Auszeichnung für Helferinnen und Helfer | Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Mensch des Respekts

Auszeichnung für Helferinnen und Helfer

Thema: 
Soziales
24.01.2018Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Sozialminister Grüttner zeichnet sieben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingshilfe aus: „Wenn Menschen sich freiwillig, unentgeltlich und in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl einsetzen, ist das ein Zeichen von gelebter Humanität und bürgerschaftlichem Gestaltungswillen. Das verlangt Respekt und Anerkennung“

Gießen. Im Rahmen der Respekt-Kampagne hat der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, heute sieben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingshilfe für deren Engagement als ‚Menschen des Respekts‘ in der Hessischen Erstaufnahme für Flüchtlinge in Gießen ausgezeichnet. „Der Hessischen Landesregierung insgesamt und mir als Minister für Soziales und Integration im Besonderen ist bewusst, dass wir die Aufnahme und Betreuung der Flüchtlinge, die in den vergangenen Jahren bei uns Schutz gesucht haben, ohne das überaus große Engagement der Zivilgesellschaft nicht hätten bewältigen können. Dafür verdienen alle großen Respekt und Anerkennung“, erläuterte Grüttner. „Durch ihren großen persönlichen Einsatz und durch ihren wertschätzenden und liebevollen Umgang leisten sie einen wertvollen Beitrag, dass Flüchtlinge Respekt und ein echtes Zuhause finden.“

„Von meinem ersten Arbeitstag als Regierungspräsident an war mir bewusst, wie anspruchsvoll die Betreuung von Flüchtlingen ist, also Menschen, die oftmals traumatische Erlebnisse mit nach Deutschland bringen“, so Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. „Ohne das ehrenamtliche und selbstlose Engagement von vielen Bürgerinnen und Bürgern hätten wir diese Herausforderung sicher nicht so bewältigen können, wie wir es gemeinsam geschafft haben. Die Männer und Frauen, die wir heute mit dem Titel „Mensch des Respekts“ ehren, sind durch ganz besondere Hilfsbereitschaft aufgefallen und deshalb für die Auszeichnung vorgeschlagen worden. Sie sind im besten Sinne Vorbilder für unsere Gesellschaft.“

Folgende Personen wurden mit der Auszeichnung „Mensch des Respekts“ geehrt:

  1. Dr. Ingrid Knell ist seit mehr als 25 Jahren beim DRK aktiv und wurde 2013 als Präsidentin des DRK Kreisverbandes Wetzlar gewählt. Gemeinsam mit dem DRK errichtete Frau Knell gegenüber der EAE in Wetzlar eine Nothilfe-Praxis, die bald von verschiedenen Ärzten unterstützt wurde. Frau Knell hat darüber hinaus eine zweite Einrichtung in Wetzlar in Betrieb genommen und zusammen mit dem DRK die Flüchtlinge medizinisch versorgt und ehrenamtlich die Ärztinnen und Ärzte unterstützt.
  2. Dr. Jutta Margarete Eisenecker, die im August 2015 in Kassel-Calden begonnen hat, die medizinische Ambulanz als Ärztin zu unterstützen. Aus dieser Zusammenarbeit ist eine Initiative am Alexander-Mitscherlich-Institut in Kassel entstanden, in der sich viele Personen ehrenamtlich sowie professionell für Flüchtlinge engagieren.
  3. Dr. Klaus Thoenemann ist Arzt in Hofheim und hat seit 2015 bis April 2017 in verschiedensten Flüchtlingsunterkünften ehrenamtlich ärztliche Sprechstunde für die Flüchtlinge abgehalten.
  4. Dr. Jürgen Franke hat sich seit August 2015 als Kinder- und Jugendpsychiater ehrenamtlich in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Darmstadt mit großem Engagement und Kontinuität eingebracht. Mit seinem professionellen Hintergrund hat Dr. Franke auffälligen und traumatisierten Kindern und Jugendlichen in seiner wöchentlichen Sprechstunde geholfen.
  5. Simon Burgis hat sich seit 2015 ehrenamtlich als Deutschlehrer im Michaelisdorf in Darmstadt eingebracht. Als Studierender hat er immer wieder Kommilitonen in einem Team zusammengebracht und wöchentlich zwei Kurse für Kinder bzw. Familien abgehalten. Zudem er hat Spendengelder akquiriert, mit denen Lehrmaterialien angeschafft wurden.
  6. Dieter Valentin Egner ist ein bekannter Initiator kultureller, sozialer und ehrenamtlicher Institutionen und Veranstaltungen in Büdingen. Seit 2009 ist Dieter Egner ehrenamtlicher Projektleiter des Bundesmodellprogramms „Aktiv im Alter“ in Büdingen. Die Initiative organisierte über 20 Veranstaltungen und bürgerschaftliche Projekte, wie Lesepaten, Kleine Forscher im Kindergarten, Wunsch-Omas und Wunsch-Opas, Seniorenpaten in der Grundschule.
  7. Peter Gänsler, der im Rahmen des Programms „Sport und Flüchtlinge“ für die Umsetzung aller Fußballprojekte verantwortlich ist und zweimal die Woche mit jeweils 15-20 erwachsenen Asylsuchenden und einmal die Woche mit Kindern im Alter von 6-15 Jahren trainiert.

Grüttner betonte: „Eine demokratische Gesellschaft hat ohne bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement keinen Zusammenhalt und keinen Bestand. Wenn Menschen ihre Zeit und ihre Energie einem Ehrenamt widmen, ist dies ein Geschenk nicht nur für Einzelne oder einzelne Bevölkerungsgruppen, sondern für die gesamte Gesellschaft, für uns Alle. Als solches muss es gewertet und hochgeschätzt werden.“

„Wenn Menschen sich freiwillig, unentgeltlich und in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl einsetzen, ist das ein Zeichen von gelebter Humanität und bürgerschaftlichem Gestaltungswillen. Das verlangt Respekt und Anerkennung“, schloss der Minister. Es sei wichtig, so Grüttner weiter, eine Anerkennungskultur immer im Blick zu halten und weiter auszubauen, da Ehrenamt eine „Stütze unserer Gesellschaft“ sei.

Hintergrundinformationen „Menschen des Respekts“

Gemeinsam mit den Tageszeitungen der Verlagsgruppe Rhein Main – dem Wiesbadener Kurier, dem Wiesbadener Tagblatt, der Main-Spitze, dem Darmstädter Echo und dem Gießener Anzeiger mit ihren jeweiligen Regionalausgaben – und Hit Radio FFH hat die Hessische Landesregierung einen Aufruf gestartet: Die Hessen können ihren „Menschen des Respekts“ vorschlagen. Dabei werden Vorbilder und Alltagshelden gesucht: Ob es nun der Busfahrer mit Herz, die freundliche Polizistin oder der Nachbar von nebenan ist, die allesamt durch ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit einen besonderen Eindruck hinterlassen. Aus allen Empfehlungen werden herausragende Persönlichkeiten ausgewählt, ihre Geschichten erzählt und mit der Auszeichnung gewürdigt.

Weitere Vorschläge für besonders respektvolle Menschen können nach wie vor bei den genannten Medienpartnern oder über das Kontaktformular auf der Internetseite https://www.hessen-lebt-respekt.de/menschen eingereicht werden.

„Hessen lebt Respekt“ im Internet: www.hessen-lebt-respekt.de

Dieter Valentin Egner
  • Dieter Valentin Egner
  • Dr. Ingrid Knell
  • Dr. Jürgen Franke
Auszeichnung Mensch des Respekts

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