leistungen nach dem SGB V, XI oder XII. Die Unterstützungsleistung der Gemeindepfleger*in hat sich immer an den Interessen des älteren Menschen zu orientieren. Zum Teil sollte die Erfüllung notwendiger sozialbetreuerischer Hilfeleistungen (wie z.B. Begleitung zu einem weiterführenden Arzttermin, Unterstützung bei der Beschaffung von Medikamenten) auf Basis des Patientenwunsches auch durch die Gemeindepflegerin selbst erbracht werden können.

2. Antragsberechtigte

Antragsberechtigt im Sinne dieser Ausschreibung sind

a) niedergelassene Ärztinnen in hausärztlicher Tätigkeit oder Träger eines grundversorgenden medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) mit mindestens einem hausärztlichen Sitz, die eine Ausweitung ihres aufsuchenden Angebotes durch eine medizinische Fachangestellte mit dem Fokus auf Erfassung notwendiger Hilfen und Vermittlung von Unterstützungsstrukturen für ältere Patientinnen im Sinne eines Case Managements voranbringen wollen. Hierbei muss es sich um ein allgemein zugängliches Beratungsangebot für alle Bürgerinnen einer Region handeln, auch
wenn sie nicht von der Hausarztpraxis oder dem MVZ medizinisch betreut werden.
b) Kommunen, die ein aufsuchendes Angebot zur Erfassung des erforderlichen
Unterstützungsbedarfs älterer Menschen bereithalten oder etablieren wollen.
Eine geteilte Antragstellung durch Kommune und Hausarztpraxis ist ebenfalls möglich.

3. Förderkriterien, Finanzierungsart, zuwendungsfähige Ausgaben

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gewährt eine Projektförderung als
nicht rückzahlbarer Zuschuss für die Personalkosten, sofern der/ die Stelleninhaber*in
folgende Kriterien erfüllt:

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Gesundheits- oder Pflegeberuf
  • oder zum Sozialarbeiter/ zur Sozialarbeiterin
  • Abgeschlossene Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten mit der Qualifikation
  • als Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH oder vergleichbare Qualifikation)
  • Vertrautheit im Umgang mit älteren Menschen
  • Fähigkeit zum Erkennen einer häuslichen Versorgungssituation sowie eines Unterstützungsbedarfs
  • Fähigkeit, als Netzwerker*in in bestehende Hilfestrukturen vor Ort weiterzuvermitteln
  • (z.B. Pflegestützpunkt, Bürgerverein, Mahlzeitendienst etc.)
  • Fähigkeit, koordinierende Funktion innerhalb der bestehenden Unterstützungsangebote trägerneutral zu übernehmen
  • Zuwendungsfähige Ausgaben im Sinne dieser Ausschreibung sind:
  • Personalkosten äquivalent bis zur Entgeltgruppe 9b TV -H
  • Sachkosten, die im Zusammenhang mit der Qualifikation zur Versorgungsassistentin
  • in der Hausarztpraxis (VERAH) oder Weiterqualifikation für Case Management-
  • Aufgaben entstehen

Eine geförderte Stelle kann auch mit mehreren Teilzeitbeschäftigten besetzt werden. Mit dem Förderantrag ist eine Arbeitsplatzbeschreibung und ein Versorgungskonzept vorzulegen, woraus die sozialräumliche Zuordnung der jeweiligen Gemeindepfleger*in und die Strategie
zur Vernetzung erkennbar werden. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert vorrangig sozialräumliche Ansätze, die zu einer möglichst flächendeckenden Versorgung mit Leistungen der Gemeindepfleger*innen führen.Für Antragsteller die bereits in den Jahren 2018 bis 2020 vom HMSI gefördert wurden, wird eine Ausnahme vom Verbot des vorzeitigen Maßnahmenbeginns nach Nr. 1.3 VV zu § 44
Landeshaushaltsordnung (LHO) genehmigt. Bei der Zuwendung handelt sich um eine freiwillige Leistung des Landes und es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Förderung. Sollten ergänzende Mittel für präventive Hausbesuche durch die Krankenkassen aus Mitteln
des Präventionsgesetzes bereitgestellt werden, ist eine zusätzliche Finanzierung möglich und führt zu einer entsprechenden Erweiterung des Aufgabengebietes der Gemeindepfleger*in.

