Startseite Presse Pressemitteilungen Änderung des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuchs (HKJGB)

Änderung des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuchs (HKJGB)

Der Landtag berät heute in zweiter Lesung die Änderung des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuchs. „Alle Kinder sollen in Hessen von Anfang an die gleichen Chancen haben und unter bestmöglichen Bedingungen aufwachsen – unabhängig davon, wie viel ihre Eltern verdienen, woher sie kommen und wo sie leben. Auf dem Weg zu diesem Ziel ist unser Gesetz ein weiterer wichtiger Schritt“, erklärt der Hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose im Plenum. Neben dem Zugang zur frühkindlichen Bildung ist ein verlässliches Betreuungsangebot auch eine wichtige Unterstützung von Eltern, um Familie und Beruf zu vereinbaren. „Deshalb folgt dieser Gesetzentwurf dem bewährten Dreiklang, den wir in Sachen Kinderbetreuung schon seit Jahren verfolgen: Ausbau der Plätze, noch bessere Qualität der Betreuung sowie gegebenenfalls weitere Schritte bei der Gebührenfreiheit“, so Klose.

Mit dem hessischen Gute-Kita-Paket knüpfe die Landesregierung an die bestehende sechsstündige Gebührenfreiheit an, die in der vergangenen Legislaturperiode beschlossen wurde. Das Land habe zudem von Beginn an sehr viel Wert auf eine enge Kommunikation mit den Trägerverbänden gelegt. Sozialminister Klose: „Der Gesetzentwurf sorgt dafür, dass es in Zukunft mehr Erzieherinnen und Erzieher gibt, sodass mehr Zeit für jedes Kind ist: Zum einen verankern wir, dass die Leitung künftig mehr Zeit für klassische organisatorische und pädagogische Fragen hat und diese Leitungsfreistellung angerechnet wird. Zum anderen sorgen wir dafür, dass die Beschäftigten mehr Zeit für die Kinder haben werden – denn wir erhöhen den für Krankheit, Urlaub oder Fortbildungen vorgesehenen Anteil in der Berechnung des Personalbedarfs für die Kita.“ Damit verbessere das Land die Fachkraft-Kind-Relation und erhöhe so die Qualität von Bildung und Betreuung.

In der ganzen Republik sei es derzeit eine Herausforderung, Fachkräfte zu gewinnen, so Klose weiter: „Trägern, die die neuen Standards zur Personalausstattung nicht direkt erfüllen können, geben wir bis spätestens 31. Juli 2022 Zeit, das nötige Personal zu finden. Und wir öffnen – mit Augenmaß und unter Beibehaltung unserer hohen Qualitätsstandards – den Fachkraftkatalog, damit die Kitas mehr potentielle Fachkräfte zur Verfügung haben“, kündigte er an. Kräfte mit einer anderen als derzeit im Fachkraftkatalog geregelten Ausbildung dürfen künftig in begrenztem Umfang eingesetzt werden – allerdings nur zur Mitarbeit. Sie müssen über eine abgeschlossene Fachschulausbildung oder vergleichbare Abschlüsse verfügen und dürfen nur maximal 15 % des Mindestpersonalbedarfs der jeweiligen Einrichtung ausmachen. Ihr beruflicher Hintergrund muss zudem zum Profil und Konzept der jeweiligen Kita passen. „Für diesen Weg gibt und gab es auch während der Anhörung zu diesem Gesetzentwurf große Unterstützung“, betonte der Minister.

An das Parlament appellierte Klose abschließend, der Gesetzesänderung zuzustimmen: „Wir machen damit einen weiteren wichtigen Schritt, um die Qualität der Kinderbetreuung in Hessen zu verbessern: Für die Kinder. Für die Familien. Für uns alle.“

 

 

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