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Denkdeckel

Auseinandersetzung mit Fragen des Lebens und Sterbens

Thema: 
Soziales
16.01.2018Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Sozialminister Stefan Grüttner: „‚Denkdeckel‘ sollen die Auseinandersetzung mit Fragen des Lebens und Sterbens in die Mitte der Gesellschaft tragen“

Wiesbaden. Anlässlich der Vorstellung der so genannten „Denkdeckel“ sagt Hessens Sozialminister Stefan Grüttner: „Wir scheuen uns vielfach über den eigenen Tod und die eigene Endlichkeit sowie die unserer Lieben nachzudenken. Oft denken Menschen erst kurz vor dem Lebensende darüber nach, wie sie sterben möchten oder beginnen, sofern es die Zeit noch erlaubt, erst dann diese Dinge zu regeln“. „Wenn wir uns gute Vorsätze für das neue Jahr 2018 vornehmen, so könnte auch die Beschäftigung mit Fragen des eigenen Lebens und Sterbens dazu gehören“, so der Minister im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

„Der Tod gehört zum Leben dazu“ ergänzt Dieter Schulenberg, Geschäftsführer der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung. „Deswegen ist es uns wichtig auch ungewöhnliche Denkanstöße dazu zugeben.“

Um diese Auseinandersetzung anzuregen hat das Ministerium gemeinsam mit dem Fachverband SAPV Hessen und der Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA) zehn verschiedene Bierdeckel produziert die jeweils mit kurzen Aussagen oder Fragen zum Nachdenken über Fragen des eigenen Lebens und Sterbens anregen. Fragen wie „Wer wird gut sterben?“ oder „Was bedeutet für Dich Glück?“ sollen dazu beitragen sich nicht erst kurz vor Lebensende mit Themen des Lebens und Sterbens zu befassen. „Wir machen immer wieder die Erfahrung in der Beratung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen, dass viele Einstellungen und Wünsche erst besprochen werden, wenn sie aktuell sind und ein Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse am Lebensende oft ausgeblendet werden oder zu spät entwickelt werden“, stellt Michaela Hach vom Fachverband SAPV Hessen fest. Mit den ‚Denkdeckeln‘ wollen die Akteure der Hospiz- und Palliativbewegung in Hessen vor Ort in Lokalen und sozialen Einrichtungen sowohl zum Nachdenken über das eigene Leben und Sterben und darüber hinaus einen gesellschaftlichen Dialog anregen wie auch auf existierende regionale Beratungs- und Unterstützungsangebote für schwer kranke und sterbende Menschen und deren Angehörige aufmerksam machen.

Weitere Informationen:

Der Fachverband SAPV Hessen ist der Zusammenschluss von 25 regionalen SAPV-Teams in Hessen, die auf Grundlage einer besonderen ärztlichen Verordnung schwerstkranke Menschen in der Verbesserung ihrer Lebensqualität und der bestmöglichen Linderung von Symptomen unterstützen. Sie tragen dazu bei, dass dem Wunsch vieler Menschen entsprochen werden kann, bis zu ihrem Tod im vertrauten Umfeld bleiben zu können und ungewünschte und belastende Krankenhauseinweisungen zu vermeiden.

Die Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA) wird durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gefördert und setzt sich hessenweit für die Verbesserung der Sterbebegleitung durch das Initiieren, Begleiten, Fördern und Vernetzen hospizlicher und palliativer Arbeit ein.

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Esther Walter
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
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