4. Verfahren

Die Antragstellung erfolgt elektronisch über die E -Mail -Adresse Gesundheitsnetze@hsm.hessen.de

Ansprechpartner für generelle Fragen zum Fördergegenstand und -verfahren ist das

Hessische Ministerium für Soziales und Integration
Frau Susanne Hildebrandt-Pohl, Frau Melanie Nölkel
Referat V 1 A „Gesundheitspolitik"
Sonnenberger Straße 2/2a
65193 Wiesbaden
Tel.: 0611/ 3219-3852 oder -3855
E-Mail: Gesundheitsnetze@hsm.hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster

Informationen

Übersicht Gemeindepfleger*innen

Kreis Bergstraße

Odenwald
Frau Uta Brand
Frau Andrea El-Abed
Tel.: 06253 809-53
E-Mail: paula-novo@kreis-bergstrasse.de

Ried
Frau Christina Adler-Schäfer
Tel.: 06206 701 510
E-Mail: paula-norie@kreis-bergstrasse.de          

Darmstadt
Kreisfreie Stadt Darmstadt in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz Darmstadt-Stadt e. V.
Stadtteil Wixhausen
Frau Katharina Müller
Tel.: 06151 3606-150
Mobil: 0176 13606613
E-Mail: katharina.mueller@drk-darmstadt.de, Seniorenberatungwx@drk-darmstadt.de

Frau Friederike Baumgärtner
Tel.: 06151 3606-150
Mobil: 0176 10017 886
E-Mail: friederike.baumgaertner@drk-darmstadt.de, Seniorenberatungwx@drk-darmstadt.de

Pallaswiesen-Mornewegviertel
Frau Katrin Schuck
Tel.: 06151 3606-625
Mobil: 0176 13606612
E-Mail: katrin.schuck@drk-darmstadt.de
 

Kreisfreie Stadt Darmstadt in Kooperation mit dem Agaplesion Heimathaus Wohnen & Pflegen
Stadtteil Bessungen
Frau Enya Bader
Tel.: 06151 602 95 100
E-Mail: enya.bader@agaplesion.de
 

Darmstadt-Dieburg
Zentrum der Medizinischen Versorgung
Da-Di MVZ GmbH in Trägerschaft des Landkreises, Stadt Ober-Ramstadt

Frau Stefanie Rudolph
Tel.: 06154 6945457
Mobil: 0162 2906810
E-Mail: casemanager@mvz-dadi.de

Herr Christof Salzmann
Tel.: 06154 6945457
Mobil: 0173 1903986
E-Mail: gesundheitslotse@mvz-dadi.de

Fulda – Landkreis
Landarzt MVZ Rhön GmbH, Gemeinde Poppenhausen
Frau Alexandra Baier
Tel.: 06658 2729-740
E-Mail: verah@landarzt-mvz-rhoen.de

Landarzt MVZ Rhön GmbH, Gemeinde Ebersburg - Schmalnau
Frau Olga Becker
Tel: 06658-2729770
Mail: verah@landarzt-mvz-rhoen.de

Hausarztzentrum Eiterfeld
Frau Sabine Richter
Tel.: 06672 366010
E-Mail: info@hausarztzentrum-eiterfeld.de

Groß-Gerau – Landkreis
Gemeinde Nauheim
Frau Jana Mattern
Tel.: 06152 639267
Mobil: 0151 44167927
E-Mail: jmattern@nauheim.de

Gemeinde Trebur 
Frau Anja Studt
Tel.: 06147 208-46
E-Mail: anja.studt@trebur.de, gemeindepflegerin@trebur.de

Landkreis Groß-Gerau
Frau Michèle Schneider
Tel.: 06152 989-84069
E-Mail: gemeindeschwester@kreisgg.de

Frau Monika Marx
Tel.: 06152 989-84068
E-Mail: gemeindeschwester@kreisgg.de

Stadt Ginsheim-Gustavsburg
Frau Christine Märtin
Tel.: 0151 15140954 (vormittags)
E-Mail: maertin@gigu.de
Frau Martina Seibert
Tel.: 06134 557505
E-Mail: gemeindepflegerin@hospiz-mainspitze.de

Stadt Rüsselsheim
Frau Birgit Backe
Tel.: 06142 83-2122
E-Mail: birgit.backe@ruesselsheim.de

Frau Johanna Höhn
Tel.: 06142 83-2303
E-Mail: Johanna.Hoehn@ruesselsheim.de

Marburg-Biedenkopf
Stadt Kirchhain

Frau Martina Dieth
Tel.: 06422 9380290
Mobil: 0173 8519221
E-Mail: gemeindeschwester@kirchhain.de

Frau Anita Kirschner
Tel.: 06422 9380290
Mobil: 0152 06197159
E-Mail: gemeindeschwester@kirchhain.de

Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin
Herr Dr. Baalbaki, Gemeinde Lohra

Frau Kerstin Koch
Tel.: 06426 921090
E-Mail: praxisbaalbaki@web.de

Kreisstadt Marburg
Frau Martina Heinzer
Tel.: 06421 2011-671 oder 06421 2011-462
E-Mail: gemeindeschwester@marburg-stadt.de

Frau Sina Gattinger
Tel.: 06421 2011-672 oder 06421 2011-462
E-Mail: gemeindeschwester@marburg-stadt.de

Frau Melanie Starna-Morneweg
Tel.: 06421 2011679
Mobil: 015904086824
E-Mail: gemeindeschwester@marburg-stadt.de

