Kinderbetreuung

Kinderbetreuung ab 26. April 2021

Landesweite Maßnahmen für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege Umsetzung des Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (4. COVIfSGAnpG)

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Kindergarten
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Aufgrund wieder stark gestiegener Infektionszahlen und drohender Engpässe in der gesundheitlichen Versorgung schwererkrankter Covid-19-Patientinnen und -Patienten sind erneute Einschränkungen des öffentlichen Lebens und Kontaktbeschränkungen erforderlich geworden. Auch der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen muss auf ein Minimum reduziert werden.

Daher ist es auch in Hessen erforderlich, den Betrieb der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen ab dem 19. April 2021 bis zunächst zum 30. Mai 2021 auf ein Minimum zu reduzieren.

Mit dem Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (4. COVIfSGAnpG) wurde das Infektionsschutzgesetz (IfSG) dahingehend geändert, dass ab dem 24. April 2021 bundesweit einheitliche Maßnahmen in Abhängigkeit von bestimmten Sieben-Tage-Inzidenzen umzusetzen sind. Für die Kinderbetreuung in Hessen heißt das:

  • Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die sog. Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen den Schwellenwert von 165, ist ab dem übernächsten Tag die Präsenzbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in diesem Landkreis oder dieser kreisfreien Stadt untersagt. Die Behörden vor Ort informieren, wenn der Inzidenzschwellenwert überschritten ist.
  • Es wird in diesem Fall eine Notbetreuung eingerichtet. Die Kriterien für die Inanspruchnahme der Notbetreuung sind vom Land einheitlich vorgegeben. Genauere Informationen über die Notbetreuung finden Sie in den FAQ weiter unten auf dieser Seite.
  • Für alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte gilt weiterhin der nachfolgend beschriebene Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen verbunden mit dem Appell, die Betreuungsangebote möglichst nicht in Anspruch zu nehmen.

Für den Appell im Zeitraum vom 19. April 2021 bis 30. Mai 2021 gilt grds. Folgendes:

  • Die Landesregierung bittet alle Eltern eindringlich, Betreuungsangebote nur zu nutzen, wenn es dringend notwendig ist.
  • Mit Rücksicht auf die Bedürfnisse von Familien und insbesondere das Kindeswohl werden die Angebote der Kindertagesbetreuung nicht geschlossen; es wird seitens des Landes kein generelles Betretungsverbot ausgesprochen.
  • Eltern werden gebeten, den vertrauensvollen Kontakt zu ihrer Kita oder Kindertagespflegeperson zu suchen.
  • Eltern, die für ihr Kind bzw. ihre Kinder dringend eine Betreuung benötigen, bekommen diese.
  • Kinder, für die der Besuch in ihrem Kindertagesbetreuungsangebot unverzichtbar ist, werden ebenfalls betreut.
  • Zur Reduzierung von Kontakten ist die Betreuung in den Kindertageseinrichtungen in konstanten, voneinander getrennten Gruppen mit möglichst wenig Personalwechsel zwischen den Gruppen durchzuführen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Betreuungsangebot kommen, wenn die personellen oder räumlichen Bedingungen in der Kita es nicht anders zulassen.

Ziel dieser Maßnahmen ist es, zusammen mit den weiteren in allen gesellschaftlichen Bereichen ergriffenen Maßnahmen die rasante Ausbreitung des Coronavirus durch gemeinsame Kraftanstrengung wieder so weit einzudämmen, dass die Rückkehr zu einem regelhaften Bildungs- und Betreuungsangebot möglich ist.

Wichtig:

Die Vorgaben und Regelungen des Gesundheitsamtes sind immer vorrangig zu beachten.

Wie auch schon vor der Corona-Pandemie gilt unverändert: Kinder, die eindeutig krank sind (unabhängig von einzelnen Krankheitssymptomen), gehören nicht in die Kinderbetreuung. Das galt vor Corona und gilt auch jetzt. Wenn Kinder eindeutig krank in die Einrichtung gebracht werden oder während der Teilnahme am Betrieb der Kindertageseinrichtung oder der Kindertagespflegestelle erkranken, so kann die Einrichtung die Abholung veranlassen.

