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Hessen befürwortet Vorschlag von Gesundheitsminister Spahn

Thema: 
Gesundheit
17.10.2019Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Hessen setzt seit langem einen politischen Schwerpunkt auf die Schaffung von Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen sind.“

„Hessen setzt seit langem einen politischen Schwerpunkt auf die Schaffung von Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen sind und wir können den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nur befürworten, dass Vergewaltigungsopfer mehr Unterstützung bei der Beweissicherung bekommen sollen“, sagt der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

Spahn hatte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe geäußert, dass künftig bundesweit die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der „vertraulichen Spurensicherung“ mit Untersuchungen auf Sperma, K.o.-Tropfen oder Alkohol bezahlen sollen.

In Hessen gibt es neben einem landesweiten Netz an Beratungs- und Interventionsstellen und Frauennotrufen unter anderem auch Angebote der medizinischen Soforthilfe nach Vergewaltigung, die in den vergangenen Jahren auf- und ausgebaut wurden sowie die beweissichere Befunderhebung als Bestandteil einer ganzheitlichen Versorgung von Gewaltopfern. In den am Angebot „Soforthilfe nach Vergewaltigung“ teilnehmenden Kliniken können sich Betroffene nach einer Vergewaltigung medizinisch versorgen lassen, ohne eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Dadurch wird eine sensible medizinische Versorgung sowohl mit vertraulicher Spurensicherung als auch ohne Spurensicherung möglich. Das Land hat ferner den Aufbau der Schutzambulanz Fulda gefördert und unterstützt das Forensische Konsil Gießen, einen kostenlosen Online-Dienst der Ambulanz des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH.

In diesem Zusammenhang wurde auch eine Dokumentationshilfe „Befunderhebung, Spurensicherung, Versorgung bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt“ herausgegeben, die in das Qualitätsmanual der Bundesärztekammer und Kassenärztlichen Bundesvereinigung aufgenommen und von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfohlen wird.

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