Startseite Presse Pressemitteilungen Fester Tarif für Beschäftigte in der Sicherheitswirtschaft

Fester Tarif für Beschäftigte in der Sicherheitswirtschaft

Thema: 
Arbeit
07.08.2019Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

securitymann_hamburg_tangp_festival_bild_von_fshh_auf_pixabay.png

Sicherheitsmann
© Pixabay

Wiesbaden. Die hessischen Beschäftigten in der Sicherheitswirtschaft werden künftig nach einem festen Tarif bezahlt. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose hat den Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen auf Antrag und nach Prüfung für allgemeinverbindlich erklärt. Damit gilt dieser Vertrag rückwirkend zum 1. Januar 2019 nun für alle ca. 23.000 Beschäftigten in der Sicherheitswirtschaft in Hessen.

„Durch eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung werden auch Beschäftigte in nicht tarifgebundenen Unternehmen geschützt. Allgemeinverbindliche Tarifverträge können eine Lohnspirale nach unten verhindern,“ erklärt Minister Klose und ergänzt: „Wir begrüßen es daher, wenn die Sozialpartner die Möglichkeit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen in Anspruch nehmen.“

Mit dem Beschluss wurden im Sicherheitsgewerbe insgesamt elf Tarifgruppen für allgemeinverbindlich erklärt, die neuen Stundensätze reichen von 10,20 Euro bis 14,30 Euro. Neu ist, dass auch die Vergütung für Auszubildende für allgemeinverbindlich erklärt wurde. Auszubildende im Sicherheitsgewerbe erhalten ab 2019 eine Vergütung von 655 Euro, 755 Euro und 805 Euro. Ab 2020 werden die Vergütungen nochmals auf 730 Euro, 830 Euro und 880 Euro angehoben. Klose: „Das ist ein starkes Signal für den Ausbildungsberuf in der Sicherheitswirtschaft und dient damit der Fachkräftesicherung in dieser Branche.“

In Hessen nehmen die Tarifpartner regelmäßig die Möglichkeit wahr, die Beschäftigten abzusichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu unterstützen. Dafür sprechen die zahlreichen allgemeinverbindlichen Tarifverträge für ganz unterschiedliche Branchen wie z.B. der Land- und Forstwirtschaft, der Bekleidungsindustrie, des Groß- und Außenhandels, des Friseurhandwerks und für die Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen. „Unser Ziel ist, die Tarifordnung funktionsfähig zu erhalten. Beschäftigte sollen in Hessen durch gute Arbeitsbedingungen geschützt und gefördert werden, hessische Unternehmen brauchen insbesondere in Bezug auf die Sicherung der Fachkräfte von morgen unsere Unterstützung“, betont der Minister.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 3219 3408
+49 611 32719 4666
presse@hsm.hessen.de
Schließen