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Integration und interreligiöser Dialog

Ausschreibung zum Hessischen Integrationspreis 2019 gestartet!

Thema: 
Integration
06.05.2019Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Zum 16. Mal vergibt die Hessische Landesregierung in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Hessischen Integrationspreis.

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Integration
© Rawpixel / istock.com

„Wir prämieren herausragende Projekte und Maßnahmen, die Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit aller in Hessen lebenden Menschen stärken“, erklärt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose heute in Wiesbaden. Schwerpunkt der diesjährigen Ausschreibung ist das Thema „Integration und interreligiöser Dialog“. In der öffentlichen Debatte erfährt die Bedeutung von Religion für die Integration Zugewanderter seit Jahren Aufmerksamkeit. Dabei ist die Frage, ob intensiv gelebte Religiosität den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert oder ggf. gefährdet, nicht eindeutig zu beantworten. „Klar ist aber, dass sich eine starke Abgrenzung von Religionsgemeinschaften nach außen negativ auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt auswirkt. Vor diesem Hintergrund wollen wir positive Begegnungen und Beispiele für ein Aufeinander zugehen würdigen“, so Klose.

Der interreligiöse Dialog ist unverzichtbar

In einer Migrationsgesellschaft ist auch der interreligiöse Dialog unverzichtbar, denn er befördert das gegenseitige Verständnis und stellt das gesellschaftliche Miteinander auf eine breitere Basis. „Der interreligiöse Dialog hilft, Vorurteile und Konflikte abzubauen und die Achtung und den Respekt untereinander zu fördern. Vorhandene Unterschiede werden dabei nicht negiert, sondern anerkannt. Das schafft die Grundlage dafür, sich auf Augenhöhe zu begegnen“, betont Staatsminister Kai Klose.

Diese Begegnungen können unter anderem dabei helfen, beispielsweise antisemitischen und islamfeindlichen Vorurteilen entgegenzutreten. Gerade die Wissensvermittlung und der Austausch untereinander tragen wesentlich zum gegenseitigen Verstehen bei. „Schließlich kann sich der Blick der Dialogpartner auf die vielfältige Gesellschaft in Hessen verändern und deren Erfahrungen bereichern, wenn sich beispielsweise Menschen christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubens, aber auch nichtreligiöse Menschen, intensiv zu ihrer religiösen Identität und der sich daraus ergebenden Wertehaltungen austauschen. Dies können im besten Fall Schritte zu einer interkulturellen Öffnung der Gesellschaft sein!“, so Kai Klose.

Gesucht sind Initiativen und Projekte

Gesucht sind daher Initiativen und Projekte, die sich an Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen richten, die gerne auch jenseits der großen Weltreligionen liegen dürfen. Projektziel sollte beispielsweise sein, durch den Dialog ein besseres Verständnis der Religionen untereinander zu erreichen und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dabei muss der interreligiöse Dialog nicht unbedingt von einem religiösen Träger durchgeführt werden. Vielmehr wird auf die Vernetzung lokaler Organisationen und einen nachhaltigen Ansatz Wert gelegt. Die Initiativen und Projekte sollten bereits erprobt oder in erfolgreiche Maßnahmen umgesetzt worden sein.

Es werden nur laufende Projekte ausgezeichnet, die frühestens am 31. Dezember 2019 enden. Nähere Informationen sowie Formulare zur Bewerbung sind hier abrufbar.

Einsendeschluss ist Freitag, der 21. Juni 2019.

Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury, bestehend aus derzeit acht Mitgliedern. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr Frau Hadija Haruna-Oelker und Herr Max Schneider. Hadija Haruna-Oelker ist eine deutsche Politologin, Journalistin und Moderatorin. Als freie Journalistin arbeitet sie seit 2008 für den Hessischen Rundfunk. Sie schrieb u. a. für den Tagesspiegel, Die Zeit und fluter. Max Schneider ist seit 2012 stellvertretender Redaktionsleiter von BILD Frankfurt und seit 20 Jahren Journalist im redaktionellen Team.

Jurymitglieder

  • Kai Klose, Hessischer Staatsminister für Soziales und Integration
  • Max Schneider, Redaktionsleiter, Axel Springer AG Bild Frankfurt
  • Werner D’Inka, Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
  • Joachim Frank, DuMont Mediengruppe
  • Ahmet Külahci, Dogan Media International GmbH
  • Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks
  • Jagoda Marinić, Süddeutsche Zeitung, taz u. a.
  • Hadija Haruna-Oelker, Journalistin des Hessischen Rundfunks

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 3219 3408
+49 611 32719 4666
presse@hsm.hessen.de
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