Ein Betretungsverbot gilt weiterhin für Kinder und Personal mit COVID-19-Krankheitssymptomen. Danach dürfen Personen (Kinder, Beschäftigte und Tagespflegepersonen und sonstige Erwachsene) die Kita Einrichtung bzw. Tagespflegestelle nicht betreten,

  • wenn sie oder die Angehörigen ihres Hausstandes Krankheitssymptome für COVID-19, insbesondere Fieber, trockener Husten (nicht durch chronische Erkrankungen verursacht) oder Verlust des Geschmacks- oder Geruchsinns aufweisen,
    • Das Betretungsverbot für Kinder kann durch Vorlage eines negativen Testzeugnisses über einen am gleichen Tag in einer Teststelle durchgeführten Antigen-Schnelltest aufgehoben werden.
  • solange sie oder Angehörige des gleichen Hausstands einer individuell angeordneten Absonderung (Quarantäne-Anordnung des Gesundheitsamtes nach § 30 Infektionsschutzgesetz) unterliegen,
  • wenn für sie oder einen Angehörigen ihres Hausstandes auf Grundlage eines Antigen-Schnelltests oder eines sog. Laien-Selbsttest ein positives Testergebnis vorliegt.
    • Das Betretungsverbot für Kinder kann durch einen PCR-Test der zuvor positiv getesteten Person mit negativem Ergebnis aufgehoben werden; das Betretungsverbot endet frühestens am Tag nach der Testdurchführung.

Fragen und Antworten 

Welche Krankheitssymptome für COVID-19 führen zu einem Betretungsverbot für die Kita oder die Kindertagespflege?

Tritt bei Kindern oder Jugendlichen eines der folgenden für COVID-19 typischen Krankheitssymptome auf, gilt ein Betretungsverbot für Kita und Kindertagespflege:

  • Fieber (ab 38,0°C)
  • Trockener Husten (nicht durch chronische Erkrankung wie z. B. Asthma verursacht). Ein leichter oder gelegentlicher Husten bzw. ein gelegentliches Halskratzen führt zu keinem automatischen Ausschluss,
  • Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns.

Alle Krankheitssymptome müssen akut auftreten, Krankheitssymptome einer bekannten chronischen Erkrankung sind nicht relevant.

Darf mein Kind mit einem Schnupfen in die Kita?

Der einfache Schnupfen ohne weitere Krankheitsanzeichen führt nicht zu einem Betretungsverbot.

Wann darf ich die Notbetreuung in Anspruch nehmen?

Zur Teilnahme an der Notbetreuung berechtigt sind Kinder, sofern

  • eine Betreuung nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann, insbesondere, weil beide sorgeberechtigten Elternteile, in deren Haushalt sie wohnen, ihrer Erwerbstätigkeit oder ihrem Studium nachgehen müssen. Das Vorliegen dieser Voraussetzungen ist durch Bescheinigungen, insbesondere des Dienstherrn oder Arbeitgebers, rechtzeitig, möglichst eine Woche im Voraus, nachzuweisen. Entsprechendes gilt für berufstätige oder studierende Eltern, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammenleben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen,
  • die Betreuung zur Sicherstellung des Kindeswohls von den zuständigen Jugendämtern angeordnet worden ist,
  • für sie ein Bescheid des zuständigen Sozialhilfeträgers über die Gewährung einer Maßnahmenpauschale nach der Vereinbarung zur Integration von Kindern mit Behinderung vom vollendeten ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt in Tageseinrichtungen für Kinder vom 1. August 2014 in der jeweils geltenden Fassung vorliegt, oder
  • ohne die Betreuung im Einzelfall für Eltern und Kinder eine besondere Härte entstünde, die sich durch außergewöhnliche und schwerwiegende Umstände von den durch den Wegfall der regelhaften Betreuung allgemein entstehenden Härten abhebt.

Verdienstausfall

Informationen zur Entschädigung des Verdienstausfalls aufgrund der Schließung von Kitas können hier abgerufen werden.

Weitere Hinweise

Vorgaben und Regelungen des Gesundheitsamtes sind immer vorrangig zu beachten. Eine Anpassung der Regelungen kann je nach epidemiologischer Situation bzw. neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen jederzeit erforderlich sein.

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