Netzwerkförderungen

symbolbild_netzwerken_fotolia_58391377_s_a_bruno.jpg

Symbolbild Netzwerken
© Fotolia/S_A_Bruno

Regionale Antidiskriminierungsnetzwerke

Mit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) wurden die rechtlichen Möglichkeiten, auf Diskriminierung zu reagieren, erheblich verbessert. Trotzdem kennen immer noch zu wenige von Diskriminierung Betroffene ihre Rechte oder nehmen diese in Anspruch. Mit dem Beitritt Hessens zur Koalition gegen Diskriminierung (2014) und der Einrichtung der Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (2015) wurden zwei wesentliche Vorhaben auf Landesebene umgesetzt, um Diskriminierungen nachhaltig zu bekämpfen.

Akzeptanz und diskriminierungsfreies Miteinander können jedoch nicht von oben verordnet werden. Sie müssen aus der Mitte der Gesellschaft kommen und aktiv gelebt werden. Deshalb fördert die Hessische Landesregierung seit Oktober 2018 regionale Antidiskriminierungsnetzwerke in Nord- und Mittelhessen sowie im Rhein-Main-Gebiet. Ihre Aufgabe ist es, Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzuwirken, wo sie geschehen – vor Ort, im alltäglichen Umgang miteinander. Ziel der Förderung ist die Stärkung des diskriminierungsfreien Zusammenlebens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts aller. Die Etablierung und der Ausbau der Antidiskriminierungsarbeit vor Ort wird selbstständig und passgenau vorangebracht.

Ausschreibung für die Region Südhessen

Neben regionalen Antidiskriminierungsnetzwerken in Nord- und Mittelhessen sowie im Rhein-Main-Gebiet soll 2019 auch ein regionales Antidiskriminierungsnetzwerk in Südhessen installiert werden. Im Haushaltsplan des Landes Hessen stehen im Rahmen des Förder-produktes „Landesaktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ Haushaltsmittel zur Stärkung der Politik für Akzeptanz und Vielfalt sowie von Antidiskriminierungsnetzwerken zur Verfügung. Bei dem Netzwerk sollte es sich um eine Organisationsform handeln, in dem sich unabhängige Organisationen zusammenfinden und zusammenarbeiten (Kooperation), um durch das gegenseitige Einbringen von Erfahrungen, Informationen, Ressourcen und Ähnlichem Synergieeffekte zu erreichen und Lernprozesse anzustoßen (Nutzen). Durch die Bündelung gemeinsamer Interessen soll Antidiskriminierungsarbeit nachhaltig verankert werden

Regionale LSBT*IQ-Netzwerke

Die Unterstützung bei der Entwicklung von Strukturen, Vernetzung und Austausch ist ein wichtiges Ziel des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt (APAV). Wirksame Strukturen der Selbstorganisation sind eine wichtige Grundlage für eine kontinuierliche und nachhaltige Vielfaltspolitik. Die Landesregierung unterstützt hierzu in den Haushaltsjahren 2018 und 2019 den Aufbau von regionalen LSBT*IQ-Netzwerken mit Standorten in Nord-, Süd und Mittelhessen, sowie im Rhein-Main-Gebiet. Übergeordnete Zielsetzung der Etablierung der regionalen LSBT*IQ-Netzwerke ist die Stärkung der Selbstorganisation hessischer zivilgesellschaftlicher Akteure (LSBT*IQ-Initiativen, ‑Vereine und ‑Selbsthilfegruppen), um die konkrete und wohnortnahe Umsetzung der Ziele des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt (APAV), der im Mai 2017 von der Hessischen Landesregierung beschlossen wurde, nachhaltig abzusichern.

Die Förderung soll dazu beitragen,

  • die vorhandenen Strukturen der Selbstorganisation in den verschiedenen hessischen Regionen zu stärken und den Aufbau von vernetzten Strukturen zu fördern,
  • die Angebote und den Bedarf in den Projektregionen zu dokumentieren,
  • durch Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung von Projekten die Sichtbarkeit von LSBT*IQ zu stärken und das regionale zielgruppenspezifische Angebot zu ergänzen.

Antragstellung

Alle Informationen zu Förderbedingungen und zum Antragsverfahren das regionale Antidiskriminierungsnetzwerk Südhessen betreffend finden Sie im Downloadbereich unten.
Die Anträge können ab sofort eingereicht werden. Die Antragsfrist endet grundsätzlich zum 31.01.2019. Das Antragsverfahren zu den regionalen LSBT*IQ-Netzwerken ist mittlerweile abgeschlossen. Seit November werden vier Regionen (Nord-, Mittel- und Südhessen sowie Rhein-Main-Gebiet) entsprechende Netzwerke gefördert.

Schließen