Kinderbetreuung

Regelbetrieb Kita und Kindertagespflege

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Kindergarten
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Seit dem 6. Juli 2020 erfolgt in Hessen der Regelbetrieb in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege (hier bereits seit 25. Mai 2020). Mit dem Regelbetrieb erfolgt die Aufnahme der vertraglich oder satzungsgemäß betreuten Kinder auf der Grundlage des SGB VIII. Hierfür gelten grundsätzlich die Rahmenbedingungen gemäß Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB).

Es handelt sich jedoch um einen Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Ein Betretungsverbot gilt weiterhin für Kinder und Personal mit COVID-19-Krankheitssymptomen.

Danach dürfen Kinder und auch das Personal nicht in die Kita bzw. die Kindertagespflege,

  • wenn sie oder die Angehörigen des gleichen Hausstandes Krankheitssymptome für COVID-19 (insbesondere Fieber, trockener Husten – nicht durch chronische Erkrankungen verursacht – oder Verlust des Geschmacks- oder Geruchsinns) aufweisen oder
  • solange sie oder Angehörige des gleichen Hausstandes einer individuell angeordneten Absonderung nach § 30 des Infektionsschutzgesetzes, d.h. einer Quarantäneanordnung, aufgrund einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 unterliegen.

Wie auch schon vor der Corona-Pandemie gilt unverändert, dass Kinder, die eindeutig krank sind, nicht in die Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle gehören. Wenn Kinder eindeutig krank in die Einrichtung gebracht werden oder während der Teilnahme am Betrieb der Kindertageseinrichtung oder der Kindertagespflegestelle erkranken, so kann die Einrichtung die Abholung veranlassen.

Fragen und Antworten 

Welche Krankheitssymptome für COVID-19  führen zu einem Betretungsverbot für die Kita oder die Kindertagespflege? 


Unabhängig von einzelnen Krankheitssymptomen gilt immer: Kinder, die eindeutig krank sind, gehören nicht in die Kinderbetreuung. Das galt vor Corona und gilt auch jetzt.

Tritt bei Kindern oder Jugendlichen eines der folgenden für COVID-19 typischen Krankheitssymptome auf, gilt ein Betretungsverbot für Kita und Kindertagespflege:

  • Fieber (ab 38,0°C)
  • Trockener Husten (nicht durch chronische Erkrankung wie z. B. Asthma verursacht). Ein leichter oder gelegentlicher Husten bzw. ein gelegentliches Halskratzen führt zu keinem automatischen Ausschluss,
  • Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns.

Alle Krankheitssymptome müssen akut auftreten, Krankheitssymptome einer bekannten chronischen Erkrankung sind nicht relevant.

Darf mein Kind mit einem Schnupfen in die Kita?

Ja. Nach der Abwägung zwischen dem Anspruch auf frühkindliche Bildung und Gesundheitsschutz auf der Grundlage der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf das Infektionsgeschehen bei Kindern, führt der einfache Schnupfen ohne weitere Krankheitsanzeichen nicht zu einem Betretungsverbot.

Dürfen gesunde Geschwisterkinder die Kita/Kindertagespflege besuchen, wenn ein anderes Geschwisterkind Krankheitssymptome für COVID-19 aufweist?

Gesunde Geschwisterkinder dürfen die Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle ab dem Zeitpunkt wieder besuchen, in dem das andere Geschwisterkind frei von Krankheitssymptomen für COVID-19 ist, also fieberfrei und in gutem Allgemeinzustand. Voraussetzung ist immer, dass für das gesunde Kind oder seine Angehörigen des gleichen Hausstands keine Quarantäne durch das Gesundheitsamt angeordnet ist.

Gesunde Geschwisterkinder dürfen die Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle nicht besuchen, solange das im gleichen Hausstand lebende Geschwisterkind Krankheitssymptome für COVID-19 aufweist.

Wann darf mein Kind nachdem es Fieber hatte wieder in die Kita/Kindertagespflege?

Ihr Kind muss mindestens einen Tag fieberfrei und wieder in gutem Allgemeinzustand sein, bevor es wieder in die Betreuung darf. Für Eltern hat sich in diesem Zusammenhang folgende Faustregel gut bewährt: „So, wie mein Kind heute war, hätte es in die Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle gehen können, also darf es morgen wieder gehen.“

Wann darf mein Kind nach einem SARS-CoV-2-Test wieder in die Kita/Kindertagespflege?

Wird nach ärztlicher Beratung ein Test durchgeführt, bleiben die Kinder bis zur Mitteilung des Ergebnisses zu Hause.

Ist das Testergebnis negativ, gilt: Das Kind muss mindestens einen Tag fieberfrei und wieder in gutem Allgemeinzustand sein, bevor es wieder die Kita/Kindertagespflege besuchen darf. Ggf. sind darüber hinaus die individuellen Vorgaben der Ärztin / des Arztes zu berücksichtigen.

Ist das Testergebnis positiv, gilt folgende Regelung: Das Kind muss mindestens 48 Stunden symptomfrei sein und darf frühestens 10 Tage nach Symptombeginn die Kita /Kindertagespflegestelle wieder besuchen.

Generell gilt: Zur Wiederzulassung des Besuchs einer Kita oder der Kindertagespflege sind kein negativer Virusnachweis und auch kein ärztliches Attest notwendig. Sofern es die Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle im Zweifelsfall für erforderlich hält, kann sie sich eine schriftliche Bestätigung durch die Eltern vorlegen lassen, dass nach ärztlicher Aussage die Teilnahme wieder möglich ist. Die Bestätigung der ärztlichen Aussage durch eine erziehungsberechtigte Person ist in der Regel ausreichend. 

Verdienstausfall 

Informationen zur Entschädigung des Verdienstausfalls aufgrund der Schließung von Kitas können hier abgerufen werden:
https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/corona-hessen/hes...

Weitere Hinweise: 

Vorgaben und Regelungen des Gesundheitsamtes sind immer vorrangig zu beachten. Eine Anpassung der Regelungen kann je nach epidemiologischer Situation bzw. neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen jederzeit erforderlich sein. Sie spiegeln den Stand vom 15. September 2020 in Hessen wieder.

 

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