Lohngerechtigkeit

Equal Pay Day am 18. März

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Eine junge Forscherin bei der Arbeit im Labor.
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„Die Bewertung von Arbeit muss sich an der Leistung und nicht am Geschlecht orientieren. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss die Devise auf dem Arbeitsmarkt sein“, erklärt Hessens Arbeitsminister Stefan Grüttner anlässlich des Equal Pay Day am kommenden Samstag. In diesem Jahr wird der Equal Pay Day in Deutschland zum 10. Mal begangen. Dieser Tag symbolisiert rechnerisch den Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu erlangen.

Gleichberechtigungsgesetz bereits 2015 neu ausgerichtet

Das Hessische Gleichberechtigungsgesetz wurde bereits 2015 in Sachen Lohngerechtigkeit neu ausgerichtet. „Die Dienststellen sind nunmehr verpflichtet, durch Frauenförder- und Gleichstellungspläne sowie sonstige Maßnahmen auf die Gewährleistung der Entgeltgleichheit hinzuwirken“, erklärt der Minister. Auf die Lohngestaltung in der Privatwirtschaft habe die Hessische Landesregierung zwar keine direkte Gesetzgebungskompetenz, dennoch beobachte sie die Entwicklungen in diesem Bereich aufmerksam, begleitet das Thema mit untergesetzlichen Maßnahmen und setze positive Anreize. Das Land habe unter anderem die Erstellung eines Lohnatlas initiiert. „Der Lohnatlas schafft mehr Transparenz in diesem Bereich. Mit einer Darstellung der regionalen Unterschiede in Hessen bietet er eine gute Grundlage für die Diskussion mit allen Akteuren am Arbeitsmarkt, die für die Entgelte zuständig sind. Denn nur wenn wir genaue Kenntnisse darüber haben, wie sich die Lage in den verschiedenen Regionen Hessens darstellt, können wir geeignete Maßnahmen entwickeln“, so Grüttner.

„Die demografische Entwicklung und die gleichzeitig steigende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern macht es notwendig, dass Frauen beständiger und nach Familienphasen schneller wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen. Die Lohngleichheit ist ein wichtiger Schritt, um die Aufnahme einer Beschäftigung attraktiver zu machen“, erklärt Minister Grüttner. Die Hessische Landesregierung unterstützt daher Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf auf vielfältige Weise. „Wir haben beispielswiese so viel Geld wie noch nie in die Kinderbetreuung investiert: Allein in 2016 rund 460 Millionen Euro“. Das Sozialministerium fördert zudem auch mit dem Netzwerk Wiedereinstieg den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen in den Arbeitsmarkt. „Wir haben derzeit einen Verbund von elf Trägern in Hessen, die Frauen bei der Rückkehr in den Beruf unterstützen. Dieses Netzwerk schafft Transparenz zu bestehenden Angeboten, setzt Neue passgenau um und schließt Lücken zwischen Wiedereinsteigerinnen, Arbeitsverwaltung und möglichen Arbeitgebern“, so Grüttner weiter. Ein anderer wichtiger Baustein ist die Vernetzung der Arbeitsverwaltung untereinander, was durch den sogenannten Trialog in Hessen erfolgt. Teilnehmer dieses Forums sind die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der kommunalen Jobcenter  sowie gemeinsamen Einrichtungen der Bundesagentur für Arbeit in Hessen, dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, der Regionaldirektion Hessen sowie Vertreterinnen der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbeauftragten in Hessen.

Terminhinweis

Unter dem Motto „10 Jahre Equal Pay Day in Hessen – partnerschaftlich durchstarten“ findet am Freitag, 17. März, von 14 bis 17 Uhr im Casino (Raum 823) am Campus Westend der Goethe-Uni Frankfurt eine gemeinsame Veranstaltung vom IWAK, dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration sowie dem Frankfurter Aktionsbündnis „Equal Pay Day“ unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Stefan Grüttner statt.

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