Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Stabsstelle des Ministeriums

Herzlich Willkommen bei der Antidiskriminierungsstelle!

Nur wer vor dem Recht und von seinen Mitmenschen als gleichwertig anerkannt wird, kann sein Leben selbstbestimmt leben. Deshalb hat es sich die Hessische Landesregierung zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein der Bevölkerung für jede Form von Diskriminierung zu schärfen und sich für echte Gleichbehandlung einzusetzen. Die Hessische Landesregierung wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung. Sie verfolgt das Ziel, dauerhafte Grundlagen für ein vorurteils- und diskriminierungsfreies Miteinander zu legen. Die Grundlage für dieses bedeutende Vorhaben, wurde bereits im Koalitionsvertrag und durch den Beitritt zur „Koalition gegen Diskriminierung“ gelegt. Die Einrichtung der  Antidiskriminierungsstelle im Januar 2015 stellt dabei einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem diskriminierungsfreien Hessen dar.

Angesiedelt ist die  Antidiskriminierungsstelle als Stabsstelle im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) und direkt dem Bevollmächtigten der Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, zugeordnet. Das ist ein deutliches Signal und zeigt, welchen Stellenwert die Landesregierung der Antidiskriminierungsarbeit in Hessen zuschreibt. Wir sind für Sie da!

Über Uns

Hessen steht für Vielfalt und ein wertschätzendes Miteinander. Dafür setzt sich die  Antidiskriminierungsstelle im Rahmen ihrer Arbeit jeden Tag ein.

Antidiskriminierungsarbeit

Diskriminierungen sind gesellschaftliche Realität und kein Randphänomen. Sie bestimmen den Alltag vieler Menschen, etwa bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, in der Schule oder in der Freizeit. In Deutschland bietet das im August 2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), in vielen Lebensbereichen Schutz vor Benachteiligungen aus rassistischen Gründen, wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität (= Diskriminierungskategorien). Das Grundgesetz verbietet ebenfalls Benachteiligungen aus unterschiedlichen Gründen und regelt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Arbeitsgrundlage der Hessischen Antidiskriminierungsstelle ist u.a. das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Dabei verfolgt die Stelle einen horizontalen Ansatz. Dieser Begriff beschreibt eine merkmals- und zielgruppenübergreifende Herangehensweise in der Antidiskriminierungsarbeit, im Rahmen derer ohne Priorisierung alle Diskriminierungskategorien geschützt und Benachteiligungen bekämpft werden. Um adäquate Unterstützung bieten zu können, wird der horizontale Arbeitsansatz weiterhin durch eine zielgruppenspezifische Antidiskriminierungsarbeit ergänzt. So soll die Sichtbarmachung individueller Diskriminierungsformen und –erfahrungen sichergestellt werden.

Das Team

Die Aufgaben der Hessischen Antidiskriminierungsstelle sind vielfältig. Genauso vielfältig sind die beruflichen und persönlichen Hintergründe des erfahrenen Teams, das Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen Öffentlichkeits,- Sensibilisierungs,- und Präventionsarbeit sowie Beratung und Vernetzung setzt. Das Team steht mit seiner breit gefächerten Expertise zu Fragen der Antidiskriminierungsarbeit gerne zur Verfügung.

Beratung

Zu den Aufgaben der  Antidiskriminierungsstelle gehört es u.a., schnelle und unbürokratische Hilfe für von Diskriminierung Betroffene zur Verfügung zu stellen. Das Erstberatungsangebot der Stelle ist niedrigschwellig und kostenlos ausgestaltet. Es besteht auch die Möglichkeit, Sachverhalte anonym mitzuteilen.

Das Angebot umfasst

  • Ersteinschätzung zum potenziellen Diskriminierungsfall, damit Sie über das weitere Vorgehen entscheiden können;

  • Allgemeine Informationen zum Diskriminierungsschutz, insbesondere zum AGG;

  • Falls vorhanden, Weitervermittlung an spezialisierte Ansprechpartner_innen;

  • Falls angezeigt, Kontaktaufnahme zu potenziellen Diskriminierungsverantwortlichen, um Stellungnahmen einzuholen, sensibilisierend einzuwirken und zu vermitteln.

    Eine rechtliche Beratung im Einzelfall ist dagegen ausgeschlossen!

    Nehmen Sie schriftlich oder telefonisch Kontakt mit uns auf:

    Kontaktdaten

    Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
    Stabsstelle Antidiskriminierung
    Dostojewskistraße 4
    65187 Wiesbaden
    Tel.: 0611-817 3391
    Fax: 0611 32 7193406
    E-Mail: antidiskriminierungsstelle@hsm.hessen.de:

    Antidiskriminierungsarbeit in der Praxis: Öffentlichkeitsarbeit, Sensibilisierung und Prävention

    Die  Antidiskriminierungsstelle tritt im Rahmen ihrer Öffentlichkeits-, Sensibilisierungs-, und Präventionsarbeit für Respekt, für Würde und für Akzeptanz ein. Sie informiert regelmäßig über geplante Veranstaltungen und stellt interessante Materialien zur Verfügung. Darüber hinaus ist vorgesehen, Studien zu planen, zu konzeptionieren und in Auftrag zu geben, sowie deutsche und internationale Antidiskriminierungsforschung auszuwerten.

    Vernetzung

    Ein Erfahrungs- und Wissensaustausch kann dazu beitragen, Kräfte zu bündeln und Diskriminierungen effektiver und nachhaltiger zu bekämpfen. Deshalb legt die Stelle einen weiteren Arbeitsschwerpunkt auf die lokale, regionale, landes- sowie bundesweite Vernetzungsarbeit.

    Wichtige Akteur_innen bzw. Kooperationspartner_innen sind:

  • Antidiskriminierungsstelle des Bundes,

  • Antidiskriminierungsstellen anderer Bundesländer,

  • Selbstorganisationen der Betroffenen,

  • Verbände; Initiativen, Institutionen,

  • Organisationen und Vereine