Erweiterung des Nichtraucherschutzgesetzes

Nichtraucherschutz wird in Hessen ernst genommen

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Hessen rauchfrei
© HSM

Das Hessische Nichtraucherschutzgesetz  ist am 27. September 2012 mit der Erweiterung des Rauchverbots in Gemeinschaftsräumen von Studierendenwohnheimen bis zum 31. Dezember 2020 verlängert worden.

Der Gesundheitsschutz der hessischen Bevölkerung hat für die Hessische Landesregierung einen besonders hohen Stellenwert. Die unmittelbare Gefährdung der Gesundheit und des Lebens durch das Einatmen von Tabakrauch ist wissenschaftlich eindeutig belegt. Rauchen macht krank und kann vorzeitig zum Tod führen. In Deutschland sterben jährlich rund 140.000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums, das sind etwa 400 Menschen täglich. Die Anzahl der durch das Rauchen ausgelösten Todesfälle ist höher als die von Aids, Alkohol, illegalen Drogen, Verkehrsunfällen, Morden und Selbstmorden. An den Folgen des Passivrauchens sterben jährlich mehr als 3.300 Nichtrauchende (davon 70 Prozent Frauen). Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit mit an der Spitze der passivrauchbedingten Todesfälle. Die Passivrauchenden erleiden – wenngleich in geringerem Ausmaß – die gleichen akuten und chronischen Erkrankungen wie die Rauchenden.

Als erstes Bundesland hat Hessen deshalb im Jahr 2005 ein gesetzliches Rauchverbot in Schulen und auf dem Schulgelände eingeführt. Anfang des Jahres 2007 folgte ein Rauchverbot in Kindertagesstätten und auf deren Gelände. Seit diesem Zeitpunkt darf auch im Rahmen der Kindertagespflege (Tagesmütter) in den für die Kinder bestimmten Räumen in Anwesenheit der Kinder nicht mehr geraucht werden. Mit dem Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens (Hessisches Nichtraucherschutzgesetz) hat die Hessische Landesregierung die Weichen für einen umfassenden Nichtraucherschutz in Hessen gestellt. Jahrelang wurde in Deutschland leidenschaftlich diskutiert über das Verhältnis von persönlicher Freiheit und dem Schutz der Passivrauchenden vor den Gefahren des Rauchens. In den letzten Jahren haben sich die medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Gefahren des Passivrauchens durchgesetzt, die heute von niemandem mehr bestritten werden können. In der Bevölkerung befürwortet eine Mehrheit einen effektiven Schutz der Passivrauchenden in unserem Land.

Mit dem Hessischen Nichtraucherschutzgesetz wurden Bereiche, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger entweder aufhalten müssen, sich weiterbilden oder ihre Freizeit verbringen rauchfrei. Damit wird die Bevölkerung vor den gesundheitsgefährdenden Substanzen des Rauches wirkungsvoll geschützt.