Übergang von Schule und Beruf

Bundesweiter Aktionstag der Produktionsschulen

Thema: 
Arbeit, Soziales
06.06.2018Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Hessischer Sozialminister Stefan Grüttner: „Wir unterstützen Jugendliche mit Förderbedarf am Übergang Schule und Beruf.“

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Auszubildender im Betrieb
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Anlässlich des heutigen bundesweiten Aktionstages der Produktionsschulen betonte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, in Wiesbaden, „dass es der Hessischen Landesregierung ein wichtiges Anliegen ist, allen jungen Menschen eine Perspektive für den Einstieg ins das Berufsleben zu ermöglichen. Gerade die Produktionsschulen nehmen sich mit großem Erfolg derjenigen an, die sich bisher beim Übergang von der Schule in den Beruf schwergetan haben“, betonte Grüttner. Am heutigen bundesweiten Aktionstag öffnen viele Produktionsschulen ihre Türen und zeigen der interessierten Öffentlichkeit ihre Erzeugnisse und ihr didaktisches Konzept.

In Produktionsschulen bekommen Jugendlichen ihre dritte Chance, die keinen Schulabschluss erworben oder ihre Ausbildung abgebrochen und besonderen Förderbedarf haben. In Hessen existieren 20 Produktionsschulen zwischen Darmstadt und Kassel, Wiesbaden, Offenbach und Fulda, die zusammen knapp 500 Plätze anbieten. Je nach Standort können die Teilnehmer Qualifikationen u.a. in den Bereichen Holz, Metall, Schneiderei, Gartenbau, Verkauf oder Gastronomie erwerben. Das Besondere daran: Kunden und Aufträge sind echt, die Produkte werden für den Markt hergestellt. Trotzdem bieten Produktionsschulen den Rahmen, in dem die individuelle sozial-integrative Betreuung gewährleistet ist.

Schwerpunkte des Förderinstruments ‚Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen‘

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert die Produktionsschulen seit vielen Jahren im Rahmen seines Förderinstruments ‚Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen‘. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung beruflich-handwerklicher Kompetenzen und dem für die berufliche Entwicklung so wichtigem nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses. Mit Erfolg: mehr als zwei Drittel der Absolventen finden nach Ende der Produktionsschule ihren Weg ins Berufsleben. Von 2015 bis 2018 haben knapp 2.000 Personen in Hessen an Produktionsschulprojekten teilgenommen, die Projekte werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Landesmitteln von 2015 bis 2018 mit insgesamt knapp 17 Mio. Euro gefördert.

Produktionsschulen wurden zuerst in Dänemark entwickelt und später dort flächendeckend eingeführt. Entsprechende pädagogische Konzepte entstanden jedoch schon in den 1920er Jahren. In Deutschland verstehen sich die Produktionsschulen heute als alternatives Angebot für diejenigen, die andere Bildungswege brauchen. Das Besondere an Produktionsschulen ist die Verzahnung von produktionsorientiertem Lernen und Arbeiten. 

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