Landkreis Limburg-Weilburg
Gemeinde Elz

Frau Tamara Jung
Tel.: 06431 957539
Mobil: 0151 42440755
E-Mail: tamara.jung@elz-ww.de

Gemeinde Löhnberg -> noch nicht bekannt

Odenwaldkreis
Hausärztliche Gemeinschaftspraxis
Herr Dr. Eckert, Gemeinde Höchst

Gemeindepflegerin
Tel.: 0170 4422674
E-Mail: kontakt@hgp-hoechst.de

Offenbach – Landkreis
Kreisstadt Dietzenbach

Frau Ida Konrad
Tel.: 06074 42077
E-Mail: Ida.Konrad@dietzenbach.de

Frau Nicole Mouritzen
Tel.: 06074 42078
Mail: nicole.mouritzen@dietzenbach.de

Rheingau-Taunus-Kreis
Gemeinde Schlangenbad in Kooperation mit der Hausarztpraxis Schlangenbad

Frau Milinda Ramadani
Tel.: 06129 8142
E-Mail: Gemeindeschwester.schlangenbad@gmx.de

Stadt Eltville

Frau Anna Böttger
Tel.: 06123 697390
Mobil: 0157 30964835
E-Mail: gemeindeschwester@eltville.de

Schwalm-Eder-Kreis
Sozialraum Melsungen
Frau Sabine Gipper
Mobil.: 0176 82226981
E-Mail: s.leukam@gesunder-sek-plus.de

Sozialraum Fritzlar
Frau Anna Berndt
Mobil: 0176 21827249
E-Mail: a.berndt@gesunder-sek-plus.de

Sozialraum Homberg
Frau Andrea Richter
Mobil: 0176 21827151
E-Mail: a.richter@gesunder-sek-plus.de

Sozialraum Schwalmstadt
Herr Hendrik Boucsein
Mobil: 0176 21827200
E-Mail: h.boucsein@gesunder-sek-plus.de

Waldeck-Frankenberg
Frau Brigitte Saure
Mobil: 0171 21 34 789
Email: gemeindepflege@lkwafkb.de

Frau Kathrin Kornemann
Mobil: 0171 27 10 749
Email: gemeindepflege@lkwafkb.de

Frau Lisa Rampe
Mobil: 0171 2717977
Email: gemeindepflege@lkwafkb.de

Werra-Meißner-Kreis
Träger und Projektkoordination
Werra-Meißner-Kreis – Der Kreisausschuss (Träger)
In Kooperation mit Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH (Projektkoordination)

Frau Britta Salewski
Tel.: 05651 30225311
E-Mail: britta.salewski@werra-meissner-kreis.de
Herr Steven Renner
Tel.: 05651 9521920
E-Mail: info@gesunder-wmk.de

Praxis Hr. Dr. Hünermund, Gemeinde Waldkappel
Herleshausen, Eschwege, Ringgau, Meinhard, Wanfried, Waldkappel, Sontra, Weißenborn und Wehretal
Frau Julia Beyer
Tel.: 05656 92192
Mobil: 0160 3234537
E-Mail: gemeindeschwester@gmx.de

Praxis Hr. Dr. Kühlke, Stadt Bad Sooden-Allendorf
Bad Sooden-Allendorf , Meißner und Berkatal
Frau Maren Gerlach
Tel.: 0175 2166423
E-Mail: gemeindeschwester2.0-maren@web.de


Praxis Hr. Dr. Hassan, Stadt Witzenhausen
Witzenhausen, Neu-Eichenberg
Frau Ines Mühlhausen
Tel.: 05542 2008
E-Mail: gp@praxis-hassan.de

Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH
Hessisch Lichtenau, Großalmerode, Kaufunger Wald
Frau Patricia Philippent
Tel.: 0160 757 496 4
E-Mail: p.philippent@gesunder-wmk.de

Vogelsbergkreis
Frau Petra Blank
Tel.: 06641 9771781
E-Mail: petra.blank@vogelsbergkreis.de
prima@vogelsbergkreis.de

Herr Michael Merschrod
Tel.: 06641 977178
E-Mail: michael.merschrod@vogelsbergkreis.de
prima@vogelsbergkreis.de

Frau Marcelina Vorwerk
Tel.: 06641 9771782
E-Mail: marcelina.vorwerk@vogelsbergkreis.de
prima@vogelsbergkreis.de

Wetteraukreis
Stadt Nidda

Frau Sandra Frank
Tel.: 06043 400619
Mobil: 0170 3025731
E-Mail: gemeindeschwester@nidda.de

Wiesbaden
Curandum e. V.
Gesundheitszentrum Wiesbaden Ost

Frau Krystyna Bickel
Tel.: 06127 967985
E-Mail: krystyna.bickel@curandum.team

Frau Kristin Hof
Tel.: 0162 9271398
E-Mail: Kristin.Hof@web.de