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Auszeichnung

Birgit Schäfer und Anja Braselmann mit dem Elisabeth-Selbert-Preis ausgezeichnet

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Es ist an uns allen, das Werk von Elisabeth Selbert fortzusetzen und weiterhin mit Leben zu füllen.“

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Birgit Schäfer und Anja Braselmann mit dem Elisabeth-Selbert-Preis ausgezeichnet
v.l.n.r. Maria von Welser, Kai Klose, Birgit Schäfer, Anja Braselmann
© HMSI

Der Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen wird am heutigen Freitag an die ehemaligen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten im Regierungspräsidium Kassel, Birgit Schäfer und Anja Braselmann verliehen. Staatsminister Kai Klose überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis in einer Feierstunde im Schloss Wiesbaden-Biebrich an die beiden Preisträgerinnen für ihre Verdienste bei der Entwicklung eines Gehalts- und Budgetkonzeptes, mit dessen Hilfe die Unterschiede in der Einkommensverteilung zwischen im Regierungspräsidium beschäftigten Frauen und Männern im Verlauf von 18 Jahren deutlich messbar verringert worden sind. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose bezeichnet die Preisträgerinnen als „genuine Erbinnen“ von Elisabeth Selbert: „Es ist an uns allen, das Werk von Elisabeth Selbert fortzusetzen und weiterhin mit Leben zu füllen. Frau Braselmann und Frau Schäfer haben dies mit Klugheit und Weitblick geleistet.“

Offensive Personalentwicklung

Die Grundlage dieses Konzepts bildet eine offensive Personalentwicklung mit einer geschlechtergerechten Personalkostenverteilung für Beschäftigte in Behörden und Verwaltungen. Den weiblichen Beschäftigten des Regierungspräsidiums Kassel wurden damit bessere Zugangsmöglichkeiten zu Arbeitsplätzen mit einer qualifizierten Tätigkeit ermöglicht. Dies hat sich sehr vorteilhaft auf den Verlauf des Gender Pay Gap im Regierungspräsidium Kassel ausgewirkt. Aufgrund der messbaren Erfolge in der Einkommensentwicklung der weiblichen Beschäftigten, sind die von Frau Schäfer und Frau Braselmann entwickelten Maßnahmen bereits 2016 vom Gesetzgeber in das Hessische Gleichberechtigungsgesetz als möglicher Bestandteil der regulären Frauenförder- und Gleichstellungspläne im öffentlichen Dienst aufgenommen worden:

Positiver Effekt auf Lebenswirklichkeit von Frauen

Stellvertretend für die Jury, die sich einstimmig für die beiden Preisträgerinnen entschieden hat, betont die Laudatorin, Publizistin und TV-Journalistin Maria von Welser, Elisabeth-Selbert-Preisträgerin des Jahres 2007, dass gerade der positive Effekt auf die Lebenswirklichkeit von Frauen die besondere Leistung der beiden Preisträgerinnen belege. Diese hätten ganz in der Tradition und im Sinn von Elisabeth Selbert einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, das die Gleichstellung von Frauen und Männern auch im Erwerbsleben/öffentlichen Dienst gestärkt wird.

Dr. Walter Lübcke, Regierungspräsidenten für den Regierungsbezirk Kassel, zeigt sich ebenfalls stolz auf die Auszeichnung für die Arbeit von Frau Schäfer und Frau Braselmann: „Heute ist ein Festtag für die Gleichstellung von Männern und Frauen im Regierungspräsidium Kassel. Ich freue mich über die innovative Kraft, die unser Regierungspräsidium auch im 152. Jahr des Bestehens für Hessen und die Region immer wieder entfaltet.“

Hintergrundinformationen zum Elisabeth-Selbert-Preis

Der Elisabeth-Selbert-Preis wird von der Hessischen Landesregierung seit 1983 in zweijährigem Rhythmus verliehen. Der Preis trägt den Namen der hessischen Juristin und Politikerin Dr. Elisabeth Selbert aus Kassel. Die Aufnahme der Gleichberechtigung von Frauen und Männern (Artikel 3 Absatz 2 GG) in die bundesdeutsche Verfassung war zum großen Teil ihr Verdienst. Elisabeth Selbert setzte 1949 bei den Verhandlungen im Parlamentarischen Rat über das Grundgesetz den Gleichberechtigungsgrundsatz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ durch und wird als eine der „Mütter des Grundgesetzes“ bezeichnet. Mit dem Elisabeth-Selbert-Preis werden Frauen und Männer ausgezeichnet, die sich in hervorragender Weise mit gestalterischer Kraft für die Verwirklichung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Gesellschaft eingesetzt haben. Der Preis wird bundesweit ausgeschrieben und ist mit 10.000 Euro dotiert.

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Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
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