Förderung

Gesundheit rund um die Geburt

Thema: 
Gesundheit, Familie
02.07.2020Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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Säugling
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„Die Qualität der Geburtshilfe in Hessen und die Begleitung und Unterstützung der Familien vor, während und nach der Geburt sind uns wichtige Anliegen, denen wir uns auch künftig aktiv widmen“. Mit diesen Worten hat Sozial- und Integrationsminister Kai Klose heute im Hessischen Landtag die Maßnahmen des Landes zur Umsetzung des „Nationalen Gesundheitsziels – Gesundheit rund um die Geburt“ im Rahmen einer Großen Anfrage erörtert.

Unterstützung der Lebensphase mit vielfältigen Angeboten

Schwangerschaft, Geburt und das Leben mit einem Neugeborenen sind ganz besondere Lebensphasen für junge Familien. Die Landesregierung unterstützt zusammen mit den Akteurinnen und Akteure des Gesundheitswesens aktiv alle Eltern, Familien, Mütter und Väter in dieser Lebensphase mit vielfältigen Angeboten. Beratung und wohnortnahe Unterstützung sowohl in ihrem Familienalltag als auch bei der Vorbereitung auf die Geburt finden Familien in Hessen bei Schwangerschaftsberatungsstellen, Frauenärztinnen und -ärzten, Hebammen, Geburtskliniken, Familienzentren, Mütterzentren und Mehrgenerationenhäuser sowie bei den Frühen Hilfen und kommunalen Angeboten. Diese Einrichtungen tragen dazu bei, Familien zu stärken und ihre Selbsthilfepotentiale zu entfalten.

Für das Landesprogramm „Frühe Hilfen, Prävention und Kinderschutz“ stellt Hessen 2020 ein Fördervolumen von rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung und ergänzt damit die jährlichen Fördermittel der Bundestiftung Frühe Hilfen in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro. „Hessen hat – als einziges Bundesland – die Teilnahme an den Kinder-Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 bereits 2008 verpflichtend eingeführt. Durch diese Untersuchungen können frühzeitig auffällige Entwicklungsverzögerungen erkannt und entsprechend behandelt werden. So leisten wir einen entscheidenden Beitrag für ein gesundes Aufwachsen aller hessischen Kinder“, erklärt der Minister und weist in diesem Zusammenhang auch auf die wichtige Aufklärungs- und Präventionsarbeit zum Thema Alkoholkonsum in der Schwangerschaft hin.  

„Alkoholkonsum während der Schwangerschaft hat ganz erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit des ungeborenen Kindes. Obwohl diese Schädigungen vermeidbar sind, werden in Deutschland nach Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums jedes Jahr mehr als 10.000 Kinder mit fetalen Alkoholschäden geboren“, sagt Klose.  Präventionsprojekte wie „Happy baby, no alcohol“ und die Einrichtungen der Suchthilfe informieren hessenweit über die Risiken von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

Verbesserungen bei der Hebammenversorgung

Um Verbesserungen bei der Hebammenversorgung zu erreichen, habe die Landesregierung einen Runden Tisch initiiert.  „Gemeinsam mit Expertinnen und Experten entwickeln wir Handlungsempfehlungen, die auf die Sicherung der geburtshilflichen Versorgung und eine verbesserte Hebammenversorgung zielen“, unterstreicht Klose.

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Pressesprecherin: 
Alice Engel
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
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