Barrierefreiheit in Hessen

Förderung neuer Modellregion Fulda

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(von links) Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel, Hanns-Uwe Theele (Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt Fulda), Bürgermeister Dag Wehner und Katharina Roßbach (Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Fulda)
(von links) Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel, Hanns-Uwe Theele (Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt Fulda), Bürgermeister Dag Wehner und Katharina Roßbach (Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Fulda).
© Stadt Fulda

Fulda. Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, hat die Unterzeichnung einer weiteren Zielvereinbarung für eine Modellregion Inklusion in Hessen mit Vertretern in Fulda als „weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem barrierefreien Hessen“ bezeichnet, den Hessen mit anteilig 93.500 Euro in den nächsten zwei Jahren fördere. Der Staatssekretär hat gemeinsam mit Bürgermeister Dag Wehner sowie Hanns-Uwe Theele vom Behindertenbeirat der Stadt am Freitag die Modellregion Fulda vorgestellt und den ersten Zuwendungsbescheid überreicht. „Barrierefreiheit darf keine Worthülle sein, die vom Land geförderte Modellregionen ergreifen konkrete Maßnahmen“, betonte der Staatssekretär.

Die Stadt Fulda beschäftigt sich zentral mit den zwei Themenfeldern „Fulda in Bewegung: Generationsübergreifende inklusive Gesundheitsförderung für alle“ sowie „Informationen für alle: Online-Bürgerservice in Leichter Sprache“. Es werden Bewegungsparcoure in Fulda entstehen, die über die sportliche Aktivität Menschen unterschiedlicher Generationen und mit und ohne Handicaps zusammenführen sollen, um so neben dem gesundheitsfördernden Aspekt auch Verbindungen zwischen Menschen zu fördern. Die Geräte und Nutzerinformationen werden weitestgehend barrierefrei bereitgestellt, so dass sie auch von Menschen mit verschiedensten Handicaps (Seh-, Hör-, körperliche oder geistige Behinderung) verstanden und genutzt werden können. 

Ergänzend soll ein Teil des Informationsangebotes, das auf der Website der Stadt Fulda angeboten wird, in Leichte Sprache übersetzt werden. Dadurch soll ein barrierearmes Angebot für Menschen mit kognitiven Einschränkungen geschaffen werden, das die Zielgruppe dazu befähigt, ihren Alltag so selbstständig wie möglich zu organisieren. „Die Stadt Fulda trägt den Titel „inklusivste Stadt Deutschlands“. Für uns ist diese Auszeichnung ein Ansporn, die vorhandenen Möglichkeiten nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen. Für das Förderprogramm haben wir deshalb gleich zwei Teilprojekte vorgeschlagen. Mit den zugesagten Projektmitteln können wir die vielfältigen Inklusionsprojekte und -initiativen, die in Fulda bestehen, um zwei weitere wichtige Bausteine ergänzen“, freut sich Bürgermeister Dag Wehner auf die Umsetzung der Projektinhalte.

Die Durchführung des gesamten Modellvorhabens erfolgt unter enger Einbeziehung aller erforderlicher Akteure und insbesondere der Verbände und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen in der neuen Modellregion Fulda.

Bereits seit dem Jahre 2013 erproben ausgewählte Kommunen in Hessen konkrete Maßnahmen zum Abbau noch vorhandener Barrieren von Menschen mit Behinderungen in Hessen. Seit dieser Zeit haben bislang insgesamt fünfzehn Landkreise, Städte und Gemeinden in Hessen wertvolle Erkenntnisse beim Abbau noch vorhandener Barrieren gesammelt. Die Hessische Landesregierung unterstützt jede der hessischen Modellregionen mit bis zu 50.000 Euro pro Jahr.
Die Zielvereinbarungen laufen zunächst über zwei Jahre. Sie können jedoch um ein Jahr verlängert werden, um die gewonnenen Ergebnisse in nachhaltige Strukturen zu überführen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Modellregionen werden wie in der Vergangenheit fortlaufend allen Akteuren in Hessen zur Verfügung gestellt.
„Unser Ziel ist es landesweit zu zeigen, welche Maßnahmenvielfalt möglich ist und die Landkreise, Städte und Gemeinden zu ermutigen ihr intensives Engagement fortzusetzen. Ein großer Dank geht hierbei an alle Protagonisten, die sich in vorbildlicher Weise einbringen. Das Thema Barrierefreiheit wird auch in Zukunft einen stets größer werdenden Raum in der Entwicklung unseres Landes einnehmen und das Konzept der Modellregionen zeigt, wie es gelingen kann, das Zusammenleben nachhaltig zu verbessern“, so der Staatssekretär abschließend.

Alle Informationen zum Thema insgesamt oder zum Hessischen Aktionsplan sind auf der Webseite des zuständigen Referates im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration → Vereinte Nationen → Behindertenrechtskonvention
unter www.brk.hessen.de  oder per direktem Kontakt unter un-brk@hsm.hessen.de bzw. 0611–817 2365 zu erhalten. Das Referat steht allen hessischen Bürgerinnen und Bürgern für Fragen und Anregungen gerne zur Verfügung.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Esther Walter
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
+49 611 817 3408
+49 611 8908 4666
presse@hsm.hessen.de