Inklusion von Anfang an

8. Hessischer Tag der Menschen mit Behinderung

Thema: 
Soziales
31.08.2018Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
8. Hessischer Tag der Menschen mit Behinderung
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© HMSI

Wiesbaden. Anlässlich des 8. Tages der Menschen mit Behinderungen sagte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner: „Kinder und Heranwachsende prägen unsere Zukunft. Das gemeinsame Aufwachsen und Erleben von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Einschränkungen ist die Grundlage für eine inklusive Gesellschaft.“ Der Tag der Menschen mit Behinderungen ist eine von vielen Veranstaltungen und Initiativen, mit denen die Hessische Landesregierung noch bestehende Barrieren in unserer Gesellschaft abbaut und eine inklusive Gesellschaft für alle fördert. Grüttner erinnerte daran, dass jeder zehnte Bürger oder Bürgerin in Hessen eine Behinderung hat: „Barrierefreiheit ist kein Randthema, sondern eines, das zunehmend mehr Menschen in unserer Gesellschaft betrifft.“ 

Praxisnahe Beispiele zeigen, wie Inklusion gelingen kann

In vier Workshops erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz praktisch wie Frühförderung, Inklusion in Kindertagesstätten, schulische Inklusion und die Berufsbildung von Jugendlichen mit Behinderungen in Hessen funktionieren. „Der Tag der Menschen mit Behinderungen findet zum nunmehr 8. Mal im Landtag statt und die Rückmeldungen waren immer positiv. Wir sprechen nicht über Barrierefreiheit und Inklusion, wir zeigen mit vielen Beispielen, wie Inklusion gelingen kann“, so Grüttner weiter.

So hat die gemeinsam mit der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderungen Frau Müller-Erichsen durchgeführte Bewusstseinskampagne „Inklusion (er)leben“ am 28. April dieses Jahres auf dem Schlossplatz ihren großen Abschluss gefunden; der Staatspreis ‚Universelles Design- Design für Alle‘ wird 2018 zum dritten Mal verliehen und mittlerweile haben sich 18 Modellregionen in Hessen mit dem Thema Barrierefreiheit befasst oder befassen sich noch damit.

Menschen mit Handicaps in das gesellschaftliche und politische Leben integrieren

Sozialminister Grüttner betonte, dass sich Hessen schon sehr früh auf den Weg gemacht hat, Kindern mit und ohne Behinderungen ein gemeinsames Aufwachsen zu ermöglichen. Seit 1999 werden Kinder mit und ohne Behinderungen wohnortnah in Regelkindertagesstätten gemeinsam betreut und die Frühförderung und Frühberatungsstellen in jeder Kommune in Hessen stehen Familien mit behinderten Kindern offen. Auch in der Ausbildung fördert und unterstützt das Land Strukturen, um Jugendliche mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren.

„So wird im Rahmen des Hessischen Perspektivprogrammes „HePAS“ mit mehr als 180 neuen Ausbildungsplätzen und einer Verdoppelung der geförderten Praktika in den letzten Jahren die Grundlage geschaffen, dass Jugendliche mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden“ so Grüttner weiter.

Broschüre in leichter Sprache

„Ein besonders Anliegen ist es mir, dass Menschen mit Handicaps in das gesellschaftliche und politische Leben mit einbezogen werden. Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl haben die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen Frau Müller Erichsen und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration wie schon 2013 eine Wahlbroschüre in leichter Sprache erstellt und herausgegeben, die die Wahl und die Volksabstimmungen in einfacher Sprache und Weise erklärt. Damit haben auch Menschen mit Einschränkungen die Möglichkeit an der Wahl teilzunehmen und unmittelbaren Einfluss auf die Politikgestaltung in Hessen zu nehmen. Die Resonanz auf die Broschüre ist außerordentlich. In wenigen Tagen wurden 10.000 Broschüren versandt und angefragt. Dies zeigt auch, wie wichtig es ist Information in einer leicht verständlichen Form zur Verfügung zu stellen“, so der Sozialminister.

Der Minister dankte allen Mitwirkenden sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Durch Ihre Ideen und Ihr großes Engagement ist der Tag der Menschen mit Behinderungen zu dem geworden was er heute ist. Einem zentralen Raum der Begegnung und des Austausches zwischen Politik und Zivilgesellschaft, zwischen Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Hessen, zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen“, so der Minister abschließend.

Für Fragen und Anregungen steht Ihnen im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration das Referat „Vereinte Nationen Behindertenrechtskonvention“ über das E-Mail-Postfach un-brk@hsm.hessen.de oder telefonisch unter 0611 3219 3369 zu Verfügung. Weitergehende Informationen zu den Themen Barrierefreiheit und Inklusion finden Sie im Internet unter www.brk.hessen.de.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Esther Walter
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
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